Mohammed bin Salman bin Abdulaziz
Prinz Mohammed bin Salman bin Abdulaziz Al Saud, seit dem 21.06.2017 Kronprinz, ist der Vorreiter des historischen Wandels im Königreich Saudi-Arabien. Er wurde auf königlichen Erlass vom Diener der beiden heiligen Stätten, König Salman ibn Abd al-Aziz, am 27.09.2022 als erster Enkel vom König Abdulaziz zum Premierminister ernannt.
Kindheit und Jugend vom Prinz Mohammed bin Salman
Abstammungslinie vom Prinz Mohammed bin Salman
Vollständiger Name: Mohammed Bin Abdulaziz Bin Abdulrahman Bin Faisal Bin Turki Bin Abdullah Bin Mohammed Bin Saud Bin Mohammed Bin Muqrin Bin Markhan Bin Ibrahim Bin Musa Bin Rabi'ah Bin Mani' Bin Rabi'ah al-Muraydi der Banu Hanifah, von Bakr Bin Wail, von Rabi'ah Bin Nizar, von Ma'ad Bin Adnan. Seine Vorfahren lebten in Diriyya, der Hauptstadt des ersten saudischen Staates und der Geburtsstätte der Vereinigung. Sie diente in der Neuzeit als Wiege der Zivilisation des Königreichs. Hier ließen sich die Bani Hanifa nieder, nachdem Mani' al-Muraydi und seine Familie im Jahr 1446 in das im Herzen der Arabischen Halbinsel gelegene Wadi Hanifa umsiedelten. Er benannte den Ort nach seinem Stamm „al-Duru“, der aus dem ersten Diriyya, wo sich seine Vorfahren im 9. Jhd. niedergelassen hatten, dorthin gezogen war.
Geburt und Aufwuchs vom Prinz Mohammed bin Salman
Prinz Mohammed bin Salman wurde am 31.08.1985 in der Hauptstadt Riad geboren. Er wurde von seinem Vater, dem Diener der beiden heiligen Stätten König Salman ibn Abd al-Aziz al Saud, der damals Gouverneur der Provinz Riad war, und seiner Mutter, Prinzessin Fahda Bint Falah Bin Sultan Al Hathleen, aufgezogen. Er ist der sechste Sohn vom König Salman. Er wuchs in einer Zeit auf, in der Riad in den Bereichen von Infrastruktur, Einrichtungen und Kulturlandschaft einen qualitativen Wandel erlebt hat.
Bildung vom Prinz Mohammed bin Salman
Prinz Mohammed bin Salman erhielt seine Bildung in den Schulen von Riad und gehörte in seiner Sekundarschulzeit zu den zehn besten Schülern im Königreich. Später schloss er sein Jurastudium an der König-Saud-Universität ab. Er war der Zweitbeste seines Jahrgangs an der Fakultät für Jura und Politikwissenschaft und nahm auf seinem akademischen Weg an zahlreichen Spezialisierungskursen und -programmen teil.
Erste Ämter vom Prinz Mohammed bin Salman
Nach seinem Bachelor-Abschluss in Jura an der König-Saud-Universität wurde Prinz Mohammed bin Salman am 10.04.2007 Berater im Expertenbüro des Ministerrats. Im Anschluss wurde er am 15.12.2009 Sonderberater des Gouverneurs der Provinz Riad. Zudem war er Generalsekretär der Wettbewerbungsbehörde in Riad, Sonderberater des Vorsitzenden des Verwaltungsrats der König-Abd-al-Aziz-Stiftung für Forschung und Archive (Darah) sowie Mitglied des obersten Komitees für die Entwicklung von Diriyya.
Prinz Mohammed bin Salman gab seine Position in der Provinz Riad, wo er den 13. Rang innehatte, auf und übernahm die Aufsicht über das Privatbüro und die privaten Angelegenheiten des Kronprinzen. Laut königlichem Erlass vom 02.03.2013 wurde er zum Leiter des Hofs des Kronprinzen sowie zu dessen Sonderberater mit Ministerrang ernannt. Durch einen weiteren königlichen Erlass vom 13.07.2013 wurde er neben seinen bestehenden Ämtern in die Position des Generalsupervisors im Büro des Verteidigungsministeriums berufen.
Am 25.04.2014 wurde er durch einen königlichen Erlass neben seinen bestehenden Ämtern zum Staatsminister und zum Mitglied des Ministerrats ernannt. Am 18.09.2014 erfolgte der Beschluss, ihn zum Vorsitzenden des Exekutivausschusses der König-Abd-al-Aziz-Stiftung (Darah) sowie zum stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats der König-Abd-al-Aziz-Stiftung (Darah) zu machen.
Am 23.01.2015 wurde ein königlicher Erlass verabschiedet, mit dem ihm neben seinen bestehenden Ämtern auch das Amt des Verteidigungsministers übertragen wurde. Darüber hinaus wurde er zum Leiter des königlichen Hofes sowie zum Sonderberater des Dieners der beiden heiligen Stätten mit Ministerrang ernannt. Als Verteidigungsminister übernahm er den Vorsitz des Verwaltungsrats der Allgemeinen Behörde für Militärindustrie.
Am 29.01.2015 wurde laut einem königlichen Erlass der Rat für Wirtschafts- und Entwicklungsfragen (CEDA) unter seinem Vorsitz eingerichtet. Am selben Tag erfolgte ein weiterer königlicher Erlass, der ihn zum Mitglied des Rats für Politik- und Sicherheitsangelegenheiten machte.
Mit dem Beschluss des Ministerrats vom 23.03.2015 wurde Prinz Mohammed bin Salman in als CEDA-Vorsitzender zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats des öffentlichen Investitionsfonds ernannt.
Mohammed bin Salman als Kronprinz
Am 21.06.2017 wurde er durch einen königlichen Erlass zum Kronprinzen ernannt. Dabei konnte er die Stimmen von 31 der 34 Mitglieder des Nachfolgeausschusses auf sich vereinen. Er wurde im Al-Safa-Palast in Mekka vereidigt und zum stellvertretenden Premierminister ernannt, wobei er sein Amt als Verteidigungsminister und andere ihm übertragene Aufgaben behielt.
Am 27.12.2018 wurde Prinz Mohammed bin Salman durch einen königlichen Erlass zum Vorsitzenden des Rats für Politik- und Sicherheitsangelegenheiten ernannt.
Durch einen weiteren königlichen Erlass wurde Kronprinz Mohammed bin Salman am 27.09.2022 zum Premierminister ernannt.
Aktuelle Positionen vom Prinz Mohammed bin Salman
Prinz Mohammed bin Salman hat verschiedene Führungspositionen im Königreich inne, darunter insbesondere die folgenden:
– Kronprinz des Dieners der beiden heiligen Stätten König Salman ibn Abd al-Aziz
– Premierminister
– CEDA-Vorsitzender
– Vorsitzender des Rates für Politik- und Sicherheitsangelegenheiten
– Vorsitzender des Verwaltungsrats des öffentlichen Investitionsfonds
– Vorsitzender des Obersten Rates des saudischen Ölkonzerns (Saudi Aramco)
– Präsident des Obersten Weltraumrats
– Vorsitzender des Verwaltungsrats von NEOM
– Vorsitzender des Verwaltungsrats von Red Sea Global
– Vorsitzender des Verwaltungsrats der Immobiliengesellschaft ROSHN
– Vorsitzender des Verwaltungsrats der Qiddiya für Investitionen
– Vorsitzender des Verwaltungsrats von der allgemeinen Behörde für Militärindustrie.
– Vorsitzender des Verwaltungsrats der Königlichen Kommission für die Stadt Riad
– Vorsitzender des Verwaltungsrats der Königlichen Kommission für Mekka und heilige Stätten
– Vorsitzender des Verwaltungsrats der Königlichen Kommission für Al-Ula
– Vorsitzender des Verwaltungsrats der Behörde für die Entwicklung von „Diriyah Gate“
– Vorsitzender des Verwaltungsrats des Diriyah-Unternehmens
– Vorsitzender des Kuratoriums der Prinz-Mohammed-bin-Salman-Hochschule für Wirtschaft und Unternehmertum
– Vorsitzender der Hohen Kommission zur Korruptionsbekämpfung
– Vorsitzender des Obersten Komitees für Forschung, Entwicklung und Innovation
– Vorsitzender des Obersten Komitees für die saudische Grüne Initiative
– Vorsitzender des Rates für königliche Naturschutzgebiete
– Vorsitzender des Kuratoriums für den Fonds für Märtyrer, Verwundete, Kriegsgefangene und Verschollene
– Vorsitzender des Verwaltungsrats der Soudah-Gesellschaft für Entwicklung
Politische Arbeit vom Prinz Mohammed bin Salman
Prinz Mohammed bin Salman in der lokalen Szene
Seine Königliche Hoheit Prinz Mohammed bin Salman ist zu verschiedenen Anlässen in Erscheinung getreten, um die bedeutenden Veränderungen im Zuge des Reformprozesses im Königreich durch stützende Fakten und Belege hervorzuheben. Zudem hat er seine Vision sowie seine Ideen und Ambitionen verdeutlicht und Zukunftsziele sowie Megaprogramme und -projekte vorgestellt, mit denen das Königreich und sein Volk den höchsten globalen Maßstäben gerecht werden soll.
Am 02.05.2017 legte Prinz Mohammed bin Salman in einem vom Sender Al-Saudiya übertragenen Interview die zentralen Punkte der saudischen Vision 2030 dar. Er erklärte, dass der Ausgangspunkt der Vision das Identifizieren von zehn Programmen war, die bis 2020 realisiert werden sollten. Diese Programme umfassten Indikatoren und Ziele für 24 staatliche Einrichtungen. Seit ihrem Start hat die saudische Vision 2030 dazu beigetragen, das Haushaltsdefizit zu verringern und das Wachstum der nicht auf Öl basierenden Einnahmen zu verdoppeln. Prinz Mohammed äußerte sich außerdem zur Rolle des öffentlichen Investitionsfonds als wichtigem Katalysator für den wirtschaftlichen Aufschwung des Königreichs und die Zunahme seiner Erträge. Zudem sprach er über das nationale Transformationsprogramm, Programme für den Wohnungsbau und die Bedeutung des Börsengangs von Aramco.
Er führte den Vorsitz bei der Ausgabe der Forums der Future Investment Initiative (FII) vom 23. bis 25.10.2018 in Riad, an der zahlreiche CEOs, Investoren und globale Entscheidungsträger teilnahmen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden 25 Verträge und Absichtserklärungen im Gesamtwert von mehr als 60 Mrd. USD unterzeichnet. Diese Vereinbarungen waren Teil des Nationalen Programms für industrielle Entwicklung und Logistik und konzentrierten sich auf vier wichtige Sektoren: Industrie, Bergbau, Energie und Logistik.
Am 13.01.2021 führte Prinz Mohammed den Vorsitz bei einer strategischen Dialogsitzung in Al-Ula im Rahmen des Weltwirtschaftsforums. An der Sitzung nahmen mehr als 160 einflussreiche internationale Wirtschaftsführer und Unternehmer aus 28 Sektoren und 36 Ländern teil. Bei der Sitzung hob Prinz Mohammed die bedeutenden Investitionsmöglichkeiten im Königreich mit einem Gesamtvolumen von rund 6 Bio. USD in den nächsten zehn Jahren hervor. Darin beinhaltet sind 3 Bio. USD, die für Investitionen in neue Projekte vorgesehen sind, die sich auf die in der saudischen Vision 2030 skizzierten Chancen stützen, mit dem Ziel, die bisher ungenutzten Möglichkeiten des Königreichs zu nutzen sowie neue und zukunftsträchtige Wachstumssektoren zu fördern.
Am 28.04.2021 bestätigte er in einem Fernsehinterview, dass das Königreich auf dem besten Weg sei, mehrere Ziele der Vision bereits vor 2030 zu erreichen. Er würdigte die wichtigen Entwicklungen im Königreich, wie z. B. die Umstrukturierung von Ministerien und die Gründung neuer Räte, die 2015 begonnen hatten. Er gab bekannt, dass der PIF das Ziel verfolgt, einen beträchtlichen Fonds mit einem Wachstum von mehr als 200 % in den nächsten fünf Jahren zu entwickeln. Für die Projekte des PIF außerhalb des Königreichs wird eine Rendite von über 10 % anvisiert. Zudem unterstrich er das Ziel des Fonds, seine Vermögenswerte bis 2030 auf 10 Bio. SAR aufzustocken. Darüber hinaus stellte er klar, dass der PIF mit der Gründung von ROSHN den Bau von 1 Mio. Wohneinheiten im Königreich anstrebt. Insgesamt sollen 4 Mio. Wohneinheiten bereitgestellt werden.
