Fahd ibn Abd al-Aziz Al Saud
König Fahd bin Abdulaziz
König Fahd bin Abdulaziz Al Saud (1921–2005) war der fünfte König des Königreichs Saudi-Arabien. Er folgte auf seinen Vater König AbdulaAziz sowie seine Brüder Saud, Faisal und Khalid. Er war der erste König, der den Titel „Diener der beiden heiligen Stätten“ trug. Seine Herrschaft über das Königreich dauerte 24 Jahre: von 1982, als er seinen Bruder König Khalid beerbte, bis 2005. Sein Nachfolger wurde sein Kronprinz, König Abdullah bin Abdulaziz.
Vollständiger Name: Khalid bin Abdulaziz bin Abdulrahman bin Faisal bin Turki bin Abdullah bin Mohammed bin Saud bin Mohammed bin Muqrin bin Mirkhan bin Ibrahim bin Musa bin Rabia bin Mani' al-Muraydi.
Aufgezogen wurde er von seinem Vater, dem Gründerkönig, und seiner Mutter, Prinzessin Hessa Bint Ahmed As-Sudairi. Seine Vorfahren lebten in der Stadt Diriyya, die von Mani' al-Muraydi, dem Vorfahren der Familie Al Saud, gegründet wurde.
Geburt und Aufwuchs vom König Fahd
Ausbildung vom König Fahd
König Fahd bin Abdulaziz Al Saud wurde 1921 im Al-Hukm-Palast, der 1910 vom Gründerkönig Abdulaziz renoviert worden war, im Stadtteil Al-Dirah in der Stadt Riad geboren. Seine Geburt fiel in einer Zeit, in der König Abdulaziz an der Einigung des saudischen Staatsgebildes arbeitete und Regionen der arabischen Halbinsel seiner Herrschaft unterstellte, was den Beginn von Sicherheit, Frieden und nationaler Einheit markierte. Dies zeigte sich insbesonders darin, dass es seinem Vater gelang, die letzte Region in Nadschd seiner Herrschaft zu unterstellen, worauf mehrere Siege in den entscheidenden Einigungskämpfen folgten. Als König Fahd 11 Jahre alt war, wurde die Vereinigung der Arabischen Halbinsel unter dem Namen „Königreich Saudi-Arabien“ verkündet und sein Vater zum König ernannt.
Die erste Bildungsphase begann König Fahd bin Abdulaziz im Alter von sechs Jahren an der Palastschule, die König Abdulaziz im Obergeschoss neben den Büroräumen eingerichtet hatte. Dabei handelt es sich um einen großen Raum, dessen Dach auf drei Säulen ruht. Sie unterschied sich von der alten Schule, die an der Westseite des Al-Dirah-Palastes neben den Lagerräumen des Palastes im Erdgeschoss eingerichtet worden war. Dort waren die erste Generation von König Abdulaziz' Söhnen, Prinz Mohammed, König Khalid, Prinz Saad, Prinz Nasser und Prinz Abdullah, sowie einige Prinzen und einige Gefolgsleute unterrichtet worden. Unterrichtet wurden sie von einem in den Künsten des Unterrichtens, der Kalligrafie und den volkstümlichen Künsten der damaligen Zeit bewanderten Lehrer namens Mohammed al-Hasawi aus Riad. Er wurde „Al-Hasawi“ genannt, weil er häufig nach Al-Ahsa und die Golfstaaten reiste. Zudem war er einer der Lehrer an der ersten Schule gewesen, neben Mohammed bin Akif und Abdulrahman bin Akif.
1935 ordnete König Abdulaziz die Gründung der Prinzenschule im Palast an und betraute die Lehrer Ahmad al-Arabi und Hamed al-Habes mit den schulischen Angelegenheiten. 1937 wurde die Verwaltung der Schule an Abdullah Khayat übertragen, der verschiedene Lehrer auswählte, darunter Ahmad Ali al-Kazemi und Saleh Khozami. König Abdulaziz selbst begrüßte sie bei der Eröffnung der Schule in ihrem neuen System und übermittelte ihnen seine besten Wünsche für die Ausbildung seiner Söhne, wobei er betonte, dass er sich vor allem auf den Heiligen Koran und die Schrift konzentrieren wolle und dann auf die übrigen Lektionen.
In seiner Jugend besuchte König Fahd das Saudische Wissenschaftliche Institut, eine Einrichtung, die König Abdulaziz 1925 in Mekka gegründet hatte, nachdem er den Hedschas an die übrigen Teile des Königreichs angegliedert hatte. Das Institut hatte die Aufgabe, den Bedarf der Grundschulen an qualifizierten Lehrkräften zu decken. Es war die erste saudische Bildungseinrichtung, an der zahlreiche Personen ausgebildet wurden, die später eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Bildungswesens im Königreich einnahmen. Die Eröffnung des Instituts wurde 1926 im Amtsblatt bekannt gegeben. Das Institut bot nächtliche Fachgruppen für Angestellte, deren Arbeitsbedingungen ihnen nicht gestatteten, ihren Studien am Tag nachzugehen, an. Der Lehrplan dieses Instituts umfasste unter anderem das Lernen des Heiligen Korans und des Tajweed, Unterricht in Glaubensbekenntnis, Diktat, Rechnen, Lesen und Konversation, Aufsatz, arabische Grammatikregeln, öffentliches Reden, Geographie, Ethik und Naturwissenschaften.
König Fahd in seiner Jugend
Bereits seit seiner frühen Kindheit und Jugend zeigte König Fahd bin Abdulaziz seine Leidenschaft für die in den saudischen Großfamilien weitergegebenen Traditionen. Dabei hatte er eine besondere Vorliebe für den Reitsport und Pferde, die er gern versorgte und deren Ställe er einrichtete. Immer wenn er von einem reinrassigen Pferd hörte, wollte er es kaufen und zahlte jeden Preis, den die Besitzer verlangten. Er begann in jungen Jahren mit dem Reiten und nahm mit seinen Brüdern und Onkeln an Rennen teil, die regelmäßig in Anwesenheit seines Vater, dem Gründerkönig, auf der alten Rennstrecke veranstaltet wurden. Diese Rennstrecke befand sich direkt hinter den östlichen Toren von Riad. Zu seinen Hobbys zu Jugendzeiten, aber auch noch nach dem Antritt offizieller Ämter, gehörten Ausflüge. Er unternahm diese Ausflüge mit Freunden und engen Vertrauten, insbesondere im Frühjahr. Zu den Orten, die er gern besichtigte, gehörten Al-Tanhat, As-Summan und Umm Ruqaybah.
Erste Aufgaben und Ämter vom König Fahd bin Abdulaziz
Diplomatische Aufgaben und Tätigkeiten
König Abdulaziz vertraute seinem Sohn König Fahd bereits in dessen jungen Jahren erste offizielle Pflichten an. Bei der ersten davon war er erst 24 Jahre alt. Auch von seinen Brüdern, König Saud, König Faisal und König Khalid, wurde er mit Aufgaben betraut. Dazu gehören u. a. die folgenden Aufgaben:
Am 26.06.1945 wurde er Mitglied der saudischen Delegation unter der Leitung vom Prinzen Faisal bin Abdulaziz bei der ersten Konferenz der Vereinten Nationen sowie Mitunterzeichner der Charta der Vereinten Nationen in San Francisco, USA.
Am 13.01.1946 begleitete er seinen Vater bei einem Besuch in Ägypten, wo König Faruk ihm das Große Ordensband des Nil-Ordens verlieh.
Nach dem Tod vom König Abdullah bin al-Hussein, dem König des Königreichs Jordanien, im Jahr 1950 entsandte ihn König. Abdulaziz als seinen Vertreter, um dem Totengebet beizuwohnen und zusammen mit den Leitern der arabischen Delegationen, die an der Beerdigung teilnahmen, an der Kondolenzzeremonie teilzunehmen und der Familie zu kondolieren.