Am 17.04.2023 begrüßte Prinz Mohammed bin Salman vor dem Start der wissenschaftlichen Mission des Königreichs zur Internationalen Raumstation die saudischen Astronauten Rayyanah Barnawi, Ali Alqarni, Mariam Fardous und Ali Alghamdi. Rayyanah Barnawi ist die erste saudische, arabische und muslimische Astronautin, und der erste saudische Astronaut, der die Internationale Raumstation erreichte. Das verdeutlicht den Erfolg der Mission im Mai 2023. Prinz Mohammed bin Salman würdigte die Rolle des Raumfahrtsektors als einen der Faktoren bei der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Königreichs auf internationaler Ebene. Er unterstrich die Bedeutung der Weltraumforschung für die Wissenschaft und die Menschheit. Prinz Mohammed bin Salman erklärte, dass diese Bemühungen Ausdruck der Fähigkeiten und Ambitionen des saudischen Volkes seien, einen aktiven Beitrag zu den Innovationen und zur Weltraumforschung leisten zu wollen.
Prinz Mohammed bin Salman eröffnete die erste Ausgabe der von der GAMI organisierten World Defense Show 2022 vom 06.–09.03.2022. Außerdem war er Sponsor der am 22.03.2022 abgehaltenen Abschlussfeier der 101. Abschlussklasse der König-Faisal-Akademie der Luftwaffe.
Regionale diplomatische Tätigkeit vom Prinz Mohammed bin Salman
Bei seinen Besuchen und Touren in der Region hielt Prinz Mohammed bin Salman zahlreiche Sitzungen mit den Machthabern und Präsidenten von Ländern in der Region ab. Im Königreich empfing er sie ebenfalls. Motivation für diese Treffen war die große Bedeutung davon, die Beziehungen zu pflegen, Vereinbarungen für die Zusammenarbeit in wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Bereichen zu unterzeichnen sowie die Standpunkte bei internationalen Angelegenheiten abzustimmen.
Ende 2021 machte Prinz Mohammed bin Salman eine Reise durch die Länder des Golf-Kooperationsrats. Erste Station war ein Besuch im Sultanat Oman am 06.12.2021. Im Rahmen seines Besuchs traf er sich mit Sultan Haitham bin Tariq bin Taymur, dem Sultan von Oman.
Am 07.12.2021 reiste er für zwei Tage nach Abu Dhabi und traf dort Scheich Muhammad bin Zayid bin Sultan Al Nahyan, den Kronprinzen von Abu Dhabi und stellvertretenden Oberbefehlshaber der Streitkräfte (heute Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate). In den Gesprächen ging es um eine umfassende Bewertung der bestehenden Beziehungen, Möglichkeiten für eine bilaterale Zusammenarbeit und vielversprechende Möglichkeiten für die Entwicklung in zahlreichen Bereichen angesichts der besonderen strategischen Partnerschaft beider Länder sowie um regionale und internationale Angelegenheiten von gemeinsamem Interesse.
Bei seinem Besuch im Staat Katar am 08.12.2021 traf sich Prinz Mohammed bin Salman mit Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani, dem Prinzen von Katar. Im Kern der Gespräche standen die brüderlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, Strategien zur Verbesserung der Kooperation in verschiedenen Sektoren und die Neuigkeiten auf regionalen und internationalen Ebenen.
Sein Besuch im Königreich Bahrain am 09. und 10.12.2021 beinhaltete eine offizielle Diskussionssitzung mit König Hamad bin Isa Al Chalifa, dem König des Königreichs Bahrain. Bei dem Treffen unterstrichen beide Seiten die Bedeutung des Abkommens von Al-Ula vom 05.01.2021. Ebenfalls hervorgehoben wurde die umfassende und präzise Umsetzung der Vision des Dieners der beiden Heiligen Stätten, König Salman bin Abdulaziz Al Saud, die im Rahmen der 36. Sitzung des Obersten Rates der Oberhäupter der Staten des Golf-Kooperationsrats unter Einhaltung eines spezifischen Zeitplans und sorgfältiger Überwachung gebilligt wurde.
Den Abschluss dieser Reise bildete der Besuch des Staates Kuwait, wo es am 10.12.2021 zu einem Treffen mit dem Herrscher von Kuwait, Scheich Nawaf al-Ahmad al-Dschabir as-Sabah, und dem Kronprinzen und aktuellen Herrscher von Kuwait, Scheich Mischal al-Ahmad al-Dschabir as-Sabah, kam.
Im Rahmen seines Besuchs am 21.06.2022 traf sich Prinz Mohammed bin Salman mit König Abdullah II. bin al-Hussein, dem König des Haschemitischen Königreichs Jordanien. Im Kern der Gespräche standen die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden brüderlich verbundenen Ländern, Möglichkeiten für die gemeinsame Zusammenarbeit sowie Strategien zur Verbesserung der Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen. Außerdem erörtert wurden regionale und internationale Entwicklungen sowie koordinierte Maßnahmen als Reaktion auf diese Entwicklungen.
Auf Einladung des Präsidenten der Arabischen Republik Ägypten, Präsident Abd al-Fattah as-Sisi, stattete Prinz Mohammed bin Salman der Arabischen Republik Ägypten am 20. und 21.06.2022 einen Besuch ab. Beide Parteien verständigten sich darauf, die wirtschaftliche Partnerschaft im Bereich der Investitionen und des Handels zwischen den beiden Ländern durch Investitions- und Handelsabkommen sowie Vereinbarungen zwischen den Privatsektoren im Königreich und in Ägypten im Gesamtwert von 8 Mrd. USD zu intensivieren. Zudem wurde die Zusammenarbeit im Bereich der erneuerbaren Energien durch ein Bauprojekt für ein 10-GW-Elektrizitätswerk vereinbart.
Zudem folgte Prinz Mohammed bin Salman einer Einladung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und besuchte am 22.06.2022 die Republik Türkei. Im Rahmen einer offiziellen Gesprächsrunde brachten die beiden Parteien ihr gemeinsames Engagement für eine bessere Zusammenarbeit in den bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, die sich über politische, wirtschaftliche, militärische und kulturelle Bereiche erstrecken sollen, zum Ausdruck. Die beiden Parteien befassten sich zudem mit den Standpunkten zu wichtigen regionalen und internationalen Entwicklungen von beiderseitigem Interesse.
Der zweite Gipfel der Grünen Initiative für den Nahen Osten fand am 07.11.2022 unter dem gemeinsamen Vorsitz von Seiner Königlichen Hoheit Prinz Mohammed bin Salman und dem Präsidenten der Arabischen Republik Ägypten, Abd al-Fattah as-Sisi, in Scharm El-Scheich in Ägypten statt.
Am 19.05.2023 führte Prinz Mohammed bin Salman in Dschidda den Vorsitz über die 32. regelmäßige Sitzung des Rates der Arabischen Liga auf höchster Ebene.
Am 18.07.2023 hielten der Kronprinz und der Präsident der Republik Türkei im Al-Salam-Palast in Dschidda eine offizielle Gesprächsrunde sowie ein bilaterales Treffen ab. Bei diesem Termin wurden vier Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet, die den Energiebereich, den Ausführungsplan für Zusammenarbeit in den Bereichen Ressourcen, Rüstung, Forschung und Entwicklung, Direktinvestitionen und Medien umfassen. Zudem wurden zwei Verträge mit dem türkischen Unternehmen Baykar zum Abschluss gebracht.
Am 19.07.2023 führte er den Vorsitz beim Gipfeltreffen der Länder des Golf-Kooperationsrats und Zentralasiens (C5) in der Stadt Dschidda. Bei dem Gipfel kamen die Staatsoberhäupter aus dem Königreich, den VAE, Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Usbekistan, Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan und Kirgisistan zusammen. Bei den Diskussionen ging es um wirtschaftliche Zusammenarbeit, Handel, Investitionen, Ernährungssicherheit und Energie sowie um regionale und internationale Angelegenheiten.
Internationale diplomatische Bemühungen vom Prinz Mohammed bin Salman
Der Kronprinz unternahm zahlreiche gegenseitige Besuche und Touren mit Führungspersönlichkeiten und Herrschern von mehreren Ländern von vier Kontinenten. Er führte die Delegation des Königreichs bei wichtigen globalen Veranstaltungen an. Aufgrund seiner historischen strategischen Bedeutung blieb das Königreich auch weiterhin ein wichtiges und beliebtes Reiseziel für zahlreiche führende Politiker und Staatsoberhäupter aus aller Welt, die zudem bilaterale Treffen mit dem Kronprinzen anstrebten, um die Beziehungen zu vertiefen sowie Vereinbarungen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur, Entwicklung und Umwelt zu unterzeichnen.
Auslandbesuche vom Prinz Mohammed bin Salman
Am 31.08.2016 stattete Prinz Mohammed bin Salman China einen offiziellen Besuch ab und traf dort den chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Sie sprachen über die bestehenden bilateralen Beziehungen, beurteilten die Erfolge und erörterten Möglichkeiten zum Ausbau der strategischen Zusammenarbeit der beiden Länder. Außerdem sprachen sie über aktuelle regionale und internationale Ereignisse und Themen. Die Beziehungen zu China wurden erheblich ausgebaut und verbessert, was zu einer Reihe von Vereinbarungen in verschiedenen Sektoren führte. Darüber hinaus traf er sich in seiner Residenz in Peking mit einer Gruppe saudischer Studierende, die an chinesischen Universitäten eingeschrieben sind.
Am 30.05.2017 besuchte er die Russische Föderation. Im Rahmen seines Besuchs traf er sich mit dem Präsidenten Wladimir Putin und verschiedenen hohen Beamten, um über die bilateralen Beziehungen zu sprechen. Zudem wurde eine spezielle Vereinbarung für verschiedene militärische Bereiche unterzeichnet.
Am 20.03.2018 landete Prinz Mohammed bin Salman für einen offiziellen Besuch in den Vereinigten Staaten von Amerika. Im Rahmen seines Besuchs unterstützte er die feierliche Unterzeichnung einer Vereinbarung, die ein gemeinsames Projekt zur Lokalisierung von mehr als 55 % der Instandhaltung, Reparatur und Überholung von Militärflugzeugen im Königreich vorsieht. Die Vereinbarung beinhaltete zudem den Transfer von Technologie zur Integration von Waffen für diese Flugzeuge sowie die Lokalisierung der Lieferkette für Ersatzteile im Königreich. Diese Vereinbarung soll helfen, die saudische Vision 2030 zu realisieren und Prinz Mohammed bin Salmans Ziel, bis 2030 50 % der Militärausgaben zu lokalisieren, zu erreichen. Unterzeichner der Vereinbarung waren saudische Gesellschaft für Militärindustrie und Boeing.
Im Rahmen seines Besuchs traf der Kronprinz saudische Ingenieure der King Abdulaziz City for Science and Technology (KACST), die gemeinsam mit Ingenieuren des US-amerikanischen Unternehmens Lockheed Martin im Hauptsitz des Unternehmens im Silicon Valley in San Francisco, USA, am Bau des ersten saudischen Satelliten (SGS-1) arbeiteten. Er versah den ersten saudischen Satelliten mit den Worten „Über den Wolken“. Das Königreich, vertreten durch die KACST, kündigte den Start des Satelliten für den 05.02.2019 an. Dieser sollte von der Rakete Ariane 5 vom Raumfahrtzentrum Guayana in Frankreich aus erfolgen.
Am 17.02.2019 kam Prinz Mohammed bin Salman zu einem offiziellen Besuch in die Islamische Republik Pakistan und traf sich in Islamabad mit dem Premierminister von Pakistan.
Einen bedeutenden Wendepunkt in den saudisch-japanischen Beziehungen markierte der Besuch von Prinz Mohammed bin Salman, als er im Juni 2019 am G20-Gipfel in der Stadt Osaka teilnahm.
Bei diesem Besuch wurden mehrere Vereinbarungen zwischen beiden Ländern unterzeichnet, u. a. über den Ausbau des kulturellen Austauschs, den Kampf gegen Fälschungen sowie die Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit dem Ziel der Verbesserung von deren Wettbewerbsfähigkeit auf globalen Märkten. Weitere Vereinbarungen betrafen die Bereiche Energie, Industrie, internationale Entwicklung und Investitionen, Informationsaustausch sowie Nachrichten.
Am 26.07.2022 traf Prinz Mohammed bin Salman in der griechischen Hauptstadt Athen den Premierminister Griechenlands. Dieses Treffen fand im Rahmen eines Gipfels statt, bei dem Aspekte der bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern erörtert, Möglichkeiten in verschiedenen Bereichen identifiziert sowie Strategien für deren Entwicklung formuliert wurden mit dem Ziel, gemeinsame Interessen zu verfolgen. Dieses Treffen mündete in einer Vereinbarung zur Gründung des saudisch-griechischen Rates für strategische Partnerschaft.
Er führte die Delegation des Königreichs beim G20-Gipfel am 15.11.2022 in Bali, Republik Indonesien, an. Durch diesen Besuch konnten die Zusammenarbeit und die Beziehungen zwischen dem Königreich und Indonesien in allen Bereichen gestärkt werden. Das brachte eine strategische Partnerschaft auf den Weg und eröffnete weitere Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit beider Länder in der Zukunft.
Im weiteren Verlauf seiner Asienreise besuchte er am 16.11.2022 offiziell Seoul, die Hauptstadt der Republik Südkorea, und traf sich dort mit dem koreanischen Premierminister Han Duck-soo.
Am 17.11.2022 erreichte er für einen offiziellen Besuch das Königreich Thailand, wo er die Delegation des Königreichs beim Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft in Thailand anführte.
In der Hauptstadt Bangkok traf er den thailändischen Premierminister und Verteidigungsminister, General Prayut Chan-o-cha. Bei diesem Besuch wurden mehrere Absichtserklärungen in den Bereichen Investition, Energie und Tourismus unterzeichnet sowie der Saudisch-thailändische Koordinierungsrat eingerichtet.
Am 07.06.2023 kam er im Al-Salam-Palast in Dschidda mit US-Außenminister Antony Blinken zusammen. Bei dem Treffen wurden die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern bewertet sowie Bereiche zur Kooperation auf verschiedenen Gebieten und Möglichkeiten zu deren Förderung erörtert. Ebenfalls Gegenstand der Gespräche waren die Entwicklung verschiedener regionaler und internationaler Sachverhalte sowie die in diesem Bereich unternommenen Anstrengungen.
Bei seinem Besuch in der Republik Frankreich am 16.06.2023 traf er sich in der Hauptstadt Paris mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Sie beleuchteten die historischen und strategischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern und suchten nach Wegen für deren Entwicklung in allen Bereichen, um gemeinsam befreundeten Nationen und deren Völkern Nutzen zu bringen. Darüber hinaus tauschten sie sich über ihre Standpunkte im Hinblick auf aktuelle internationale und regionale Entwicklungen aus, um darauf mit gemeinsamen Maßnahmen zu reagieren.
Er führte die Delegation des Königreichs bei einem Gipfel für einen neuen globalen Finanzpakt an, der am 22. und 23.06.2023 in Paris stattfand. Bei dem Gipfel wurden die Möglichkeiten für einen neuen Konsens für ein globales Finanzsystem, das reaktionsfähiger, gerechter und inklusiver ist, geprüft sowie Themen wie Ungleichheit, Klimawandel, Armut und Schutz der Biodiversität erörtert. Dabei wurden Einigungen über die besten Möglichkeiten zur Bewältigung dieser Herausforderungen in armen Ländern, Entwicklungsländern und Schwellenländern erzielt.
Er führte die Delegation des Königreichs beim G20-Gipfel am 09.09.2023 in Neu-Delhi, Indien, an. Bei seinem Besuch traf er sich am 11.09.2023 mit der indischen Präsidentin Draupadi Murmu. Zusammen mit Premierminister Narendra Modi führte er den Vorsitz bei der (ersten) Sitzung des saudisch-indischen Rates für strategische Partnerschaft.
Am 05.12.2023 erreichte er für einen offiziellen Besuch den Staat Katar, wo er sich mit dem Emir, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, traf. Bei diesem Besuch führte er zudem die Delegation des Königreichs bei der 44. Sitzung des Obersten Rates der Oberhäupter der Staaten des Golf-Kooperationsrats sowie bei der 7. Sitzung des saudisch-katarischen Koordinationsrats an. Der Kronprinz führte gemeinsam mit dem Emir von Katar den Vorsitz über die 7. Sitzung des saudisch-katarischen Koordinationsrats.
Darüber hinaus führte er die Delegation des Königreichs bei der 33. Sitzung des Rates der Arabischen Liga auf höchster Ebene, die am 16.05.2024 in Manama im Königreich Bahrain abgehalten wurde.
Am 15.10.2024 reiste er in die Republik Ägypten und traf dort Präsident Abd al-Fattah as-Sisi. Der Kronprinz und der ägyptische Präsident begleiteten die Unterzeichnung einer Vereinbarung über die Gründung des Obersten Saudisch-ägyptischen Koordinationsrats unter ihrem gemeinsamen Vorsitz.
Darüber hinaus führte er die Delegation des Königreichs bei der 45. Sitzung des Obersten Rates der Oberhäupter der Staaten des Golf-Kooperationsrats, die am 01.12.2024 in Kuwait abgehalten wurde.
Prinz Mohammed bin Salman als Verteidigungsminister
Seit Antritt des Ministeramts arbeitet Prinz Mohammed bin Salman auf die Verbesserung des Verteidigungsministeriums hin. Er führte den Reformprozess an, indem er im Rahmen des Entwicklungsplans des Verteidigungsministeriums für die Förderung der militärischen Produktion die notwendigen Maßnahmen zur Modernisierung des Ministeriums umsetzte.
Die Entwicklung umfasste die Umsetzung von 308 Initiativen sowie die Einführung einer neuen organisatorischen Struktur für das Verteidigungsministerium ebenso wie für die Streitkräfte. Darüber hinaus wurde das Kommando über die Streitkräfte vorbereitet, um die Sicherheit, die Interessen und die Unabhängigkeit des Königreichs zu schützen und gegen Angriffe von außen zu verteidigen. Durch die Zusammenarbeit mit allen staatlichen Ministerien sollte für Sicherheit und Stabilität gesorgt werden.
Am 17.05.2017 wurde Saudi Arabian Military Industries (SAMI) als nationale Einrichtung im vollständigen Besitz des PIF gegründet. Damit wird das Ziel verfolgt, die Rüstungsindustrie im Königreich zu entwickeln und zu fördern sowie eine Eigenversorgung zu erreichen, indem 50 % der Rüstungsausgaben lokalisiert werden. Das steht im Einklang mit den Zielen der saudischen Vision 2030. Ziel von SAMI ist ein Platz unter den 25 größten Rüstungsunternehmen weltweit.
Ebenso wurde am 14.08.2017 die Allgemeine Behörde für die Rüstungsindustrie (GAMI) gegründet, die als gesetzgebende Stelle für die Rüstungsbranche im Königreich fungieren soll. Die GAMI ist dafür zuständig, die Rüstungsindustrie zu regulieren und zu entwickeln sowie ihre Leistung zu überwachen.
Operation „Sturm der Entschlossenheit“
Mit dem Ziel, den Frieden und die Sicherheit in der Region und auf der ganzen Welt zu fördern, terroristische Machenschaften zu verhindern, die Legitimität des Jemen zu unterstützen sowie die Souveränität und den Schutz des Königreichs vor offensichtlichen Versuchen der Einflussnahme aufrechtzuerhalten, ordnete der Diener der beiden Heiligen Stätten König Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud am 25.03.2015 den Beginn der Operation „Sturm der Entschlossenheit“ gegen die Huthis im Jemen an. Diese Entscheidung erfolgte auf eine entsprechende Bitte des jemenitischen Präsidenten. Prinz Mohammed bin Salman übernahm bei der Operation „Sturm der Entschlossenheit“ das Kommando über die internationale Koalition. Die ersten Einsätze und Luftschläge wurden am 26.03.2015 in der Einsatzzentrale der Royal Saudi Air Force, von der aus die Operation „Sturm der Entschlossenheit“ geleitet wurde, veranlasst.
Am 21.04.2015 gab ein Sprecher der Koalitionstruppen den Abschluss der Operation „Sturm der Entschlossenheit“ bekannt, nachdem in Zusammenarbeit mit den Koalitionspartnern die militärischen Ziele erreicht worden waren. Die saudischen Landstreitkräfte und der saudische Grenzschutz führten ihre Maßnahmen zur Absicherung der Südgrenze des Königreichs fort, um jegliche Versuche, die die Sicherheit der Grenzen gefährden könnten, abzuwehren. Zusätzlich verhängten sie eine Seeblockade für die Hoheitsgewässer und Häfen. Es wurden Evakuierungs- und Hilfsmaßnahmen eingeleitet, um die Sicherheit und Stabilität in Jemen wiederherzustellen, was ebenfalls zu den Zielen der Operation „Sturm der Entschlossenheit“ gehörte.
Einführung der Strategie des Verteidigungsministeriums
Im Umsetzung der Anweisungen von Prinz Mohammed bin Salman entwickelte das Verteidigungsministerium seine Strategie im Rahmen des Entwicklungsprogramms des Verteidigungsministeriums. Ziel war es, zu den weltweit besten Streitkräften zu gehören sowie die qualitative Exzellenz, Bereitschaft und integrierten Möglichkeiten, mit denen allen Bedrohungen jeglicher Art begegnet werden könnte, zu zeigen. Es wurden die folgenden fünf Hauptziele ausgerufen:
– Erreichen gemeinsamer operativer Exzellenz und Differenzierung
– Entwickeln der organisatorischen Leistung des Verteidigungsministeriums
– Entwickeln der individuellen Leistungen und Steigern der Moral
– Verbessern der Ausgabeneffizienz und Fördern der Lokalisierung der militärischen Fertigung
– Aufwerten von Ausrüstung und Waffen
Prinz Mohammed bin Salman ist Vorsitzender des Verwaltungsrats von GAMI. Die GAMI ist dafür zuständig, die Militärindustrie im Königreich zu lokalisieren, zu regulieren und zu entwickeln sowie für eine nachhaltige lokale militärische Fertigung zu sorgen mit dem Ziel, bis 2030 eine Lokalisierungsrate von mehr als 50 % der staatlichen Ausgaben für militärische Ausrüstung und Dienste zu erreichen.
Für die Lokalisierung der Militärindustrie im Königreich arbeitet die Behörde in enger Abstimmung mit Partnern aus dem öffentlichen und privaten Sektor. Das beinhaltet auch, lokale und internationale Hersteller zu fördern und ihnen Lizenzierungsmöglichkeiten zu eröffnen, damit diese in ein attraktives militärisch-industrielles Umfeld investieren können, das erstklassige Investitionschancen und Anreize bietet. Gleichzeitig soll die Einbindung nationaler Kompetenzen gefördert werden, um den Lokalisierungsprozess zu unterstützen.
Die Behörde konnte erfolgreich das vielseitig einsetzbare Überwachungssystem „Zarqa al-Yamama-Zali“ lokalisieren, das von der National Company for Mechanical Systems produziert wurde.
Zudem stellte sie „Al-Dahna“ vor, ein militärisches Panzerfahrzeug aus heimischer Fertigung. Des Weiteren wurde das erste schnelle Abfangschiff (HSI 32) aus heimischer Fertigung lokalisiert und vorgestellt, ebenso wie der erste Schwimmdock.
Diese Maßnahmen unterstützen die Entstehung von Arbeitsplätzen im öffentlichen und privaten Sektor, fördern den Technologietransfer, treiben durch den Ausbau der nicht auf Öl basierenden Einnahmen voran und stärken die Rolle lokaler KMUs. Das trägt dazu bei, die saudische Wirtschaft als Ganze zu unterstützen und nationale Schwerpunkte zu erreichen. Das beinhaltet u. a. den Aufbau von Kapazitäten, die Steigerung der Effizienz, die Förderung von gemeinsamen Operationen unter allen Sicherheits- und Militäreinrichtungen sowie den Aufbau einer nachhaltigen lokalen Rüstungsindustrie.
Lokalisierung der Militärindustrie
Einstieg in die Kernenergie
Angesichts der großen Bedeutung von nuklearwissenschaftlichen und technologischen Anwendungen für die Bewältigung von entwicklungspolitischen Herausforderungen und die Erfüllung der Anforderungen verschiedener nationaler Sektoren, gepaart mit Tatsache, dass sich laut einer Erklärung von Prinz Mohammed bin Salman mehr als 5 % der weltweiten Uranreserven im Besitz des Königreichs befinden, erging am 14.06.2017 von höchster Stelle die Anordnung für den Beginn des „Nationalen Kernenergieprojekts“. Dieses Projekt soll den Einstieg des Königreichs in die friedliche Nutzung von Kernenergie ermöglichen, da diese dem Königreich die Möglichkeit zur Entwicklung einer sicheren, effizienten, zuverlässigen und umweltfreundlichen Energiequelle eröffnet. Das Projekt beinhaltet den Bau von großen Kernreaktoren für die Erzeugung hoher elektrischer Leistung, die Lokalisierung von Technologien und den Bau von kleinen Modularreaktoren, die Einleitung des Kernbrennstoffkreislaufs als ersten Schritt in Richtung Selbstversorgung bei dessen Herstellung sowie den Aufbau der Nuklearen Aufsichtsbehörde.
Die King Abdullah City for Atomic and Renewable Energy hat die Saudi Nuclear Energy Holding Company gegründet, deren Aufgabe die Teilnahme an nationalen und internationalen nuklearen Wirtschaftsprojekten ist. Außerdem ist das Unternehmen für den Betrieb und die Entwicklung von nuklearen Anlagen zur Erzeugung von Strom, entsalztem Wasser und thermalen Anwendungen zuständig. Zu seinen Aufgaben gehört außerdem, eine Strategie zum Ausbau des Humankapitals im Bereich der Kernenergie zu erarbeiten und mit internationalen Forschungseinrichtungen im Bereich der Kernenergie zusammenzuarbeiten. Zu den Zielen des Unternehmens gehört der Aufbau einer nationalen digitalen Plattform, um die menschlichen Fähigkeiten im Bereich der Kernenergie zu entwickeln und anzulocken, das Beitragen zur Entwicklung des Länderrahmenprogramms für 2022–2027 sowie das Einführen von Kernenergie, um den nationalen Energiemix aufzuwerten.