1952 schickte ihn sein Vater König Abdulaziz als Vertreter des Königreichs zur Krönungszeremonie der Königin des Vereinigten Königreichs. Im selben Jahr begleitete er den libanesischen Präsidenten Camille Chamoun bei dessen Besuch im Königreich.
Am 15.01.1955 nahm er an der neunten Sitzung der Kulturkonferenz der Liga der Arabischen Staaten teil, eröffnete die in Dschidda stattgefundene Sitzung und leitete im April desselben Jahres die saudische Delegation im Jemen.
Am 31.08.1959 leitete er die Delegation des Königreichs beim Treffen des Rates der Liga der Arabischen Staaten in Casablanca.
Am 23.08.1960 leitete er die Delegation, die an den Sitzungen der Konferenz der Außenminister der arabischen Staaten teilnahm.
Am 08.01.1965 leitete er die saudische Delegation bei der Konferenz der Premierminister der arabischen Staaten in der Arabischen Liga in Kairo. Im April desselben Jahres leitete er die saudische Delegation bei der Islamischen Konferenz in Mekka.
Am 27.05.1965 leitete er die saudische Delegation, die an der zweiten Sitzung der Konferenz der Premierminister der arabischen Staaten in Kairo teilnahm.
Am 05.10.1967 leitete er die Delegation des Königreichs bei einem Besuch in Frankreich zur Verbesserung der saudisch-französischen Beziehungen.
Am 29.06.1968 leitete er die saudische Delegation bei einem Besuch in Somalia.
Am 29.07.1968 leitete er die saudische Delegation bei ihrem Türkeibesuch, ebenso wie die saudische Delegation bei einem Besuch im Libanon am 03.08. desselben Jahres.
Am 09.10.1969 leitete er die saudische Delegation in Großbritannien, und im selben Jahr leitete er die saudische Delegation bei einem Besuch in den Vereinigten Staaten am 13.10. Außerdem leitete er die saudische Delegation bei einem erneuten Besuch in Großbritannien, um dort an Gesprächen zur Zukunft der Region des Arabischen Golfs nach dem Rückzug Großbritanniens teilzunehmen.
Am 20.07.1970 leitete er die saudische Delegation bei den saudisch-jemenitischen Gesprächen in Dschidda, ebenso wie die Delegation bei den saudisch-britischen Gesprächen in London am 5. Dezember desselben Jahres.
Am 20.06.1971 wurde die Konferenz der islamischen Solidarität eröffnet.
Am 18.01.1974 leitete er die saudische Delegation nach Libyen.
Am 04.06.1974 leitete er die saudische Delegation bei ihrem offiziellen Besuch in den Vereinigten Staaten.
Am 11.11.1975 leitete er die saudische Delegation in die Vereinigten Arabischen Emirate.
Am 02.12.1975 leitete er die saudische Delegation in die Arabische Republik Ägypten.
Am 25.11.1980 leitete er die saudische Delegation bei der Arabischen Gipfelkonferenz in Jordanien.
Die Führungsrolle des Königs Fahd bei der Bildungsreform im Königreich
Das Ministerium für Wissen (heute das Ministerium für Bildung) wurde unter der Herrschaft vom König Saud bin Abdulaziz gegründet, und König Fahd war damals noch Prinz, wurde am 24.12.1953 zu dessen Minister ernannt. Dadurch wurde er zum ersten Minister für Wissen in der Geschichte des Königreichs, in dem bisher die als „Direktorat für Wissen“ Regierungsbehörde für die bildungspolitischen Angelegenheiten zuständig gewesen war. Nach seiner Ernennung zum Minister erlebte der Bildungsbereich eine umfassende Reform. Zunächst erstellte er einen systematischen Plan für die Bildungsinfrastruktur und gründete 1975 mit der König-Saud-Universität die erste saudische Universität. König Fahd gilt als Pionier des organisierten Bildungswesens im Königreich.
Das Innenministerium
Am 31.10.1962 wurde König Fahd zum Innenminister ernannt. Nachdem er die Leitung über das Ministerium übernommen hatte, nahm er vor dem Hintergrund der Entwicklungen, die das Königreich in verschiedenen Bereichen genommen hatte, eine umfassende Umstrukturierung des Ministeriums vor. Dabei schenkte er der Hochschule für interne Sicherheitskräfte besondere Beachtung, die als König-Fahd-Hochschule für Sicherheitswesen bekannt wurde. Zudem gründete er eine Reihe von spezialisierten Instituten, was einen bedeutenden Schritt in der Entwicklungsgeschichte des Innenministeriums darstellte.
Zweiter Stellvertreter vom König Faisal bin Abdulaziz
Ernennung des Kronprinzen
König Khalid bin Abdulaziz wählte König Fahd, der damals noch Prinz war, am 25.03.1975 als seinen Kronprinzen aus. In dieser Zeit war er unter anderem für den Vorsitz einer Reihe wichtiger Räte und Gremien im Königreich zuständig, wie dem Obersten Rat für Erdöl und Mineralien, dem Obersten Rat der Universitäten, der Königlichen Kommission für Jubail und Yanbu, dem Obersten Ausschuss für Bildungspolitik, dem Obersten Rat für Jugendwohlfahrt, dem Obersten Ausschuss für Hadsch-Angelegenheiten, der Königlichen Kommission für die Entwicklung von Medina und dem Obersten Ausschuss für Verwaltungsreform.
König Fahd als König des Königreichs:
Übernahme der Herrschaft über das Königreich
Nach dem Tod vom König Khalid wurde König Fahd am 13.06.1982 als König des Königreichs vereidigt. Seine Regentschaft läutete eine neue Phase beim Aufbau des saudischen Staates ein, eine Phase der Reformen und des Aufschwungs in jeder Hinsicht: gesellschaftlich, administrativ, wirtschaftlich, wissenschaftlich, kulturell und religiös.
König Fahd begann seine Regentschaft mit einem Besuch der Großen Moschee und dem Vollzug der Tawāf. Sein Wunsch, den beiden heiligen Stätten zu dienen, war der Grund für seine historische Entscheidung, den Titel „Diener der beiden heiligen Stätten“ anzunehmen und sämtliche andere Titel abzulehnen. Die Entscheidung verkündete er offiziell in seiner Rede bei der Eröffnungsfeier des Fernsehsenders Al-Madinah am 27.10.1986, in der er seinen Wunsch äußerte, statt „Seine Majestät“ als „Diener der beiden heiligen Stätten“ tituliert zu werden. König Fahd gilt als erster Herrscher, der in den drei Phasen der saudischen Staatsführung den Titel „Diener der beiden heiligen Stätten“ offiziell annahm.
König Fahd leitete eine neue Gründungsphase im Königreich ein, indem er Verfassungsänderungen vornahm und vier Gesetze verabschiedete, die die Grundlage der Innenpolitik des Staates bildeten. Am 01.03.1992 verabschiedete er drei Gesetze: die Grundordnung des Königreichs, das Gesetz für den Schura-Rat und das Gesetz für die Provinzen. Darauf folgte die Verabschiedung des Ministerratsgesetzes am 20. August 1993.
Bestimmung der Außenpolitik des Staates
Nach seiner Machtübernahme legte König Fahd die Grundsätze dar, auf denen die Innen- und Außenpolitik des Königreichs fußen würde, und erläuterte die wesentlichen Grundlagen am 23.07.1982 in einer Rede. Zu den wichtigsten Merkmalen vom König Fahds Außenpolitik zählte der entschiedene und moderate Kurs, der von einem unbeirrbaren Festhalten an Grundsätzen und Konstanten ohne jede Abweichung, extreme Ausprägung oder Kompromisse geprägt war. Er legte Wert auf diplomatisches Vorgehen, verzichtete auf Effekthascherei und politische Parolen und kündigte unerschrocken politische Maßnahmen an, die auf den Grundsätzen seiner Politik fußten. Diese Vorgehensweise brachte dem Königreich internationales Ansehen ein und beruhte auf einem festen Glauben an einen globalen Frieden auf der Grundlage von Gerechtigkeit und Fairness.
Die Politik des Königreichs lehnte den Einsatz von Gewalt als Exekutivinstrument ab und forderte gleichzeitig den Glauben an das Recht auf Selbstverteidigung zur Wahrung der obersten Interessen, das Vertrauen auf Dialog und Verhandlungen zur Erreichung der Ziele, die Ablehnung einer Politik der Blöcke und Militärbündnisse oder die Parteinahme für eine der Parteien, die um Einfluss in der Welt konkurrieren, sowie die Verfolgung einer Politik der guten Nachbarschaft und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten eines jeden Landes. Auf der anderen Seite lehnte das Königreich jede Einmischung von außen in seine inneren Angelegenheiten sowie generell ausländische Interventionen in die Angelegenheiten und Schicksale anderer Nationen in jeder Form kategorisch ab. Zudem ist es bestrebt, dem Islam und allen Muslimen auf der ganzen Welt zu dienen, und nimmt zurückhaltende, aber doch entschiedene und abschreckende strategische Politik gegen jede Verletzung ein.
Entwicklungen unter der Herrschaft des Königs Fahd
Aufbau von Infrastruktur und Umsetzung von Entwicklungsplänen
Als Kronprinz unter König Khalid beaufsichtigte König Fahd, damals noch als Prinz, die Umsetzung des zweiten Entwicklungsplans. Er überwachte den Aufbau einer umfassenden Infrastruktur mit dem Ziel, die Entwicklung zu beschleunigen und die verschiedenen Regionen über die effizientesten und modernsten Verkehrsnetzen der Welt miteinander zu verbinden. Nach seiner Thronbesteigung führte König Fahd die während der Herrschaft vom König Khalid eingeleiteten Infrastrukturprojekte fort. Zu diesen Projekten gehörten die Entwicklung von Städten und Dörfern durch umfassende Pläne, der Bau von Straßen, Brücken, Tunneln und Kommunikationsnetzen sowie die Erweiterung von Entsalzungsanlagen. Neben der Entwicklung der Landwirtschaft, der Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Einführung neuer Gehaltsregelungen, dem Ausbau von Häfen und Flughäfen und der verstärkten Einrichtung von Universitäten und Schulen. Während seiner Regierungszeit wurde der König Fahd Causeway , der das Königreich mit dem Königreich Bahrain über den Arabischen Golf verbindet, errichtet. 1986 wurde die Brücke vom König Fahd und Scheich Isa bin Salman Al Chalifa offiziell eröffnet.
Die Entwicklungspläne wurden beibehalten, während die Wirtschaft an die neuen Gegebenheiten angepasst wurde. Dazu gehörte auch der Plan zur Diversifizierung der lokalen Einkommensquellen, um die Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern, dessen Preise zu sinken begannen. Das Königreich unternahm große Anstrengungen, um die globalen Ölmärkte zu stabilisieren. König Fahds Regierung war stark darauf bedacht, die wirtschaftliche Basis zu diversifizieren. Das erdölbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) konnte in der Zeit mehr als verfünffacht werden. Das durchschnittliche jährliche Wachstum der Wertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe erreichte 8 %. Die landwirtschaftliche Produktion wurde im Hinblick auf die Wertschöpfung ebenfalls etwa verfünffacht, was das Engagement der Regierung widerspiegelte, in der heimischen Lebensmittelproduktion ein angemessenes Niveau zu erreichen. Zudem wurde Wert darauf gelegt, die Rolle des Privatsektors zu stärken. Das BIP des Privatsektors wuchs unter König Fahd mit einer durchschnittlichen Rate von etwa 5,8 %. Die jährlichen Investitionen des Privatsektors stiegen von 5 Mrd. SAR im Jahr 1981 auf 64,2 Mrd. SAR im Jahr 1999.
Während König Fahds Regentschaft verzeichnete der Staat einen enormen Anstieg des Lebensstandards für seine Bürger. Grundstücke wurden an Familien und Universitätsstudenten verteilt. Unter seiner Herrschaft schritt die Urbanisierung voran, und es wurden viele Häuser gebaut. Der Staat stellte den Bürgern Darlehen und Hilfen zur Verfügung. In verschiedenen Regionen des Königreichs wurden Industriestädte und moderne Anlagen eingerichtet, ebenso gab es gewerbliche Förderungen, um Produkte, Dienstleistungen und Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.
Qualitätssprung in der saudischen Wirtschaft
Eine der wirtschaftlichen Errungenschaften während der Regierungszeit vom König Fahd war die Verwirklichung der strategischen Ziele des Industriesektors im Rahmen des Fünften Entwicklungsplans, insbesondere des Plans zur Diversifizierung der Wirtschaftsstruktur und zur Verringerung der Abhängigkeit vom Erdöl als einziger Einkommensquelle zu jener Zeit. In Anbetracht der Tatsache, dass die Industrie im Gegensatz zu anderen Alternativen als Wahl für die Zukunft galt, konzentrierte sich die saudische Regierung 1980 darauf, verschiedene Anreize und Hilfen für die nationale Industrie bereitzustellen. Außerdem rief sie spezielle Industrieprojekte ins Leben, vor allem in Sektoren, in denen sich das Königreich besonders hervortat, z.B. in der Petrochemie, wo die Rohstoffe leicht verfügbar waren. Alle Anlagen und Ressourcen wurden dem Privatsektor zur Verfügung gestellt, um diesen zu beleben und ihn dabei zu unterstützen, seine Funktion im industriellen Entwicklungsprozess einzunehmen. Die Industriepolitik des Königreichs basierte in jener Zeit auf mehreren Grundpfeilern: Schutz der nationalen Industrien, Aufbau schwerer Grundstoffindustrien, Entwicklung der petrochemischen Industrie, Konzentration auf andere verarbeitende Industrien, Gründung von Industriestädten, Anwerbung ausländischer Kapitalinvestitionen, Gewährung von Industriekrediten, Unterstützung der Ausbildung von Arbeitskräften in der Industrie, Gewährung von Steuerbefreiungen und Zollschutz sowie Förderung der inländischen Exporte.
Mit der industriellen Entwicklungsstrategie sollten die lokalen Ressourcen, seien es menschliche, natürliche oder finanzielle, entwickelt und genutzt werden sowie der Beitrag der industriellen Produktion zum BIP erhöht und gleichzeitig die Abhängigkeit vom Ölsektor verringert werden. Darüber hinaus sollte die Kapazität des lokalen Marktes erhöht werden, um Investitionsmöglichkeiten zur Maximierung der Wertschöpfung aus natürlichen Ressourcen (insbesondere aus Erdöl und Erdgas) zu schaffen. Dazu sollten verschiedene Produktionsstufen eingerichtet werden, um von diesen Ressourcen zu profitieren, die technologischen Fähigkeiten der nationalen Wirtschaft zu entwickeln, den Industriesektor auszubauen, seinen Beitrag zum BIP zu erhöhen und die nationalen Einkommensquellen zu diversifizieren.