Am 13.03.2018 erfolgte auf Beschluss des Ministerrats die Gründung einer mit der nuklearen Sicherheit befassten unabhängigen Stelle, der Nuklearen Aufsichtsbehörde. Die Behörde ist für die Überwachung und Bewältigung von radiologischen und nuklearen Notstandssituationen im Königreich zuständig und ist ein wichtiger Bestandteil des nationalen Reaktionsplans für radiologische und nukleare Notstandssituationen.
Bemühungen vom Prinz Mohammed bin Salman
Justiz
Seit Bekanntgabe der saudischen Vision 2030 hat Prinz Mohammed bin Salman die Einführung verschiedener juristischer Beschlüsse und Gesetze angeordnet, die die Effizienz und Integrität des Justizsystems im Königreich verbessern sollen. Dazu gehört die Verabschiedung neuer Gesetze zur strikten Wahrung der Grundsätze von Gerechtigkeit und Menschenrechten, Förderung der Transparenz, Verbesserung der Lebensqualität sowie zur Realisierung einer umfassenden Entwicklung.
Mit dem Ziel, rechtlich-institutionelle Strukturen aufzubauen und öffentliche Richtlinien festzulegen, wurden zwischen 2016 und 2020 zahlreiche Rechtsvorschriften eingeführt, darunter 60 neue Gesetze, 77 Vorschriften, 36 organisatorische Regelungen sowie 24 neue Verordnungen.
Prinz Mohammed bin Salman enthüllte vier Gesetzestexte, die einen bedeutenden qualitativen Wandel im justiziellen Rechtssystem bedeuten. Sie legen die Grundsätze fest, die in festen Bezügen innerhalb der gerichtlichen Arbeit verwurzelt sind und umfassen das Gesetz über Nachweise, das Familiengesetz, das Gesetz über zivilrechtliche Vorgänge sowie das Strafgesetz über Sanktionen nach Ermessen.
Am 28.12.2021 verabschiedete der Ministerrat das Gesetz über Nachweise als Reaktion auf die Anforderungen in den gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Lebensbereichen. Die Zustimmung zu diesem Gesetz gilt als Beitrag zu einer Verbesserung der Gesetzgebung zum Schutz von Gesellschaft, Personen, Rechten und Eigentum.
Am 08.03.2022 wurde das Familiengesetz verabschiedet, das im Wesentlichen die folgenden Ziele verfolgt: Schutz der Menschenrechte; Förderung der Stabilität von Familien; Stärkung der Rolle der Frauen; Verbesserung der Stellung von Familien und Kindern; Einschränkung des Ermessensspielraums von Richtern, um die Unterschiede bei richterlichen Entscheidungen in solchen Angelegenheiten zu minimieren.
Die Verabschiedung des Gesetzes über zivilrechtliche Vorgänge erfolgte am 13.06.2023. Dieses fußt auf Grundsätzen, die darauf abzielen, Eigentum zu schützen, die Stabilität und Verbindlichkeit von Verträgen zu gewährleisten, die Entstehung von Rechten und Pflichten sowie deren Konsequenzen festzulegen und die rechtlichen Positionen darzulegen. Dies wirkt sich positiv auf das geschäftliche Umfeld aus, trägt zur Organisation der Wirtschaftstätigkeiten bei, stabilisiert finanzielle Rechte, erleichtert die Entscheidungsfindung bei Investitionen, erhöht die Transparenz, steigert die Vorhersehbarkeit von Urteilen im Bereich von zivilrechtlichen Vorgängen und verringert die Ungleichheiten bei der gerichtlichen Rechtsprechung, was eine effektivere Justiz sowie eine geringere Anzahl von Streitfällen zur Folge hat.
2022 erließ der Oberste Gerichtshof das Gesetz über Gerichtskosten, das arglistige und fingierte Gerichtverfahren verhindern, die präventive Justiz stärken sowie die Dokumentation von Verträgen verbessern soll. Darüber hinaus erfüllte der Oberste Gerichtshof die Anforderungen eines Projekts zu dessen umfassender digitaler Transformation, was den Begünstigten Zeit und Arbeit ersparen soll. Zudem hat der Gerichtshof die einheitliche E-Plattform „Najiz“ für Gerichtsdienstleistungen eingeführt, die alle von Gerichten und Notaren erforderten Dienstleistungen über ein einheitliches elektronisches Portal anbietet. Die Plattform ermöglicht allen Bürgern, Bewohnern und Branchen einen einfacheren und schnelleren Zugang zu elektronischen Gerichtsdienstleistungen.
Das Ministerium für Justiz hat die Plattform „Taradhi“ eingeführt, die persönliche oder virtuelle Begegnungen zwischen den beteiligten Parteien, Schlichtern des Ministeriums für Justiz und zugelassenen Schlichtern ermöglicht, um den Aussöhnungsprozess durchzuführen und zu einer für alle an dem Streitfall beteiligten Parteien akzeptablen Lösung zu kommen. Die Plattform nutzt vollständig automatisierte Verfahren, vom Einreichen von Schlichtungsanträgen bis zu deren Abschluss durch Aushändigen eines Schlichtungsdokuments oder eines Beschlusses, dass keine Schlichtung möglich ist.
Das 2017 gegründete Höhere Verwaltungsgericht fungiert als letzte und höchste Instanz der Verwaltungsgerichtsbarkeit im Königreich. Es prüft angefochtene Urteile sowie Urteile des Verwaltungsberufungsgerichts.
Die Beschwerdekammer hat die Gerichtliche Leitstelle eingerichtet, ein wichtiger Schritt für den Abschluss des umfassenden Entwicklungsprojekts. Das Projekt soll den Übergang des Gerichtswesen von traditionellen zu modernen Verfahren realisieren, indem alle Unterlagen und Abschnitte digitalisiert werden. Dadurch konnte die Geschwindigkeit, Genauigkeit und Qualität der Aufgabenausführung und Ergebnisse enorm gesteigert werden. Das Verfahrensrecht vor der Beschwerdekammer wurde am 04.09.2021 verabschiedet.
Der Standard für verspätete Gerichtsverfahren wurde bei Verwaltungsgerichten auf 150 Tage ab Einreichen der Klage sowie bei Verwaltungsberufungsgerichten auf 120 Tage ab Einreichen der Klage in den verschiedenen Regionen des Königreichs geändert. Dadurch konnte die Effizienz der gerichtlichen Arbeit erhöht und die Transparenz verbessert werden.
Dank dieser Maßnahmen konnte das Königreich in verschiedenen juristischen, rechtlichen und gesetzlichen Indikatoren beträchtliche Fortschritte machen, wie aus dem Global Competitiveness Report 2019 des Weltwirtschaftsforums in Davos, Genf, hervorgeht. Dank dieser Fortschritte kam das Königreich im Index für „richterliche Unabhängigkeit“ auf den weltweit 16. Rang und konnte damit auf internationaler Ebene acht Plätze nach oben klettern.
In Bezug auf die Effizienz des Rechtsrahmens bei der Beilegung von Streitigkeiten ist das Königreich um vier Plätze auf den 17. Rang weltweit geklettert. Zudem belegt es weiterhin den weltweit 11. Platz im Index für die „Anpassungsfähigkeit des Rahmens an digitale Geschäftsmodelle“. Des Weiteren hat sich das Königreich bei der Effizienz des Rechtsrahmens bei der Anfechtung von Vorschriften um elf Positionen auf den weltweit 18. Rang verbessert.
Das Königreich erreichte den 3. Platz unter den G20-Ländern sowie den weltweit 11. Platz im Bereich der technischen Governance und überholte damit Großbritannien (Platz 15) und China (Platz 24).
Politik
Prinz Mohammed bin Salman strebt für das Königreich eine innen- und außenpolitische Linie an, die die Sicherheit und Souveränität des Landes stärkt und zur Verbesserung von dessen Ansehen beiträgt, und zwar durch Nutzung der menschlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Möglichkeiten, durch die lange Tradition, gute Beziehungen zu den Nachbarländern zu pflegen, sowie durch eine ausgewogene und scharfsinnige globale Haltung. Gleichzeitig sollen die Grundprinzipien und Konstanten des Königreichs aufrechterhalten werden.
Innenpolitisch hat Prinz Mohammed bin Salman durch eine Reihe von Reformen, Initiativen und Programmen dem saudischen Volk Priorität eingeräumt. Er hat Maßnahmen gegen Korruption ergriffen, um das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Königreichs zu steigern. Zudem hat der Ministerien, Räte und Behörden umstrukturiert und ihnen klare Ziele vorgegeben. Führungspositionen werden nunmehr vorrangig an kompetente und qualifizierte Personen vergeben, die in der Lage sind, die nationalen Transformationsmaßnahmen umzusetzen und erstklassige Dienstleistungen zu erbringen. Prinz Mohammed bin Salman hat die saudische Vision 2030 ins Leben gerufen, die auf einer lebendigen Gesellschaft, einer florierenden Wirtschaft und einer ambitionierten Nation fußt. Jede dieser Säulen beinhaltet zahlreiche Initiativen und Events, die darauf ausgerichtet sind, Exzellenz im Bereich der Leistungen staatlicher Stellen zu erreichen und die zur Verbesserung der Faktoren für eine stärkere wirtschaftliche Teilhabe erforderliche Infrastruktur aufzubauen, den Lebensstandard der Menschen zu verbessern sowie die Erwerbslosigkeit zu verringern, indem in zahlreichen Sektoren neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden.
Zu seinen innenpolitischen Maßnahmen gehörte zudem die Entwicklung der sozialen und kulturellen Infrastruktur. Die Ermächtigung der saudischen Frauen wurde durch zahlreiche Beschlüsse, Rechtsvorschriften und Gesetze, die ihre Stellung in der Gesellschaft verbessern, beschleunigt. Diese Maßnahmen haben es Frauen ermöglicht, in allen Bereichen und auf allen Ebenen aktiv zur nationalen Entwicklung beizutragen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Rolle der saudischen Jugendlichen zu verbessern, indem Arbeitsplätze, ein für ihre Kreativität und Entwicklung förderliches Umfeld sowie neue Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer kreativen Energie geschaffen werden.
Im Rahmen von Prinz Mohammed bin Salmans Vision verfolgt das Königreich einen dynamischen außenpolitischen Weg und reagiert proaktiv auf geopolitische und geostrategische Veränderungen. Es wurden Investitionen in nationale Elemente getätigt, z. B. politische Einflussnahme, ökonomische Stärke, spirituelle Stellung und enge Zusammenarbeit mit globalen Führungspersönlichkeiten. Hinzu kommen die Ausweitung der internationalen Beziehungen sowie die Diversifizierung der wirtschaftlichen Verbindungen des Königreichs. Außerdem hat Saudi-Arabien seine Bezugsquellen für Waffen und seine militärischen Fähigkeiten erweitert, um nicht auf einen einzigen Anbieter angewiesen zu sein. Darüber hinaus kontrolliert das Land die Ölpreise, um die Interessen des Königreichs zu schützen.
Seine Königliche Hoheit der Kronprinz hat Besuche und Touren in Länder der Region, der Golfregion und der ganzen Welt unternommen, um vorhandene Kooperationen zu verbessern sowie neue Wege zu eröffnen, die den Veränderungen auf internationaler Ebene gerecht werden. Er hat zahlreiche Weltführer empfangen sowie sicherheitspolitische, politische und wirtschaftliche Vereinbarungen unterzeichnet, die zur Stärkung der Beziehungen Saudi-Arabiens mit wichtigen Ländern beigetragen haben.
Wirtschaft
Zu den wichtigsten Zielen von Kronprinz Mohammed bin Salman gehören die Entwicklung der heimischen Wirtschaft und die Erhöhung des BIP im Königreich. Teil der saudischen Vision 2030 ist der Aufbau eines stabilen wirtschaftlichen Fundaments mit dem Ziel, durch die Diversifikation der Wirtschaft und die Verringerung der Abhängigkeit von den Einnahmen aus dem Ölgeschäft die ökonomische Flexibilität zu erhöhen. Zu diesem Zweck sollen die natürlichen Ressourcen des Königreichs sowie dessen geografische und kulturelle Position am Schnittpunkt von drei Kontinenten genutzt werden. Ziel der Vision ist, die saudische Wirtschaft zu diversifizieren und nachhaltig zu gestalten, indem die Produktivität gesteigert und der Beitrag des Privatsektors zur Gestaltung der ökonomischen Ressourcen erhöht wird.