Als Ergebnis dieser Ziele und der verfolgten Politik verzeichnete das Königreich einen bedeutenden Sprung im Bereich der Fertigung, wie Statistiken zum Umfang der Erfolge in der Industrie belegen. Die industriellen Investitionen lagen 2006 bei rund 9,1 Mrd. SAR, die industrielle Produktion im selben Jahr bei 80 Mrd. SAR. Der Wert der Industrieexporte summierte sich auf 25 Mrd. SAR, einschließlich der Produkte von SABIC in der petrochemischen Industrie. 2007 stieg die Zahl der Fabriken zudem auf 3.306.
Organisieren von militärischen und sicherheitspolitischen Angelegenheiten
Seit seiner Thronbesteigung zeigte König Fahd großes Interesse daran, das System der Streitkräfte in Bezug auf Ausrüstung und Bewaffnung wissenschaftlich und technisch weiterzuentwickeln. Dies markierte den Beginn der tatsächlichen Entwicklung der saudischen Streitkräfte in sämtlichen Bereichen während seiner Regierungszeit. Beleg für diese Entwicklung ist die Umstrukturierung des Ministeriums für Verteidigung und Luftfahrt sowie der Führung des Generalstabspräsidiums. Für Heer, Luftwaffe, Marine und Luftabwehr wurden neue Kommandobereiche mit jeweils eigenen Budgets eingerichtet, um deren kontinuierliche Weiterentwicklung sowie die Umsetzung von deren Plänen zu gewährleisten. Darüber hinaus wurden Anstrengungen zum Wiederaufbau der Truppen unternommen, indem Hochschulen, Institute, Schulen sowie neue Zentren für die militärische Ausbildung ausgebaut wurden, um eine größere Zahl von Rekruten und gebildeten Jugendlichen aus verschiedenen Regionen des Königreichs aufnehmen zu können. Außerdem wurden Militärmissionen entsandt, um Militärhochschulen und -schulen im Vereinigten Königreich, in Frankreich, in den USA und in weiteren Ländern zu besuchen.
Darüber hinaus wurde mit dem Bau von Militärstädten, Luft- und Marinestützpunkten und Luftverteidigungsgruppen sowie mit der Errichtung von Gebäuden für Hochschulprojekte und medizinischen Komplexen begonnen, in denen Führungskräfte, Wohnungen, öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen wie Schulen, Moscheen und moderne Gesundheitszentren untergebracht werden. Militärische und berufliche Ausbildungszentren, das Hauptquartier des Ministeriums für Verteidigung und Luftfahrt sowie das Nationale Zentrum für Sicherheitsoperationen wurden ebenfalls gebaut. Die Maßnahmen hatten eine enorme Verbesserung der Bereitschaft und der militärischen Fähigkeiten der Streitkräfte zur Folge. In wichtigen Städten wurden große Militärkrankenhäuser mit modernen medizinischen Geräten gebaut, betrieben und verwaltet. Es wurden medizinische und technische Schulungen für saudische Staatsangehörige durchgeführt, um die Angehörigen der Streitkräfte und ihre Familien medizinisch versorgen zu können. Eine medizinische Flotte für Evakuierungen auf dem Luftweg wurde von saudischen Fachkräften eingerichtet und betrieben. Darüber hinaus wurde im Medizinkomplex in der King Fahd Military City eine medizinische Akademie eingerichtet. In Camps, Wohnanlagen und modernen Feldlazaretten wurden Gesundheitszentren eingerichtet.
Unter König Fahd wurden neue Verteidigungssysteme gebaut, darunter das Kommando- und Kontrollsystem sowie das Nationale Verteidigungszentrum, und auch Kommando- und Kontrollzentren für Unterabteilungen der Streitkräfte. Außerdem wurden Finanz-, Verwaltungs- und Versorgungsinformationssysteme eingerichtet, die zusammen ein modernes Verteidigungssystem bildeten. Ein wichtiger Schritt bestand in der Verabschiedung des Wirtschaftsausgleichsrogramms mit rüstungsexportierenden Ländern und Verteidigungssystemen, das 35 Prozent des Wertes von Rüstungsaufträgen und Verteidigungsprojekten im Königreich für fortschrittliche Industrieprojekte in Partnerschaft mit dem saudischen Privatsektor und der Allgemeinen Behörde für die Rüstungsindustrie ausmacht. Dies war ein zukunftsweisender Schritt für den Transfer von Spitzentechnologie, den nur wenige Länder zuvor erreicht hatten. Das erweiterte die industrielle Basis der militärischen Fabriken und verwandelte sie in öffentliche Einrichtungen für die Rüstungsindustrie, um ihnen zu ermöglichen, sich mit dem Privatsektor an einer gemeinsamen Produktion zu beteiligen.
Darüber hinaus leitete er die Einrichtung einer zentralen Verwaltung für militärische Arbeiten und Abteilungen in den Teilstreitkräften für den Betrieb, die Instandhaltung und das Management von Militärstädten, Luft- und Marinestützpunkten und -einrichtungen sowie von Einrichtungen der Luftverteidigung ein, die von qualifizierten saudischen Fachleuten auf höchstem technischen Niveau sowie von Management-, Betriebs- und Wartungssystemen geleitet werden. Zudem gründete er die Generaldirektion für militärische Studien, die die Aufgabe hatte, militärische Luft- und Seekarten zu erstellen, sich mit der Vermessungsverwaltung des Staates abzustimmen und deren Angestellte auszubilden. Es wurden spezielle Abteilungen eingerichtet, um die religiösen und moralischen Aspekte der saudischen Soldaten in den Streitkräften zu fördern, wie z. B. die Abteilung für religiöse Angelegenheiten in den Streitkräften. Außerdem wurde eine Verwaltung für Pensionsangelegenheiten geschaffen, die sich um die Bedürfnisse von Offizieren und Militärangehörigen im Ruhestand kümmert und für sie die notwendigen Dienstleistungen nach der Pensionierung erbringt.
Bildungsreformen
Unter König Fahd bin Abdulaziz erhielt die Bildung besondere Aufmerksamkeit, da sie als Fundament für die Entwicklung der Bürger sowie der Nation insgesamt galt. Der Fokus lag während des ganzen fünfjährigen Entwicklungsplans des Königreichs auf dem Bildungsbereich, was zur Folge hatte, dass bis 2003–2004 insgesamt mehr als 5,3 Mio. männliche und weibliche Studierende in verschiedenen Abschnitten der Allgemein- und Hochschulbildung aktiv waren. Sie wurden von rund 440.000 männlichen und weiblichen Lehrkräften unterrichtet.
2004 waren beim Ministerium für Bildung 2.539.188 Schüler registriert, die von 196.019 Lehrkräften an insgesamt 14.612 Schulen betreut wurden. Zur gleichen Zeit waren in den verschiedenen Bildungsstufen 2.311.467 Schülerinnen registriert, die von 220.000 weiblichen Lehrkräften an insgesamt 15.800 Bildungseinrichtungen betreut wurden. Die Universitäten des Königreichs umfassten elf Fakultäten zur Vorbereitung von männlichen und weiblichen Lehrkräften sowie insgesamt 317 technische und medizinische Fakultäten, an denen 455.000 männliche und weibliche Studierende von rund 23.000 Lehrkräften unterrichtet wurden.
Sport
Während der Regierungszeit vom König Fahd bin Abdulaziz qualifizierte sich die saudische Nationalmannschaft dreimal hintereinander für die FIFA-Weltmeisterschaft: 1994, 1998 und 2002. Das Königreich konnte die Fußball-Asienmeisterschaft bislang dreimal gewinnen (1984, 1988 und 1996). Sie gewann den Arabischen Pokal zweimal, 1998 und 2002. Inzwischen hat die Nationalmannschaft den Arabian Gulf Cup dreimal gewonnen, 1994, 2002 und 2003. Die saudische U-20-Nationalmannschaft hat in den folgenden Jahren an der FIFA U-20-Weltmeisterschaft teilgenommen: 1985, 1987, 1989, 1993, 1999 und 2003. Die Mannschaft gewann zweimal, 1986 und 1992, den AFC U-19-Asienpokal. Sie gewann 1985 den Arabischen Jugendpokal.
Die saudi-arabische U-17-Nationalmannschaft gewann 1989 die FIFA U-17-Weltmeisterschaft, nachdem sie 1985, 1987 und 1989 dreimal daran teilgenommen hatte. Die Mannschaft gewann auch zweimal den AFC U-16-Asienpokal, 1985 und 1988. In anderen Sportarten errang das Königreich im Jahr 2000 seine erste olympische Silbermedaille durch den internationalen Sprinter Hadi Soua'an bei den Olympischen Spielen in Sydney.
Historische Erfolge des Königreichs unter König Fahd:
Stärken der islamischen Solidarität und der arabischen Einheit
König Fahd war Unterstützer der arabischen und islamischen Anliegen und dabei angetrieben von der Verantwortung des Königreichs gegenüber Arabern und Muslimen, die sich aufgrund von dessen Glaube und Geschichte ergibt. Zu den bekanntesten dieser Anliegen gehört die Palästinafrage. Auf verschiedenste Weise, einschließlich auf mediale Weise, wobei alle visuellen, akustischen und gedruckten Medien eingesetzt wurden, wurde die Unterstützung der Palästinafrage zum Ausdruck gebracht und der rechtmäßige Anspruch auf das Land verdeutlicht. Darüber hinaus wurde sie durch Ausschüsse, die in verschiedenen Regionen des Landes gebildet wurden, um Spenden zu sammeln, finanziell unterstützt. Auch Ausbildungs- und akademische Förderungen wurden bereitgestellt, indem in allen Bildungsstufen Bildungsmöglichkeiten für die Kinder von palästinensischen Einwohnern ermöglicht wurden. Darüber hinaus gab es medizinische Unterstützung, Religions- und Sozialdienste sowie politische Unterstützung. Den Höhepunkt bildete die Friedensinitiative vom König Fahd, die im August 1981 vorgestellt und 1982 beim 12. Gipfeltreffen der Arabischen Liga in Marokko befürwortet wurde.
Er unterstützte auch die Frage von Bosnien und Herzegowina in seinem Unabhängigkeitsbestreben und im Krieg mit der Republik Serbien. 1992 erkannte das Königreich als erstes Land der Welt die Unabhängigkeit und Souveränität von Bosnien und Herzegowina offiziell an, was ein Motiv für die Anerkennung durch andere islamische Länder und die Erklärung war, dem bosnischen Volk durch materielle und humanitäre Hilfe beizustehen. König Fahd unterstützte auch das Anliegen der Muslime in der Kosovo-Region gegen die Republik Serbien und leitete die Gründung des Gemeinsamen Ausschusses für Hilfe im Kosovo in die Wege. Dazu gehörten die Einrichtung einer Luftbrücke zur Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischen Hilfsgütern, die Errichtung von Lagern, die Übernahme von Patenschaften für Waisenkinder, die Einrichtung eines Feldlazaretts und von Gesundheitszentren, die Versorgung mit Krankenwagen, Medikamenten und medizinischem Material sowie die Durchführung von Bildungs- und Fürspracheprogrammen. Nach Ende des Krieges übernahm der Hilfsausschuss die Verantwortung, einen Plan für die Rückkehr der Flüchtlinge sowie den Wiederaufbau von Moscheen, Wohnhäusern, Brücken, Kulturzentren und Schulen zu erarbeiten.
König Fahd spielte eine tragende Rolle dabei, Somalia zu unterstützen und die humanitäre Tragödie nach dem Bürgerkrieg, der sich zu der Zeit ausgeweitet und den Menschen in Somalia erhebliches Leid zugefügt hatte, zu lindern. Unter König Fahds Führung nahm das Königreich 1991 an der Somalischen Versöhnungskonferenz in Dschibuti teil und hielt die Folgesitzungen im Königreich ab. Darüber hinaus unterstützte er internationale und regionale Organisationen und Behörden, damit diese ihre Rolle bei der Lösung des somalischen Problems wahrnehmen können, führte Hilfsprogramme durch und unterstützte Bildungs-, Sozial- und Entwicklungsprogramme und -projekte. Darüber hinaus war König Fahd an der Beendigung des Bürgerkriegs im Libanon beteiligt, als am 30.09.1989 die Konferenz von Taif 47 zwischen den Konfliktparteien stattfand und das Abkommen von Taif unterzeichnet wurde, mit dem der Konflikt im Libanon sein Ende fand.
Während der Regentschaft vom König Fahd half das Königreich dem afghanischen Staat dabei, sein Staatsgebiet von der sowjetischen Besatzung (früher die Sowjetunion) zu befreien. Das Königreich erkannte 1989 als erstes Land die Unabhängigkeit Afghanistans an. Nach dem Rückzug der sowjetischen Truppen half König Fahd, den internen Konflikt der afghanischen Truppen beizulegen und die verschiedenen Seiten zu versöhnen. Er lud sie zu einer Versammlung in Mekka am 11.03.1993 ein, wo ein Friedens- und Versöhnungsvertrag unterzeichnet wurde. Darüber hinaus ließ das Königreich dem afghanischen Volk finanzielle, moralische, soziale und medizinische Hilfe zukommen, indem Moscheen und Schulen gebaut sowie Waisenkinder finanziell unterstützt wurden. Des Weiteren unterstützte König Fahd die Muslime in Tschetschenien und drängte die internationale Gemeinschaft, die Verhandlungen aufzunehmen und der dortigen Krise ein Ende zu setzen sowie auf allen Ebenen materielle und moralische Unterstützung zu leisten. König Fahds Unterstützung und Förderung islamischer Anliegen galt nicht nur für einzelne Länder, sondern erstreckte sich auf alle muslimischen Minderheiten auf der Welt. Diese Unterstützung umfasste das Eintreten für ihre politischen Rechte, intellektuelle und bildungspolitische Unterstützung, die Erleichterung der Teilnahme von Minderheitendelegationen an Hadsch und Omrah sowie die Versorgung mit Kopien des Heiligen Korans und Übersetzungen, zusätzlich zu den vom Königreich bereitgestellten finanziellen Zuwendungen.
Kooperation in der Golfregion
König Fahd bin Abdulaziz machte sich einen Namen durch die Befreiung des Staates Kuwait, nachdem dort wegen eines Grenzkonflikts zwischen beiden Ländern am Morgen des 02.08.1990 irakische Truppen einmarschiert waren. König Fahd spielte eine heldenhafte Rolle bei der Befreiung Kuwaits nach dem Einmarsch sowie bei der Wiederherstellung der Sicherheit und Stabilität. Das Königreich schritt unmittelbar nach Bekanntgabe des Angriffs auf Kuwait zur Tat und unternahm diplomatische Schritte und Friedensbemühungen, zunächst über die Arabische Liga, um die Krise gleich zu Beginn einzudämmen. Nach der Verzögerung der arabischen Maßnahmen wandte sich das Königreich an die internationale Arena und den Sicherheitsrat, was zur Verabschiedung von zwölf Resolutionen im Zusammenhang mit der Golfkrise führte, die den kollektiven Willen zur Befreiung Kuwaits zum Ausdruck brachten und den Grundsatz der internationalen Legitimität bekräftigten. Am bedeutsamsten davon war Resolution 678 im November 1990, die zum Einsatz von Militärgewalt ermächtigte.