Das Königreich hat verschiedene Strukturreformen im Wirtschafts- und Finanzbereich in die Wege geleitet, um die Wachstumsraten der Wirtschaft zu erhöhen und gleichzeitig die finanzielle Stabilität und Nachhaltigkeit zu sichern. Dazu gehören die Entwicklung des geschäftlichen Umfelds im Königreich sowie Maßnahmen, dem Privatsektor die Unterstützung der wirtschaftlichen Diversifikation zu ermöglichen. Hinzu kommen Investitionen in bisher unerschlossene Sektoren, das Verbessern des Investitionsumfelds, das Weiterentwickeln der Bankengesetze sowie das Steigern der Attraktivität für Investoren aus dem In- und Ausland.
2015 wurde mit dem Beschluss Nr. (270) des Ministerrats der PIF mit dem CEDA verbunden, wobei Prinz Mohammed bin Salman als Vorsitzender installiert wurde. Das hat dazu beigetragen, dass durch den Besitz führender Anlageportfolios neue Sektoren entstanden, Arbeitsplätze geschaffen und Unternehmen gegründet wurden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf zukunftsträchtigen Chancen auf lokaler und globaler Ebene, was den PIF als einen der weltweit größten unabhängigen Fonds positioniert.
2016 wurde das National Transformation Program ins Leben gerufen, um die Regierungsleistung zu verbessern und die nötige Infrastruktur zu schaffen, um die Faktoren für wirtschaftliches Empowerment zu optimieren und den Lebensstandard zu erhöhen. Das Programm konzentriert sich auf acht strategische Dimensionen: Verbessern des Gesundheitswesens; Verbessern von Lebensstandard und Sicherheit; Gewährleisten der Nachhaltigkeit lebenswichtiger Ressourcen; Fördern der gesellschaftlichen Entwicklung und des Non-Profit-Sektors; Erreichen von Exzellenz in der Leistung von Regierungsstellen; Öffnen des Arbeitsmarkts für verschiedene Teile der Gesellschaft und Erhöhen von dessen Attraktivität; Beitragen zur Stärkung des Privatsektors; Entwickeln des Tourismussektors und des nationalen Kulturerbes. Das Programm verfolgt 34 strategische Ziele, die 35 % der Ziele der saudischen Vision 2030 ausmachen. Der Tätigkeitsrahmen umfasst sieben führende Ministerien für strategische Ziele sowie mehr als 50 teilnehmende Einrichtungen, darunter Regierungsbehörden und -zentren.
2017 genehmigte der Ministerrat die Änderung der Grundordnung des Saudischen Fonds für industrielle Entwicklung und ermöglichte es diesem, seine Unterstützung für zahlreiche neue und zukunftsträchtige Sektoren in den Bereichen Industrie, Bergbau, Energie und Logistik auszuweiten.
Der Nationale Entwicklungsfonds wurde am 03.10.2017 durch einen königlichen Erlass eingerichtet, um die Leistung von Entwicklungsfonds und Banken zu verbessern sowie diese auf die priorisierten Entwicklungsbereiche und wirtschaftlichen Anforderungen in Bezug auf die Ziele und Eckpfeiler der saudischen Vision 2030 auszurichten. Am 14.03.2022 stellte Prinz Mohammed bin Salman in seiner Funktion als Präsident bei einer Vorstandssitzung die Strategie des Fonds vor, deren Ziel die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung in allen Wirtschaftsbereichen war. Die Umwandlung in eine integrierte nationale Finanzierungseinrichtung soll dazu beitragen, die Ziele der saudischen Vision 2030 zu erreichen. Über die mit ihm verbundenen Entwicklungsfonds und Banken will der Fonds den Beitrag des Privatsektors stimulieren und bis 2030 dessen Effekt auf die Entwicklung der Wirtschaft des Königreichs mehr als verdreifachen. Darüber hinaus trägt der Fonds zum Wachstum des realen BIP des Landes bei, indem er bis 2030 mehr als 570 Mrd. SAR bereitstellt. Zudem möchte er den Anteil des nicht auf Öl basierenden BIP bis 2030 auf 605 Mrd. SAR verdreifachen und im selben Zeitraum die Entstehung zahlreicher Arbeitsplätze fördern.
2019 wurde das Nationale Programm für industrielle Entwicklung und Logistik (NIDLP) als eines der Programme der saudischen Vision 2030 ins Leben gerufen. Das Programm hat die Transformation des Königreichs in eine führende Industriemacht und globale Logistikplattform zum Ziel. Dafür soll die Integration der vier Wachstumssektoren erreicht werden: Industrie, Bergbau, Energie und Logistik. Dazu gehört auch, den Ressourceneinsatz zu optimieren, ein attraktives Investitionsumfeld zu schaffen, die Wirtschaftssektoren zu diversifizieren sowie die Nachhaltigkeit von deren Wachstum sicherzustellen, die Handelsbilanz zu verbessern, hochwertige Arbeitsplätze für nationale Talente zu gewährleisten sowie den Beitrag von lokalen Inhalten zum BIP zu fördern.
Im März 2021 wurde unter der Führung des CEDA und dessen Vorsitzendem Prinz Mohammed bin Salman das „Shareek“-Programm zum Ausbau von Partnerschaften mit dem Privatsektor ins Leben gerufen. Das Ziel des Programms besteht darin, durch Förderung und die Einführung von zugelassenen staatlichen Anreizen die lokalen Investitionen für (notierte und nicht notierte) Unternehmen des Privatsektors bis 2030 auf 5 Bio. SAR zu steigern.
Am 17.01.2023 gab Prinz Mohammed bin Salman den Start des Investmentfonds für Veranstaltungen unter seinem Vorsitz bekannt. Der Fonds soll die Nachhaltigkeit der Infrastruktur gewährleisten, um die folgenden vier Sektoren zu fördern: Kultur, Tourismus, Unterhaltung und Sport. Er möchte strategische Partnerschaften für die Entwicklung der Zielsektoren aufbauen, die Chancen zum Gewinnen ausländischer Investoren verbessern sowie die nachhaltigen finanziellen Erträge steigern, indem bis 2030 mehr als 35 einzigartige Standorte entwickelt werden.
Zu diesen Projekten gehören Kunstausstellungen, Theater, Konferenzzentren, Pferderennstrecken, Schießstände, Autorennstrecken sowie verschiedene Ressourcen im ganzen Königreich. Im Mittelpunkt der Strategie des Fonds stehen ökologische und soziale Praktiken in drei wesentlichen Bereichen: Stärken der Umwelt, Aufwerten der Gemeinden, Erfüllen der höchstmöglichen Standards im Bereich Governance. Er unterstützt die Ziele der saudischen Vision 2030 durch Diversifizieren der nicht auf Öl basierenden Einnahmen des Königreichs, Gewährleisten eines für strategische Partnerschaften förderlichen Umfelds, Schaffen von zusätzlichen Arbeitsplätzen für Bürger sowie Aufbauen einer nachhaltigen Infrastruktur. Ziel ist es, den wirtschaftlichen Beitrag der Tourismusbranche zum BIP bis 2030 von derzeit 3 % auf 10 % zu erhöhen sowie mehr als 100 Mio. Besucher anzulocken und das Königreich dadurch zu den weltweit am meisten von Touristen besuchten Ländern zu machen. Diese Maßnahmen sollen bis 2045 ca. 28 Mrd. SAR zum BIP beitragen.
Es wurden beträchtliche Anstrengungen unternommen, die zu Fortschritten in verschiedenen Sektoren geführt haben, darunter insbesondere der Energiesektor mit zahlreichen Projekten für erneuerbare Energien im ganzen Königreich. Die Entwicklung erstreckt sich auch auf die kontinuierliche Weiterentwicklung des Öl- und Gassektors und umfasst die Erweiterung der Produktionskapazitäten für Gas im Königreich. Auch der Bergbau ist Teil dieser Entwicklungen. So wurden das Investitionsgesetz für den Bergbau verabschiedet sowie Verbesserungen an der Infrastruktur für Dienstleistungen im Logistik- und Investitionsbereich vorgenommen. In der Tourismus- und Unterhaltungsbranche sieht die saudische Vision eine Weiterentwicklung der touristischen Stätten nach höchsten internationalen Standards vor. Dazu gehören das Vereinfachen der Visavergabe für Besucher, das Erhalten und Entwickeln von historischen und kulturhistorischen Stätten sowie das Organisieren von Veranstaltungen und Saisons mit Rekordbesucherzahlen.
Das Königreich hat in vielen Bereichen ein großes Wachstum erzielt und 2021 ein Wachstum von 5,6 % verzeichnet. Damit gehört es zu dem am schnellsten wachsenden Ländern weltweit. Im 1. Quartal 2023 verzeichnete das BIP ein Jahreswachstum von 3,8 %. Die nicht auf Öl basierenden Aktivitäten nahmen im 1. Quartal 2023 um 5,4 % zu. Unterstützt wurde dies durch die starke Leistung der nicht auf Öl basierenden Tätigkeiten im Privatsektor sowie das kontinuierliche Wachstum der Öltätigkeit um 1,4 %.
Am 28.11.2023 wurde das Königreich zum Gastgeberland für die EXPO 2030 gewählt. Die Weltausstellung soll von Oktober 2030 bis März 2031 in der Stadt Riad stattfinden. Das war das Ergebnis einer geheimen Abstimmung im Rahmen der 173. Generalversammlung des Bureau International des Expositions in Paris. Die Bewerbung des Königreichs erhielt 119 Stimmen von den Mitgliedstaaten. Das Königreich setzte sich im Kampf um die Gastgeberrechte gegen zwei andere Städte durch, Busan in Südkorea und Rom in Italien.
Durch konsequenten Einsatz gehört das Königreich inzwischen zu den 20 größten Volkswirtschaften der Welt, ist aktives Mitglied der G20 und ein wichtiger Akteur in der Weltwirtschaft und auf dem Ölmarkt. Es ist die größte Wirtschaftsmacht im Nahen Osten mit dem höchsten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, einem stabilen Finanzsystem, einem erfolgreichen Bankensektor und riesigen staatlichen Gesellschaften mit hochqualifizierten saudischen Führungskräften. Das vielseitige wirtschaftliche Fundament konzentriert sich auf zukunftsträchtige Sektoren wie die Fertigungsindustrie, Energie und ihre Folgeprodukte, den Bergbau, den Wirtschaftstourismus und die Informationstechnologie.
Mit diesen Entwicklungen einher geht die Entwicklung gewaltiger Wirtschaftsprojekte, darunter die Stadt NEOM, The Line, „Rotes Meer“, Qiddiya, Diriyah Gate, der König-Salman-Energiepark (SPARK) und das Entwicklungsprojekt Al-Ula.
Auflegung von Aramco-Aktien zur öffentlichen Zeichnung
Prinz Mohammed bin Salman hat ein umfassendes Reformprojekt für die saudische Wirtschaft umgesetzt, mit dem die Abhängigkeit von Öl verringert werden soll. Dazu gehört das Verfügbarmachen von einem Teil der Aktien am Giganten Aramco für die Öffentlichkeit. Die Umsetzung begann am 17.11.2019, als 3 Mrd. Aktien, also rund 1,5 % der Unternehmensanteile, für die Öffentlichkeit freigegeben wurden. 1 Mrd. dieser Aktien wurden mit einem auf 32 SAR festgelegten Ausgabepreis eigens für Einzelpersonen vorgesehen.
Am 11.12.2019 wurden die Aktien des Unternehmens erstmals an der saudischen Börse gehandelt, was dessen Marktwert auf 6,4 Bio. SAR (rund 1,71 Mrd. USD) steigerte. Damit wird der Konzern höher bewertet als einige große Unternehmen wie z. B. Apple.
Am 02.06.2024 begann Saudi Aramco mit der Zweitplatzierung von Stammaktien. Angeboten wurden etwa 1,545 Mrd. Aktien, was etwa 0,64 % der insgesamt ausgegebenen Aktien des Unternehmens entspricht. Der Preis der Aktien lag zwischen 26,7 und 29 SAR.
Am 11.06.2024 verkündete Saudi Aramco den erfolgreichen Abschluss seiner Zweitplatzierung von Stammaktien, in deren Zuge alle 1,545 Mrd. Aktien, gleichbedeutend mit rund 0,64 % der vom Unternehmen ausgegebenen Aktien, verkauft wurden. Dies bedeutete die größte Zweitplatzierung in Europa, dem Nahen Osten und Afrika seit dem Jahr 2000 sowie die größte Aktienplatzierung im Nahen Osten seit dem Börsengang des Konzerns im Jahr 2019.
Diplomatische Bemühungen
Durch die diplomatischen Bemühungen von Kronprinz Mohammed bin Salman konnte das Königreich auf lokaler und internationaler Ebene eine wirkungsvolle politische Rolle einnehmen. Die Außenpolitik fußt auf soliden Konstanten, u. a. guten Nachbarschaftbeziehungen, Respekt für staatliche Souveränität und internationale Gesetze sowie leistungsstarken Partnerschaften in der internationalen Gemeinschaft.
2022 begann Prinz Mohammed bin Salman eine Reise durch mehrere asiatische Länder, und zwar die Republik Indonesien, die Republik Südkorea und das Königreich Thailand, um am G20-Gipfel in Indonesien und am Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft in Thailand teilzunehmen. Diese Tour war ein Zeichen für das Interesse des Königreichs an einer Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit in allen Bereichen sowie Ausdruck der Ziele und Ambitionen der saudischen Vision 2030, zusammen mit allen schwesterlich und brüderlich verbundenen Ländern Maßnahmen zu ergreifen, um Wohlstand und Wachstum zu realisieren.