Dem Königreich gelang es, sich beim Arabischen Gipfeltreffen 1990 in Kairo die Unterstützung von Ägypten, Syrien und Marokko für die Stationierung militärischer Truppen zu sichern. Darüber hinaus bemühte sich das Königreich um die Beteiligung der islamischen Truppen von Pakistan, Bangladesch und Afghanistan. Dann traf König Fahd die historische Entscheidung, den internationalen Koalitionsstreitkräften den Einzug in das Königreich zu gestatten, um die Aggression abzuwehren und Kuwait zu befreien, die rechtmäßige Regierung Kuwaits wiederherzustellen sowie Sicherheit und Stabilität in der Golfregion herzustellen. Am 17.01.1991 begann die Operation „Wüstensturm“, die 42 Tage dauerte, in denen die gemeinsamen Streitkräfte das kuwaitische Staatsgebiet befreien und die legitime Regierung des Landes wiederherstellen konnten.
Die größte Erweiterung der beiden heiligen Moscheen
Seit seiner Vereidigung als König des Königreichs war König Fahd bin Abduaziz darauf bedacht, die Versorgung der Pilger und Besucher in der Großen Moschee und der Prophetenmoschee sicherzustellen. Im Oktober 1982 besuchte er Medina und ordnete eine Untersuchung für eine große Erweiterung der Prophetenmoschee an, um einer möglichst großen Anzahl von Gläubigen Platz zu bieten. Am Freitag, den 02.11.1984, legte König Fahd den Grundstein für diese Erweiterung. Die Arbeiten an diesem Projekt wurden am 20.09.1985 aufgenommen. Für die Beaufsichtigung und Überwachung des Projekts wurde ein Exekutivausschuss eingerichtet und der damalige Gouverneur von Medina, Prinz Abdul Majeed bin Abdulaziz, als deren Präsident eingesetzt. Die Umsetzung begann mit der Enteignung von Grundstücken, und es wurden Ausschüsse gebildet, die den Wert dieser Grundstücke ermittelten und ihre Eigentümer entsprechend entschädigten. Anschließend wurden diese Grundstücke geräumt. Mitte 1990 war die Infrastruktur fertiggestellt, und König Fahd ordnete an, dass der Ausbau auf höchstem Niveau und in Rekordtempo erfolgen und alle erforderlichen Dienstleistungen für die Hadsch- und Umrah-Pilger erbracht werden sollten und dass während der Bauarbeiten deren Sicherheit zu gewährleisten war. In der Hadsch-Saison 1992 wurden die meisten erweiterten Bereiche für die Gläubigen freigegeben. Im darauffolgenden Jahr wurde das Dach des erweiterten Bereichs zum Beten freigegeben.
Das Erweiterungsgebäude verfügt über einen Keller mit denselben Bereichen wie das Erdgeschoss der Erweiterung, der für die Klimaanlagen und Kühlvorrichtungen sowie andere Dienste vorgesehen ist. Das Gebäude ist mit 27 mobilen Kuppeln mit je 18 m Durchmesser ausgestattet, die eine Fläche von 323 m² überdachen. Diese Kuppeln können per Fernbedienung über Schienen, die über dem Dach der Erweiterung installiert sind, bewegt werden. Die Erweiterung umfasste sieben Haupteingänge an der Nord-, Ost- und Westseite. Jeder dieser Haupteingänge verfügt über fünf nebeneinanderliegende Türen sowie zwei seitliche Tore. An der Südseite der Erweiterung gibt es zwei Haupteingänge mit je drei nebeneinanderliegenden Türen sowie zehn Seitentüren und zwölf Tore für die Treppen, die auf das Dach der Erweiterung führen. Insgesamt gibt es 142 Außentüren aus Holz, darunter 65 große Türen. Außerdem gibt es 18 Treppenaufgänge sowie sechs Gebäude für Rolltreppen mit 24 Rolltreppen. Im Zentrum der Nordseite der Erweiterung befindet sich der Haupteingang zur Erweiterung, der „König-Fahd-bin-Abdulaziz“-Eingang mit sieben Kuppeln. An jeder Seite des Eingangs befindet sich ein 105 m hohes Minarett. Insgesamt hat die Prophetenmoschee einschließlich der Erweiterung zehn Minarette, von denen sechs neu sind. Die Minarette sind an den vier Ecken des Erweiterungsbaus angeordnet. Zwei Minarette liegen beiderseits des Haupteingangs.
Für die Große Moschee veranlasste König Fahd 1986 die Bepflasterung der ersten saudischen Erweiterung mit hitzeresistentem kalten Marmor, um sie für die Nutzung durch die Gläubigen vorzubereiten. Er befahl auch die Installation von fünf Rolltreppen in der Großen Moschee, um den Auf- und Abstieg zwischen Dach und 1. Stockwerk zu erleichtern. Außerdem wurden fünf Überführungen gebaut, die einen Ein- und Ausgang vom ersten Stock auf der Nordseite bieten. Am 13.09.1988 legte König Fahd den Grundstein für die zweite saudische Erweiterung, also vier Jahre nach Beginn der Erweiterungsarbeiten an der Prophetenmoschee. Dadurch erfolgte die Erweiterung der beiden Moscheen simultan. Das Erweiterungsprojekt bezog sich auf die Umgebung im Westen, bekannt als kleiner Markt, zwischen dem ʿUmra-Tor und dem König-Abdulaziz-Tor. Das Erweiterungsgebäude umfasst Kellergeschoss, Erdgeschoss und 1. Etage. Es wurde für ein umfassendes Klimatisierungssystem konzipiert und gebaut. Im Stadtteil Ajyad wurde eine zentrale Klimatisierungsstation eingerichtet. In den Untergeschossen wurden alle erforderlichen Vorrichtungen installiert, darunter auch Verlängerungen, Kanäle und Öffnungen in den Sockeln der runden Säulen für die Absorption von Warmluft sowie Öffnungen an der Spitze der quadratischen Säulen, durch die Kaltluft und Wasser von der Zentralstation in die Säulen gepumpt werden.
Im Zuge der Erweiterung kamen 14 neue Tore hinzu, sodass die Gesamtzahl an Toren in der Großen Moschee auf 112 wuchs. Einige davon weisen drei oder vier Öffnungen auf. An der Nord- und Südseite wurden zwei Gebäude für Rolltreppen sowie zwei Treppenaufgänge im Inneren gebaut, womit die Große Moschee nun über insgesamt neun Rolltreppen verfügte. Hinzu kommen noch die festen Treppen, die sich über die Große Moschee verteilen. 1991 wurden die großen Plätze um die Große Moschee herum zum Beten eingerichtet und mit kaltem, hitzebeständigem Marmor überzogen. 1994 begann die Erweiterung des Al-Safa-Bereichs in der 1. Etage mit der Verengung der kreisförmigen Al-Safa-Öffnung unter der Al-Safa-Kuppel. Zudem wurden der Durchgang von der Al-Marwah-Seite zum Masʿā in der 1. Etage erweitert sowie neue Türen im Erdgeschoss und in der 1. Etage gebaut, über den der Zugang von der Al-Marwah-Seite möglich wurde. 1997 wurde die Al-Raqubah-Brücke errichtet, die das Dach der Großen Moschee von der Al-Marwah-Seite aus mit dem Al-Raqubah-Gebiet verbindet und als Ein- und Ausgang zum Dach der Moschee dient. Des Weiteren wurde der Durchgang neben dem Masʿā, der in Stoßzeiten für die Tawāf-Umkreisung in der 1. Etage vom Al-Safa-Bereich zur Mitte des Masʿā genutzt wird, auf eine Breite von 9,20 m und eine Länge von 70 m erweitert. Im selben Jahr wurde die Abdeckung des Maqam Ibrahim, Friede sei mit ihm, mit Kupfer erneuert, die mit Blattgold, Kristall und verziertem Glas bedeckt war. Über dem Maqam Ibrahim eine Abdeckung aus starkem, hitzebeständigem und bruchsicherem Kristallglas angebracht.
König-Fahd-Komplex zum Druck des Korans
König Fahd erkannte den Bedarf in der islamischen Welt für den heiligen Koran und für Übersetzungen von dessen Bedeutungen in verschiedene Sprachen sowie die Bedeutung der Pflege der Koranwissenschaft. Er erkannte seine Rolle im Dienste des Islams und der Muslime und die Bedeutung des Dienstes am Heiligen Koran durch eine spezialisierte und engagierte Einrichtung für diese edle Aufgabe und legte am 2. November 1982 den Grundstein für den König Fahd Glorious Quran Printing Complex in Medina. Dieser wurde am 30.10.1984 offiziell eingeweiht. Die Aufsicht über diesen Komplex führt das Ministerium für islamische Angelegenheiten, Dawah und Rechtweisung, wobei der Minister für islamische Angelegenheiten, Dawah und Rechtweisung als allgemeiner Leiter des Komplexes sowie als Präsident von dessen höchster Instanz fungiert. Die Umsetzung der Maßnahmen des Komplexes sowie das Erreichen von dessen Zielen wird von einem Generalsekretariat unter der Leitung des ernannten Generalsekretärs des Komplexes kontrolliert.
Die komplexen Arbeiten zum Druck des Heiligen Korans gemäß den beglaubigten Überlieferungen in der islamischen Welt, zur Aufzeichnung der Rezitation des Heiligen Korans in den berühmten Überlieferungen in der islamischen Welt, zur Übersetzung und zum Druck der Bedeutungen des Heiligen Korans und seiner Auslegung in die wichtigsten und am weitesten verbreiteten Sprachen, zur Pflege der Wissenschaften des Heiligen Korans und zur Überprüfung der Schätze der Werke, die diesen Wissenschaften dienen. Sie konzentrieren sich außerdem auf islamische Forschung und Studien im Zusammenhang mit dem Heiligen Koran und seinen Wissenschaften, die Befriedigung der Bedürfnisse von Muslimen innerhalb und außerhalb des Königreichs durch verschiedene Publikationen des Komplexes und die Verbreitung komplexer Publikationen über globale Netzwerke sowie durch verschiedene Programme und Anwendungen. Er verfügt über eine Moschee, Verwaltungsgebäude, eine Wartungseinheit, eine Druckerpresse, Lagerbereiche, Transportmittel, Marketing, eine Bibliothek, eine medizinische Station sowie weitere unterstützende Dienste. Darüber hinaus umfasst es das neue Lagergebäude und die neue Bibliothek für die Verwaltung wissenschaftlicher Angelegenheiten.
Entwicklung der Heiligen Stätten
Das Interesse an den heiligen Stätten und ihrer Entwicklung begann während der Ära des Gründerkönigs, aber das Projekt der ausgebauten Zelte in Mina, das während der Herrschaft von König Fahd eingeführt wurde, gilt als das größte Projekt zur Erschließung der heiligen Stätten, das darauf abzielt, den Pilgern Erleichterungen nach den höchsten Sicherheitsstandards zu bieten. Das Königreich setzte seine Ressourcen ein, um im Rahmen der Entwicklung der Hadsch-Stätte entwickelte Zelte bereitzustellen. Diese Zelte bestehen aus mit Teflon beschichtetem Stoff aus Glasfaserkunststoff, der hitze- und flammbeständig ist und keine giftigen Gase abgibt. Bei der Herstellung dieser Zelte sowie in den verschiedenen Umsetzungsphasen des Projekts wurde auf die besten modernen Technologien zurückgegriffen. Einige davon sind durch Durchgänge verbunden, und jede Gruppe von Zelten ist von Metallzäunen umgeben, die über Haupttüren und Notausgänge verfügen.
Über das ganze Camp verteilen sich Wege, die gepflastert, beleuchtet und beschildert sind und bei deren Gestaltung und Aufbau auf Flexibilität geachtet wurde. Standardzelte sind 8 x 8 m groß, wobei auch Zelte in anderen Größen, von 6 x 8 m bis 8 x 12 m verwendet wurden. Das Zeltprojekt verfügt über ein Klimatisierungssystem sowie Wasserschläuche auf den einzelnen Campingplätzen. Jeder Platz ist mit einer Kiste mit einem 30 m langen Schlauch ausgestattet. Zudem wurden entlang der Wege im Camp im Abstand von je 100 m Kisten mit einem Feuerlöscher strategisch verteilt, die im Bedarfsfall eingesetzt werden können, bis der Bevölkerungsschutz eintrifft.
Das Entwicklungsprojekt für die heiligen Stätten fußt auf den Grundsätzen von Sicherheit, Schutz und Umweltverträglichkeit. Die Zelte sind mit Klimaanlagen ausgestattet, die nicht nur beständig gegen die klimatischen Faktoren sind, sondern auch der islamischen Ästhetik entsprechen und flexible Bauteile für einfache Gestaltbarkeit und Montage haben. Toiletten und Waschräume für die Gebetswaschung sind im Camp vorhanden, ebenso wie Stromverteilungsanlagen, Küchen und Bereiche für die Abfallentsorgung. Jedes Zelt ist mit Wassersprinklern ausgestattet, die bei einer zu hohen Temperatur automatisch aktiviert werden. Sobald aus den Sprinklern Wasser austritt, macht ein Alarm im Mutawwif-Zelt auf die Gefahr aufmerksam. Das Netz besteht aus insgesamt 100 km an Leitungen mit Durchmessern zwischen 250 und 700 mm sowie 800 Ventilen und 740 Hydranten.
Charakterzüge vom König Fahd:
Intellektueller und politischer Scharfsinn
Die Persönlichkeit vom König Fahd zeichnete sich durch politischen Scharfsinn aus, der auf guter Behandlung, Logik, weiser und reifer Führung, Krisenmanagement, politischer Erfahrung, rechtzeitigen Entscheidungen, Kommunikation mit Menschen auf verschiedenen Ebenen, Beachtung von Normen, Traditionen und Dialekten, Verzicht auf impulsive und reaktionäre politische Haltungen, Geduld im Angesicht von Schaden, Wahrung von Prinzipien, Toleranz und Aufgeschlossenheit auch gegenüber Gegnern beruhte. In König Fahds Herrschaftszeit gab es viele regionale und internationale Herausforderungen, ebenso wie schnelle Veränderungen und Unruhen auf der ganzen Welt. Diese konnte König Fahd dank seiner politischen Erfahrung und seines diplomatischen Scharfsinns angehen und bewältigen. Neben der Weisheit in der Außenpolitik und der Fähigkeit, Widrigkeiten und Herausforderungen zu begegnen, zeichnete sich die Regierungszeit vom König Fahd durch den unermüdlichen Einsatz für einen globalen Frieden auf der Grundlage von Wahrheit, Gerechtigkeit und Gleichheit sowie durch seine Bemühungen um die arabische und islamische Solidarität aus. Zudem legte er großen Wert darauf, Hilfsbedürftigen auf der ganzen Welt zur Seite zu stehen.
König Fahd war ein Staatsmann ersten Ranges, ein begabter und kluger Politiker, ein Vorreiter auf dem Weg der Entwicklung seines Landes, eine bahnbrechende Stimme für die arabische und islamische Solidarität und eine gemäßigte internationale Persönlichkeit, die sich für einen gerechten Frieden für alle Nationen einsetzte. Er hatte eine außergewöhnliche Sicht auf globale Probleme, bemerkenswerte Haltungen zu öffentlichen Ereignissen sowie eine herausragende Rolle und Reputation, was ihm einen hohen Stellenwert unter den aktuellen Führungspersönlichkeiten und Personen mit großem Einfluss auf die öffentliche Meinung einbrachte. Im Zweiten Golfkrieg, der mit dem Einmarsch in Kuwait begann, nahm er eine entschiedene Haltung ein, die den Aggressionen ein Ende setzte, und bewies dabei politischen Scharfsinn und eine echte Einsicht, die den Lauf der Dinge verändern konnte.