Die Tour von Prinz Mohammed bin Salman war das Ergebnis einer großen internationalen Anstrengung durch das Königreich beim Gipfel der Grünen Initiative für den Mittleren Osten und dem Forum der saudischen Grünen Initiative in Scharm El-Scheich, Ägypten, die zeitlich mit der UN-Klimakonferenz (COP 27) im November 2022 zusammenfielen.
Die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Königreich und der Volksrepublik China haben eine bemerkenswerte Entwicklung vollzogen und sich vertieft. Es geht immer schneller in Richtung einer umfassenderen Zusammenarbeit und gemeinsamen Verständigung in verschiedenen Bereichen. Dies steht im Einklang mit der strategischen Ausrichtung des Königreichs, die Beziehungen und bilateralen Partnerschaften mit allen internationalen Ländern und Großmächten zu stärken. Ziel ist der Aufbau von ausgewogenen Beziehungen, die den Zielen des Königreichs dienlich sind und seine Interessen schützen.
Die saudische Diplomatie hat die bilaterale Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation durch gegenseitige Besuche von Prinz Mohammed bin Salman und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin intensiviert. Diese Besuche waren der Grundstein für das gegenseitige Verständnis beider Parteien in den Bereichen Energie und Infrastrukturinvestitionen. Zudem wurden dadurch die gemeinsamen Maßnahmen zur Stabilisierung der Energiemärkte auf eine Weise, die den Interessen von Verbrauchern und Erzeugern gerecht wird, ausgebaut.
Bemühungen für die Umwelt
„Maßnahmen zum Klimaschutz verbessern die Wettbewerbsfähigkeit, stoßen Innovationen an und schaffen Millionen von hochwertigen Arbeitsplätzen. Junge Menschen im Königreich und auf der ganzen Welt fordern eine sauberere, grünere und integrativere Zukunft, und wir schulden es ihnen, diese Forderung zu erfüllen.“ Diese Worte von Prinz Mohammed bin Salman zeigen seinen Einsatz für die Verbesserung der Umweltsituation im Königreich. Nachhaltigkeit ist ein zentrales Element in der Planung, dem Ausbau der Infrastruktur, der Erarbeitung von Richtlinien sowie für Investitionen im Rahmen der saudischen Vision 2030. Hinzu kommt die Anerkennung der großen Bedeutung davon, sich mit modernen Energieformen und den Herausforderungen durch den Klimawandel zu befassen sowie sich an Maßnahmen zum Aufbau einer nachhaltigen Zukunft zu beteiligen.
Zu diesem Zweck wurden verschiedene Programme und Initiativen ins Leben gerufen, darunter insbesondere die folgenden:
2017: Start der König-Salman-Initiative für erneuerbare Energien; Ankündigung des Nationalen Programms für erneuerbare Energien; Gründung der Saudi Investment Recycling Company (SIRC).
2018: Einrichtung des Rates für königliche Naturschutzgebiete; Vorstellung der Nationalen Umweltstrategie; Gründung der Sonderkräfte für Umweltsicherheit.
2019: Beitritt zur Internationalen Solarallianz; Einrichtung von fünf spezialisierten Zentren im Umweltbereich; Start des Projekts „Green Riyadh“; Einführung integrierter Abfallwirtschaft und Abfallrecycling in Riad; Einrichtung des Umweltfonds; Start des Windparkprojekts Dumat Al-Dschandal.
2020: Das Königreich hat im Rahmen seiner Präsidentschaft beim G20-Gipfel in Riad die Initiative für eine CO₂-Kreislaufwirtschaft vorgestellt sowie zwei Initiativen angekündigt, um die Bodendegradation und den Verlust von natürlichen Lebensräumen für Wildtiere zu verringern. Außerdem wurden im Königreich die Coral Research and Development Accelerator Platform eingerichtet und das Nationale Zentrum für Umweltverträglichkeit gegründet.
2021: Start der Saudischen Grünen Initiative und der Grünen Initiative für den Nahen Osten; Beitritt von Golf Saudi zum „UN Sports for Climate Action Framework“; Start des Solarkraftwerks Sakaka; Aufnahme der Farasan-Inseln in das UNESCO-Programm „Man and the Biosphere“. Darüber hinaus hat es sich das Königreich zum Ziel gesetzt, bis 2060 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, und verfolgt den Ansatz einer wirtschaftlich nachhaltigen CO₂-Kreislaufwirtschaft, um im Einklang mit der saudischen Vision 2030 die Kohlenstoffemissionen durch vier Strategien zu steuern: Reduzieren, Wiederverwenden, Recyceln und Beseitigen. Zudem hat das Königreich das Nationale Programm für CO₂-Kreislaufwirtschaft gestartet und ist dem Global Methane Pledge sowie der Global Ocean Alliance beigetreten.
2022: Das Königreich, vertreten durch das saudische Olympische und Paralympische Komitee, ist der UN-Initiative Sports for Climate Action beigetreten.
2023: Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Untersuchung und Vorbereitung des Saudi Water Act für Wasserressourcen und Verwendungsmöglichkeiten.
In seiner Eröffnungsrede beim Forum der saudischen Grünen Initiative kündigte Prinz Mohammed bin Salman den Start des ersten Pakets qualitativ hochwertiger Initiativen im Königreich an, das wegweisend für den Umweltschutz sein und die Herausforderungen des Klimawandels angehen soll. Er merkte zudem an, dass das Königreich Initiativen im Energiebereich gestartet hat, die die Kohlenstoffemissionen bis 2030 um 278 Mio. Tonnen pro Jahr senken sollen.
Es wurden bedeutende Projekte ins Leben gerufen, um die Energiequellen zu diversifizieren, darunter das Programm für einen optimalen Energiemix für die Stromerzeugung, um den Anteil des Stroms aus erneuerbaren Quellen bis 2023 auf 50 % am Gesamtverbrauch zu erhöhen. Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien gehören zu den wichtigsten Triebfedern auf dem Weg zur Nachhaltigkeit und werden dazu beitragen, Kohlenstoffemissionen zu verhindern, Kosten zu senken und den Klimawandel zu bekämpfen.
Die in NEOM gelegene intelligente Stadt „The Line“ verkörpert die in den Vorschriften für Unternehmen dargelegten Grundsätze der Umweltverantwortung, um Praktiken zu fördern, die auf nachhaltiger Entwicklung und erneuerbaren Energiequellen fußen. Die Energie für die Versorgung von offenen Flächen, Parks, Gärten und Naturbereichen sowie der nachhaltigen Lebensmittelerzeugung wird zu 100 % aus erneuerbaren Energien gewonnen.
Als Beleg für diese Bemühungen erhielt die Saudi Electricity Company im Rahmen der 8. Konferenz der Umweltminister in der Islamischen Welt die Auszeichnung für Umweltmanagement in der Islamischen Welt des Königreichs Saudi-Arabien in der Kategorie für die besten Anwendungen im Bereich Umweltmanagement. An der Veranstaltung am 09.10.2019 nahmen 56 islamische Länder teil.
Das Königreich, vertreten durch das Ministerium für Umwelt, Wasser und Landwirtschaft, erreichte einen Meilenstein: Im Rahmen seiner Teilnahme am Global Water Summit in der spanischen Hauptstadt Madrid (16.–18.05.2022) erhielt das Königreich die Auszeichnung für die beste Regierungsstelle im Wassersektor für das Jahr 2021.
Darüber hinaus erreichte das Königreich, vertreten durch das Ministerium für Umwelt, Wasser und Landwirtschaft, beim Weltgipfel zur Informationsgesellschaft den 1. Platz in der Kategorie E-Umwelt für das Jahr 2023. Möglich wurde dieser Erfolg durch das Erfüllen der Anforderungen und technischen Standards für die Auszeichnung im Einklang mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.
Humanitäre Arbeit
Prinz Mohammed bin Salman hat im Rahmen der saudischen Vision 2030 das Ziel ausgegeben, den Beitrag des Non-Profit-Sektors zum BIP bis 2030 um 5 % zu erhöhen, um gemeinnützige und ehrenamtliche Tätigkeiten zu fördern und zu rationalisieren sowie um den Beitrag der Bürger, alle Mitglieder der Gesellschaft zu unterstützen und zu fördern, zu steigern. Das hat zu einer Verzwanzigfachung der Anzahl an ehrenamtlich Tätigen zwischen 2015 und 2022 geführt.
Am 16.04.2019 wurde das Nationale Zentrum für den gemeinnützigen Sektor gegründet und organisatorisch mit Premierminister Prinz Mohammed bin Salman verbunden. Prinz Mohammed ist zudem Vorsitzender des Verwaltungsrats von Riyadh Non-Profit Schools sowie des Kuratoriums des König-Salman-Jugendzentrums, einer gemeinnützigen Stiftung.
Prinz Mohammed bin Salman rief das Programm „SNAD Mohammed Bin Salman“ ins Leben, das die verschiedenen Bedürfnisse der Gemeinde identifiziert und Bürger finanziell unterstützt. Das Programm umfasst zahlreiche Initiativen und Programme, darunter die Initiative „SNAD für die Hochzeit“, die Brautpaaren hilft, die finanziellen Belastungen durch die Heirat zu lindern. Des Weiteren gibt es die Initiative „Solide Familie“, die einen hochwertigen Zugang zu einer großen Zahl von männlichen und weiblichen Leistungsempfängern ermöglichen und dadurch die Stabilität von saudischen Familien stärken möchte. Die Initiative „Unabhängig leben“ konzentriert sich darauf, Menschen mit Behinderung technisch zu befähigen, damit sie Herausforderungen meistern und sich mit ihrer Umgebung und der Gesellschaft auseinandersetzen können.
Prinz Mohammed bin Salman möchte über die Misk-Stiftung, die 2011 auf seine Anordnung hin eingerichtet wurde und deren Verwaltungsrat er vorsitzt, Initiativen vorantreiben und die Kreativität fördern. Dadurch soll deren Nachhaltigkeit und Wachstum gesichert und auf diese Weise zur Entwicklung der menschlichen Intelligenz beigetragen werden. Die Stiftung unterstützt das Empowerment saudischer Jugendlicher in den Primärbereichen Bildung und Unternehmertum sowie in den Nebenbereichen Wissenschaft und Technologie. Erreicht werden soll dies durch das Entwickeln von Programmen und das Eingehen von Partnerschaften mit lokalen und internationalen Organisationen mit dem übergeordneten Ziel, die Anstrengungen zu verstärken und eine fortschrittliche, wissensbasierte Gesellschaft aufzubauen.
Religion
Prinz Mohammed bin Salman hat der Stärkung der toleranten Grundsätze der Religion beträchtliche Aufmerksamkeit geschenkt. Seine Maßnahmen haben dazu beigetragen, die Werte Toleranz, Mäßigung und Besonnenheit zu verbreiten sowie Hass und Extremismus eine Absage zu erteilen. Er hat sich für die Bekämpfung des Extremismus eingesetzt, der negative Auswirkungen auf so viele Länder und Gesellschaften hat.
Im Rahmen von Prinz Mohammed bin Salmans Bemühungen, die religiösen Angelegenheiten im Inland zu reformieren, wurde am 11.04.2016 die Regulierung der Kommission zur Förderung der Tugend und Verhinderung des Lasters verabschiedet. Sie ersetzt die Vorgängerversion und legt die Anforderung fest, dass Mitglieder über die akademischen Qualifikationen verfügen müssen, die in den Umsetzungsrichtlinien der Regulierung festgelegt sind. Sie betont ein nachsichtiges Vorgehen und sieht vor, dass alle offiziellen Meldungen von Verstößen je nach Zuständigkeitsbereich entweder an die Polizei oder die Generaldirektion für Betäubungsmittelkontrolle gemeldet werden müssen. Das gilt für strafrechtliche und administrative Vorgänge, Kontrollen, Überwachungen, Verfolgungen, Verhaftungen, Verhöre, Identitätsprüfungen, Ermittlungen und Festnahmen in allen Meldungen im Zusammenhang mit dem Zuständigkeitsbereich der Kommission.
Das SALAM-Projekt für kulturelle Kommunikation wurde 2015 als nationales Projekt ins Leben gerufen und sollte die aktuellen Bemühungen im Bereich der kulturellen Kommunikation unterstützen. Es fußte auf drei wesentlichen Leitlinien: Aufbau von Wissen, Entwicklung und Ausbau von Kapazitäten sowie wirksame Verfahren. Das Globale Zentrum zur Bekämpfung extremistischer Ideologien (Etidal), das erste Zentrum dieser Art, wurde gegründet, um die Quellen zur Finanzierung von Terrorismus, seien dies Einzelpersonen oder Organisationen, zu verfolgen und zu bekämpfen.