Festhalten an Religion und ethischen Werten
Viele vorbildliche Eigenschaften und Tugenden vom König Fahd hatte er im Haushalt seines Vaters und den dortigen Versammlungen mit Männern der Elite aufgegriffen. Diese vermittelten ihm das Wesen der menschlichen Interaktion mit den Menschen um ihn herum, den Mitarbeitern in seinem Dienst und mit der allgemeinen Bevölkerung. In König Fahds Geschichte und Biografie finden sich unzählige bemerkenswerte humanitäre Maßnahmen. Diese Eigenschaften spiegeln sich eindeutig in den Erinnerungen seiner Kinder und Enkelkinder über sein Mitgefühl und seine väterliche Fürsorge wider. Er war ihnen gegenüber gütig und gleichzeitig ein Lehrer, der sich vorteilhafte Methoden für den Umgang mit Jugendlichen aneignete. Dieses Vorgehen wird in allen seinen Interaktionen und Gesprächen mit der Öffentlichkeit offenkundig. Er war bestimmt in Situationen, die Strenge erforderten, legte aber sanftmütige Weisheit und Geduld an den Tag, wenn die Umstände Wohlwollen und Rücksicht erforderten. Diese Eigenschaft zeigte sich auch in den schwierigen Situationen, in denen sich das Land befand, und spiegelte eindeutig die Menschlichkeit vom König Fahd bin Abdulaziz und seine vorbildlichen Eigenschaften wider.
Er pflegte einen behutsamen Umgang mit den Bürgern, sowohl mit Amtsträgern als auch mit nicht amtlichen, ebenso wie mit den Kindern des Landes. Das zeigte sich vor allem bei seinen Besuchen in den Schulen des Königreichs, als er zu Beginn seiner Ausbildung das erste Portfolio des Ministeriums für Wissen übernahm. Seine hohe Intelligenz zeige sich auch im Umgang mit der jüngeren Generationen und in der Art und Weise, wie er mit ihnen sprach. Er vermittelte ihnen in Diskussionen ein Gefühl der Wertschätzung und unterstrich die Bedeutung der Kenntnisse und der Wissenschaften, die sie in den Schulen erwarben.
Facetten vom König Fahds Leben
Familie und Kinder
Er hatte zahlreiche Söhne und Töchter, darunter Faisal, Mohammed, Saud, Sultan, Khalid, Al-Anoud, Luluah, Latifah und Al-Jawhara.
König Fahd war für seine Kinder ein liebevoller, einfühlsamer und nachsichtiger Vater. Er war sehr gnädig und achtete auf die Gefühle anderer Menschen. Außerdem war er darauf bedacht, ihnen die wahren islamischen und arabischen Werte zu vermitteln, sowohl was ihr Verhalten als auch was ihre Handlungen anging. Seine Kinder waren Zeugen seiner Unterstützung von Bedürftigen, seiner Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen, sowie seiner Liebe zu seinem Volk. Sie lernten von seinem Beispiel und betrachteten ihn in Bezug auf diese Verhaltensweisen und guten Taten als gutes Vorbild. König Fahd kümmerte sich um die Ausbildung seiner Kinder und verfolgte ihre Fortschritte genau. Er leitete sie zu gutem Verhalten an. Außerdem war er allen seinen Kindern gegenüber fürsorglich und liebevoll und ermutigte sie, sich immer mehr Wissen anzueignen.
Außerdem lag ihm die Religionskultur am Herzen, und er kontrollierte täglich die schulischen Leistungen seiner Kinder. Er stellte Fragen zu den Themen, die sie lernten, vergewisserte sich, dass sie ihre Hausaufgaben machten, und hörte sich die Rückmeldungen von Lehrern und Schülern zum Verhalten seiner Kinder und dem Erreichen der schulischen Lernziele an. Er verfolgte ihre Fortschritte persönlich, indem er sich telefonisch danach erkundigte oder jemanden schickte, der sich in der Schule nach seinen Kindern erkundigte. Den Kindern vom König Fahd zufolge traf er sich mit ihnen, um mit ihnen über die Bedeutung von Wissen, Ethik und der richtigen Interaktion mit anderen Menschen zu sprechen. Er unterstrich die Bedeutung davon, jeden Menschen ungeachtet von dessen Status zu respektieren und ungeachtet ihres eigenen Status niemandes Wert zu schmälern. Er war sehr darauf bedacht, ihnen Zurückhaltung und Ausgewogenheit in sozialen Interaktionen zu vermitteln.
Tod vom König Fahd:
König Fahd bin Abdulaziz Al Saud starb am 01.08.2005. Das Trauergebet für ihn wurde in der Imam-Turki-Moschee in der Stadt Riad gesprochen, beigesetzt wurde er im Al-Oud-Friedhof in Riad. Er hatte 25 Jahre lang als König des Königreichs geherrscht. Auf ihn folgte König Abdullah bin Abdulaziz Al Saud (zu der Zeit Kronprinz).
Verkündung des Todes vom König Fahd
Ausstellung: „Al-Fahd: Spirit of Leadership“
Die König-Fahd-Wohltätigkeitsstiftung organisiert eine Ausstellung über die Geschichte vom König Fahd bin Abdulaziz, „Al-Fahd: Spirit of Leadership“ (Geist der Führung), die eine vollständige historische Dokumentation des Weges vom König Fahd bin Abdulaziz und seiner Leistungen in allen Bereichen gewährleistet: lokal, am Golf, in der arabischen Welt und international, zusätzlich zu seinem persönlichen Leben. Diese Dokumentation wird auf eine professionelle Weise präsentiert, die eine Übereinstimmung der Phasen, Daten und Inhalte gewährleistet. Außerdem werden die Informationen durch den Einsatz von modernen Technologien auf eine für die Besucher interessante Weise dargestellt. Ein weiteres Ziel der Ausstellung ist es, die heutigen Jugendlichen mit den Lebensgeschichten ihrer Könige und Anführer, den Umständen, die sie meisterten, sowie den Erfolgen, die sie für ihre Völker und Länder erringen konnten, vertraut zu machen.
Nach König Fahd benannte Einrichtungen
König-Fahd-Brücke-Behörde.
Stadion der König Fahd Sportstadt
König-Fahd-Universität für Erdöl und Mineralien
- König-Fahd-Militärkrankenhaus
König-Fahd-Spezialklinik in Jeddah
König Fahd Sicherheitsfakultät in der Stadt Riad.
König-Fahd-Marineakademie
- König-Fahd-Luftwaffenstützpunkt in Taif.
König Fahd Kulturzentrum
König-Fahd-Komplex zum Druck des Korans.
König Fahd Sportstadt
Internationaler König-Fahd-Flughafen in Dammam
König-Fahd-Industriehafen in Al-Dschubail
König Fahd Nationalbibliothek
König-Fahd-Springbrunnen
Quellen
König-Abdulaziz-Stiftung für Forschung und Archive (Darah)
Al-Fahd The Spirit of Leadership
König-Fahd-Komplex zum Druck des Koran
Die Generalbehörde für die Pflege der Großen Moschee und der Prophetenmoschee
Saudi Press Agency (SPA), offizielle Nachrichtenagentur des Königreichs Saudi-Arabien
Nationales Zentrum für Archivierung und Datensätze.
Historischer Atlas des Königreichs
König-Abd-al-Aziz-Stiftung für Forschung und Archive (Darah), 2022.