Prinz Mohammed bin Salmans Maßnahmen gingen mit einer Reihe von Reformentscheidungen einher. Am 30.07.2019 erging ein königliches Dekret, das Frauen ab 21 Jahren das Recht gewährte, die Ausstellung oder Verlängerung von Reisepässen zu beantragen und ins Ausland zu reisen, ohne dafür eine Genehmigung einholen zu müssen. Im Juli 2021 wies der Rat der saudischen Industrie- und Handelskammern in einem Rundschreiben die Geschäfte an, während der Gebetszeiten geöffnet zu bleiben und weiter ihre gewerblichen und wirtschaftlichen Tätigkeiten auszuüben. Die Genehmigung des Resolutionsentwurfs zur „Bekämpfung von religiösem Hass, der zu Diskriminierung, Anfeindung oder Gewalt anstachelt“ durch den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen wurde vom Königreich wohlwollend aufgenommen. Das spiegelt das Engagement wider, die Grundsätze der Achtung von Religionen und Kulturen aufrechtzuerhalten und auf diese Weise die durch internationales Recht zugesicherten menschlichen Werte zu stärken.
Der Bildungsbereich wurde verschiedenen Reformen unterzogen, und die Lehrpläne von Schulen wurden weiterentwickelt, um sie von extremistischen und Hass auf andere Menschen schürenden Inhalten zu befreien.
Sport
Es wurden verschiedene Projekte ins Leben gerufen, um eine nachhaltige sportliche Lebensweise zu fördern, die öffentliche Gesundheit zu verbessern und fit zu bleiben. Dazu gehören der Sports Boulevard in Riad, Qiddiya, der König-Salman-Park und das Projekt „Grünes Riad“. Es wurden spezielle Gehwegprojekte realisiert, um eine Kultur des Laufens zu fördern, und in einladende Sportzentren umgewandelt, indem Sportveranstaltungen, Grünflächen und Radwege integriert wurden. Dazu gehören die Promenade an der Jeddah Waterfront, der Fußgängerweg an der Prince Saud Bin Abdulmohsin Road in Ha'il, die Küstenstraße und Promenade Al-Hamra in Al-Chubar sowie der Quba Walkway Park in Medina.
Eines der Ziele von Kronprinz Mohammed bin Salman und gleichzeitig eines der Ziele der saudischen Vision 2030 für eine lebendige Gesellschaft ist der Aufbau eines leistungsstarken Sportsektors. In diesem Rahmen werden die folgenden Ziele verfolgt: Aufpolieren des Status des Sports im Königreich; Befähigen von Nationalmannschaften, Sportvereinen und Sportlern, auf globaler Ebene Höchstleistungen zu erbringen; Erhöhen des Anteils der Mitglieder der Gesellschaft, die sich sportlich betätigen; Beitragen zu einer höheren Lebenserwartung; Steigern des Bevölkerungsanteils, der sich sportlich betätigt, von 13 % auf 23 % im Jahr 2018 sowie auf 29,7 % im Jahr 2021.
Im Rahmen der Aktivitäten und Events in den verschiedenen Saisons im ganzen Königreich richtet das Königreich verschiedene internationale Sportturniere und -meisterschaften aus. Besonders hervorzuheben sind die Austragung der Rallye Dakar für zehn Jahre ab 2020 sowie von Formel-1-Rennen, dem Diriyya E-Prix, dem Richard-Mille-Wüstenpolo-Turnier in Al-Ula, dem Golfturnier „Saudi International“, dem italienischen Supercup (Supercoppa italiana), dem spanischen Supercup (Supercopa de España) sowie dem Radrennen „Tour Saudi“. Riad wurde als Austragungsort für die TAFISA World Sport for All Games 2028, die ersten globalen Spiele in der Region Nahost und Nordafrika, ausgewählt.
Das Gesundheitsministerium hat das nationale Laufprogramm ins Leben gerufen, das durch Fördern einer Laufkultur in der Gesellschaft die durchschnittliche Lebensdauer von 74 auf 80 Jahre erhöhen soll. Das Programm umfasst Wettbewerbe, Anwendungen, Trainingsstrecken und Feldveranstaltungen für alle Altersstufen und Teile der Gesellschaft.
Das Quality of Life-Programm unterstützt die Rehabilitation und Ausbildung von nationalen Kadern im Sportbereich und hat dabei zu verschiedenen Entwicklungen geführt: Entwickeln von Strategien für den Sportsektor; Stärken des Privatsektors; Austragen von internationalen Events; zahlreiche sportliche Erfolge auf lokaler und internationaler Ebene.
Im Rahmen seiner Initiativen zum Ausbau der Sportanlagen hat das Ministerium für Sport 160 Mio. SAR zur Verfügung gestellt. Diese stehen für die umfassende und teilweise Entwicklung von Anlagen zur Verfügung und sollen auf diese Weise die nötige Unterstützung bieten, um Vereine zur Entwicklung und Verbesserung der Sportanlagen und Stadien im Einklang mit den Anforderungen der einzelnen Anlagen zu animieren.
Zum Quality of Life-Programm gehört auch die Initiative „Entwicklung und Umsetzung der nationalen Strategie für sportliches Training“, die das Ministerium für Sport über verschiedene Einrichtungen, darunter das Leadership Development Institute, umsetzt.
2018 wurde der saudische Verband für „Sport für alle“ als zentrale Stelle mit Zuständigkeit für die Entwicklung des Gemeindesports eingerichtet, um den Anteil der körperlich aktiven Menschen in der Bevölkerung des Königreichs bis 2030 auf 40 % zu erhöhen.
Am 28.10.2022 wurde im King Fahd International Stadium (heute die King Fahd Sports City) in der Hauptstadt Riad die erste Ausgabe der Saudi Games eröffnet. Dabei handelt es sich um die größte nationale Sportveranstaltung, an der mehr als 6.000 Sportler sowie 2.000 technische und administrative Betreuer von über 200 saudischen Vereinen teilnehmen. Ziel der Veranstaltung ist es, ein optimales sportliches Umfeld für den Wettbewerb unter Sportlern in verschiedenen Sportarten zu fördern, die Zahl der Menschen im Königreich, die einem Sport nachgehen, zu erhöhen sowie eine neue Generation von Sportchampions zu entdecken. Sie ist an das Programm für Elitesportler zur Entdeckung neuer Talente angebunden. Darüber hinaus soll die Veranstaltung die Kapazitäten des Königreichs zur Austragung großer Sportveranstaltungen ausbauen und dadurch die Ziele der saudischen Vision 2030 erreichen.
Prinz Mohammed bin Salman gab den Start des Investmentfonds für Veranstaltungen unter seinem Vorsitz bekannt. Dessen Ziel ist die Entwicklung einer nachhaltigen Infrastruktur zur Förderung von vier zukunftsträchtigen Sektoren: Kultur, Tourismus, Unterhaltung und Sport.
Nach dem Abschluss der Durchführungsverfahren für die erste Phase stellte der Kronprinz am 05.06.2023 das Investitions- und Privatisierungsprojekt für Sportvereine vor. Dessen Ziel ist es, verschiedene Sportarten im Königreich bis 2030 qualitativ zu verbessern, eine auf regionaler und globaler Ebene herausragende Generation von Sportlern auszubilden sowie insbesondere den Fußball und dessen Wettbewerbe weiterzuentwickeln, um die saudische Liga unter die besten zehn Ligen der Welt zu bringen. So sollen die Einnahmen der Saudi Pro League von 450 Mio. SAR auf über 1,8 Mrd. SAR pro Jahr sowie der Marktwert der Saudi Pro League von 3 Mrd. SAR auf mehr als 8 Mrd. SAR gesteigert werden.
Das Königreich ist Austragungsort der Panarabischen Spiele 2027. Außerdem hat sich das Land die Austragungsrechte für die Asienspiele 2034 gesichert – zum ersten Mal in seiner Geschichte. Darüber hinaus wird das Königreich voraussichtlich die Winter-Asienspiele 2029 in Trojena, einem globalen Ziel für Bergtourismus in NEOM, austragen.
Am 04.10.2023 gab das Königreich seine Bewerbung um die Austragung der Fußball-WM 2034 bekannt. Am 29.07.2024 gab Kronprinz Mohammed bin Salman die offizielle Unterstützung der Bewerbung des Königreichs für die Ausrichtung der Fußball-WM 2034 bekannt, nachdem die Details und Anforderungen vervollständigt worden waren. Die Bewerbung wurde im Rahmen einer von der FIFA organisierten Zeremonie in der französischen Hauptstadt Paris offiziell eingereicht.
Der Kronprinz betonte, dass bei der Bewerbung im Mittelpunkt stehe, die menschlichen Fähigkeiten zu entwickeln, den Fußball voranzubringen und die globale Kommunikation zu fördern. Die Ausrichtung der Fußball-WM ist ein großer Schritt für das Wachstum des Sports im Königreich, der in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte und Erfolge verzeichnen konnte. Durch das Turnier wird die Stellung des Königreichs als globales Zentrum für große Sportereignisse weiter gefestigt. Den Zuschlag für die Ausrichtung zu erhalten, würde den bisherigen Höhepunkt der Bemühungen des Königreichs in diesem Bereich bedeuten.
Am 30.11.2024 gab die FIFA bekannt, dass die Bewerbung des Königreichs um die Austragung der Fußball-WM 2034 eine technische Bewertung von 419,8 von möglichen 500 Punkten erhalten und damit die höchste Punktzahl unter allen jemals eingereichten Bewerbungen erzielt hat.
Am 11.12.2024 gab die FIFA bekannt, dass das Königreich den Zuschlag für die Austragung der Fußball-WM 2034 erhalten hat.
Vom 03.07. bis zum 25.08.2024 wurde im Königreich der erste Esports World Cup ausgetragen, ein jährlich in Riad stattfindendes globales Event. Am 25.08.2024 krönte Prinz Mohammed bin Salman die saudische Mannschaft, die „Falcons“, zum Sieger, die damit über mehr als 500 Mannschaften und 1.500 Profisportler aus der ganzen Welt triumphieren konnte.
Das Königreich organisiert den Esports World Cup, um den rasant wachsenden Gaming- und E-Sport-Sektor zu fördern und die Rolle des Königreichs als führenden Standort für globale Sportveranstaltungen zu zementieren. Die Stiftung für den Esports World Cup, eine Non-Profit-Organisation, wurde gegründet, um das Turnier zu betreuen und in dem Sektor eine neue Ära der Zusammenarbeit unter den Partnern und Interessengruppen im Gaming- und E-Sport-Sektor einzuläuten und auf diese Weise das vorhandene Potenzial bestmöglich zu nutzen und ein nachhaltiges Wachstum sicherzustellen.
Kultur und Unterhaltung
Eröffnung der größten Kultur- und Unterhaltungsstadt
Das Interesse von Kronprinz Mohammed bin Salman an Kultur und Unterhaltung wurde bereits deutlich, als er am 07.04.2017 das Projekt „Qiddiya“, die größte qualitative Kultur-, Sport- und Unterhaltungsstadt im Königreich, ankündigte. Sie wird im Westen von Riad auf einer Fläche von mehr als 376 km² errichtet und soll ein weltweit unverwechselbarer Standort werden sowie die innovativsten, aufregendsten und vielfältigsten Erlebnisse in den Bereichen Unterhaltung, Sport und Kunst bieten. Qiddiya wird für die Besucher mit einer großen Bandbreite von Aktivitäten und außergewöhnlichen Dienstleistungen in fünf zentralen Bereichen aufwarten: Sport und Wellness, Natur und Umwelt, Parks und Attraktionen, Bewegung und Mobilität sowie Kunst und Kultur. Das macht Qiddiya zur Unterhaltungs-, Sport- und Kunsthauptstadt des Königreichs.
Der Startschuss für das Projekt Qiddiya fiel am 28.04.2018 in Anwesenheit und unter der Schirmherrschaft des Dieners der beiden heiligen Stätten, König Salman ibn Abd al-Aziz Al Saud. Das Gesamtkonzept des Projekts beinhaltet den Resort-Kern, das Golf- und Wohnviertel, den Bewegungskern, einen Flugplatz und Hubschrauberlandeplätze, den Stadtkern, den Öko-Kern sowie die Zugangspunkte zur Stadt.
Treffen mit Intellektuellen
Nachdem Prinz Mohammed bin Salman die Führungs- und Entscheidungsverantwortung übertragen worden war, erkannte er die Schlüsselrolle der Intellektuellen für die Aufklärung der Gesellschaft und die Verstärkung ihrer Erfolge. Deshalb traf er sich in Bayt Nassif (Nassif-Haus) in der Altstadt von Dschidda, die seit dem 14.05.2019 auf der Liste des UNESCO-Welterbes steht, mit der intellektuellen Elite.
Im Rahmen dieses Treffens unterstrich der Kronprinz die Bedeutung der Kultur für die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung und für die Verbesserung der Lebensqualität, ebenso wie ihre Funktion für den Schutz von Identität und Geschichte. Gleichzeitig verleihe sie der großen zivilisatorischen Vielfalt des Königreichs Ausdruck. Er unterstrich ihre Beiträge zum Brückenschlag zu anderen Zivilisationen und Ländern durch Wissen und menschliche Kommunikation. Dabei stellte er sicher, dass an dem Treffen Intellektuelle teilnahmen, die 16 verschiedene Bereiche im Ministerium für Kultur vertraten: Kulturerbe, Museen, kultuelle und archäologische Stätten, Theater und darstellende Kunst, Bücher und Verlagswesen, Architekturkunst und Design, Naturerbe, Filme, Mode, Übersetzung, Kochkunst, kulturelle Festivals und Veranstaltungen, Literatur, Bibliotheken, Bildende Kunst und Musik.
Restaurierung und Wiederbelebung der Altstadt von Dschidda
Im Rahmen des Erhalts, Schutzes und Wiederaufbaus von historischen Stätten hat Kronprinz Mohammed bin Salman großes Interesse am Schutz der Altstadt von Dschidda als einem der ältesten kulturellen und touristischen Wahrzeichen im Königreich gezeigt. Im Mai 2019 ordnete er die Bereitstellung von 50 Mio. SAR für die Restaurierung von 56 baufälligen Gebäuden an. Dies stellte die erste Phase eines umfassenden Projekts für den Schutz von kulturell bedeutenden Stätten gegen potenzielle Gefahren, die deren Zerstörung zur Folge haben könnte, dar. Diese Initiative widmet sich dem Erhalt von historischen und zivilisatorischen Errungenschaften.
Am 06.09.2021 gab Prinz Mohammed bin Salman den Startschuss für das Projekt zur Wiederbelebung der Altstadt von Dschidda, das Teil des Programms zur Entwicklung der Altstadt von Dschidda ist. Ziel ist es, die Altstadt in ein attraktives Zentrum für kulturelle und kulturhistorische Unternehmen und Projekte zu verwandeln und sie dadurch zu einem wichtigen Ziel für aufstrebende Unternehmer zu machen. Das soll durch die Präsentation der kulturhistorischen Wahrzeichen der Gegend erreicht werden. Die Gegend umfasst 600 kulturhistorische Gebäude, 36 historische Moscheen, fünf bedeutende historische Märkte sowie antike Gassen, Plätze und historisch bedeutsame Stätten. Besonders hervorzuheben ist die alte Uferstraße, eine wichtige Pilgerroute, die im Rahmen des Projekts wiederaufgebaut werden und den Besuchern der Altstadt von Dschidda die Geschichte des Hadsch seit den Anfängen des Islam vermitteln soll.
Am 03.10.2023 wurde die im Besitz des PIF befindliche Al-Balad Development Company als vorrangiger Entwickler des Bezirks „Al-Balad“ in der Altstadt von Dschidda bekannt gegeben. Ziel ist es, die Gegend zu einem globalen Ziel für Kultur und Kulturerbe aufzubauen.
Am 01.02.2024 wurde die Gründung des Unternehmens Alat, einem Tochterunternehmen des PIF, bekannt gegeben. Ziel dessen ist, das Königreich als globales Zentrum für nachhaltige Industrien mit Spezialisierung auf fortschrittliche Technologien und Elektronik zu positionieren.
Nationale Strategie für geistiges Eigentum
Kronprinz Prinz Mohammed bin Salman zeigte sein Interesse am kreativen Fortschritt durch die Vorstellung der Nationalen Strategie für geistiges Eigentum am 22.12.2022. Sie stellt einen wichtigen Baustein auf dem Weg zu den Zielen der saudischen Vision 2030 dar und soll ein System für geistiges Eigentum aufbauen, das eine von Innovationen und Kreativität angetriebene Wirtschaft fördert. Dafür wird eine Wertschöpfungskette für geistiges Eigentum geschaffen, die den Wettbewerb im Bereich Innovation und Kreativität anregt sowie auf diese Weise das Wirtschaftswachstum fördert und dem Königreich eine Führungsposition im Bereich des geistigen Eigentums einbringt. Die Strategie fußt auf vier wesentlichen Grundsätzen: Erstellung, Verwaltung, kommerzielle Investitionen sowie Schutz von geistigem Eigentum.
Bei der Vorstellung dieser Strategie bekundete Prinz Mohammed bin Salman mit den folgenden Worten seine Unterstützung für Innovatoren und Intellektuelle: „Wir verfügen über die Köpfe und die Kraft, die Leidenschaft für Innovation und Kreativität. Wenn wir diese unterstützen, wird das Königreich zu einem dynamischen Umfeld für eine wissensbasierte Wirtschaft, die auf einem integrierten Ökosystem für intellektuelles Eigentum fußt, das innovative Technologien und Industrien entwickelt und zum Wachstum der Unternehmen beiträgt.“ Die Nationale Strategie für geistiges Eigentum wird zudem die Investitionen anregen, hochwertige Arbeitsplätze entstehen lassen und das Bewusstsein für die Rechte von Innovatoren und Kreativschaffenden fördern.“
Investitionen in Diriyya
Zur Betonung seines Interesses an allen wichtigen Bestandteilen der nationalen Identität und Kultur Saudi-Arabiens kündigte Prinz Mohammed bin Salman am 09.01.2023 an, das Diriyya-Projekt als fünftes Megaprojekt in das Portfolio des PIF aufzunehmen. Damit soll es zu einem der außergewöhnlichsten Projekte weltweit werden. Das Projekt umfasst zahlreiche kulturelle und historische Wahrzeichen, darunter der historische Bezirk At-Turaif, der auf der Liste des UNESCO-Welterbes steht, und verschiedene kulturhistorische Elemente, die das Projekt zu einem attraktiven und außergewöhnlichen Ziel machen. Das Projekt soll den Besuchern unvergleichliche Erlebnisse bieten und ihnen die Möglichkeit geben, durch kulturelle und historische Veranstaltungen sowie durch Besuche in vielfältigen Museen und Einrichtungen in die Geschichte und die unverfälschte Kultur des Königreichs einzutauchen.
Events Investment Fund
Zur Förderung von vier besonders aussichtsreichen Sektoren im Königreich – Kultur, Sport, Unterhaltung und Tourismus –gab Kronprinz und Premierminister Seine Königliche Hoheit Mohammed bin Salman am 17.01.2023 den Start des Events Investment Fund unter seinem Vorsitz bekannt. Um bis zum Jahr 2045 einen Beitrag von 28 Mrd. SAR zum BIP zu erreichen, verfolgt der Fonds im Wesentlichen die folgenden Ziele: Verbessern der Partnerschaften zwischen öffentlichem und privatem Sektor; Aufbau eines für strategische Kooperationen förderlichen Umfelds; Ausbau der Möglichkeiten zum Anlocken von ausländischen Direktinvestitionen von globalen Unternehmen und Banken. Zudem sollen die Leistungsfähigkeit der Zielsektoren maximiert sowie zusätzliche Arbeitsplätze für Bürgerinnen und Bürger geschaffen werden und auf diese Weise zum Erreichen der Ziele der saudischen Vision 2030, konkret zum Aufbau einer florierenden Wirtschaft und lebendigen Gesellschaft, beigetragen werden.
Des Weiteren soll der Events Investment Fund dazu beitragen, das Ansehen des Königreichs in der Region und auf globaler Ebene zu verbessern, das ein globales Zentrum für Events, Aktivitäten und Festivals rund um die vier Sektoren werden will. Zu diesem Zweck sollen bis 2030 über 35 besondere Veranstaltungsorte entstehen, darunter Tagungszentren, Kunstausstellungen, Theater, Pferderennstrecken, Autorennstrecken sowie Schießanlagen.
Wissenschaft
Gründung der Nationalen Behörde für Daten und künstliche Intelligenz
Die feste Überzeugung Prinz Mohammed bin Salmans von der Wissenschaft und der Bedeutung moderner Technologien für die Verbesserung des Ansehens des Königreichs veranlassten ihn zur Gründung der Saudischen Behörde für Daten und künstliche Intelligenz (SDAIA). Sie wurde auf einen königlichen Erlass hin am 30.08.2019 als finanziell und administrativ unabhängige Rechtspersönlichkeit gegründet. Seine Königliche Hoheit ist Vorsitzender der Verwaltungsrats der Behörde, deren wesentlicher Auftrag lautet, das Königreich unter die weltweit führenden Nationen im Bereich Data Science und Künstliche Intelligenz zu bringen.
Die SDAIA schrieb Geschichte, als sie am 26.03.2020 den ersten virtuellen G20-Gipfel durchführte und den Dienst für sichere Videokonferenzen „Boroog“ einführte, mit dem verschiedene Regierungsstellen virtuelle Sitzungen abhalten können. Zudem hat sie mehr als 80 Datensätze der Regierung integriert und zusammengeführt. Im November 2022 erhielt sie vom Project Management Institute (PMI) die Auszeichnung zum besten Technologieprojekt des Jahres 2022 in der Kategorie „Nationale Datenbank“ sowie die Auszeichnung für das beste Gemeinschaftsprojekt für dasselbe Jahr für „SDAIA T5-Camps“.
Prinz Mohammed bin Salman fungierte zudem als Sponsor des Global AI Summit, der am 13.09.2022 in Riad eröffnet wurde. Zu der dreitägigen Veranstaltung unter dem Leitspruch „KI zum Wohl der Menschheit“ kamen mehr als 10.000 Besucher sowie 200 Redner aus 90 Ländern als Repräsentanten von politischen Entscheidungsträgern im Bereich Künstliche Intelligenz und die Geschäftsführer von großen Technologieunternehmen.
Am 16.05.2023 stellte die SDAIA das „Exzellenzzentrum für Generative KI“ und die Pilotversion der ALLAM-Anwendung vor. Dabei handelt es sich in der Region um den ersten Schritt, die Vorteile der KI zu maximieren und die Position des Königreichs im technologischen Bereich zu verbessern. Außerdem wurden vier saudische Städte in den Smart City Index 2023 der IMD aufgenommen: Riad, Mekka, Dschidda und Medina.
Programm zur Entwicklung menschlicher Fähigkeiten
Prinz Mohammed bin Salman hat es zur Priorität gemacht, die vielversprechenden Möglichkeiten, die sich aus den neuen und zunehmenden schnellen globalen Anforderungen ergeben, durch Wissenschaft und Bildung zu nutzen. So startete er am 15.09.2021 das Programm zur Entwicklung menschlicher Fähigkeiten, einem der Programme für die Realisierung der saudischen Vision 2030. Dabei handelt es sich um eine nationale Strategie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der nationalen menschlichen Kompetenzen auf lokaler und globaler Ebene. Mit dem Programm werden verschiedene Ziele verfolgt, u. a. die Erhöhung des Anteils von Kindergartenanmeldungen von 23 % auf 90 %. Zudem sollen bis 2030 zwei saudische Universitäten zu den besten 100 Universitäten der Welt gehören und auf diese Weise das internationale Ansehen des Königreichs verbessern.
Forschung, Entwicklung und Innovation
Am 01.06.2021 beschloss der Ministerrat die Gründung der Behörde für Forschung, Entwicklung und Innovation, die organisatorisch mit dem Premierminister verbunden ist. Die Behörde ist eine unabhängige Rechtspersönlichkeit und genießt finanzielle sowie administrative Unabhängigkeit.
Am 07.03.2022 stellte Prinz Mohammed bin Salman die Strategie für das „Stipendienprogramm des Dieners der beiden heiligen Stätten“ vor. Die Strategie läutet einen neuen Abschnitt für Stipendien ein und soll durch eine höhere Wettbewerbsfähigkeit der Bürger die Effizienz des Humankapitals in neuen und zukunftsträchtigen Sektoren steigern.
Am 30.06.2022 gab der Kronprinz und Vorsitzende des Obersten Komitees für Forschung, Entwicklung und Innovation die vier wichtigsten Ziele bekannt, auf die sich die nationalen Anstrengungen in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation im Königreich in den kommenden zwei Jahrzehnten konzentrieren sollen: menschliche Gesundheit, ökologische Nachhaltigkeit und Grundversorgung, Führerschaft in den Bereichen Energie und Industrie sowie Zukunftsökonomie.
Diese vier Prioritätsbereiche, die das Königreich aufgrund der vorhandenen Wettbewerbsvorteile ausgewählt hat, sollen in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovation als Leitlinie für alle künftigen Projekte und Engagements in dem Sektor dienen. Ziel ist es, den potenziellen Herausforderungen für die Menschheit zu begegnen und den künftigen Generationen eine aussichtsreiche Zukunftsperspektive zu eröffnen. Das Königreich möchte zum globalen Pionier im Bereich der Innovation aufsteigen. Bis 2040 sollen die jährlichen Ausgaben 2,5 % des BIP erreichen, während der Sektor zur Diversifizierung und Entwicklung der nationalen Wirtschaft beitragen und bis 2040 zusätzliche Einnahmen von bis zu 60 Mrd. SAR erwirtschaften soll.
Prinz-Mohammed-bin-Salman-Hochschule für Wirtschaft
Am 17.06.2016 wurde in der King Abdullah Economic City in Dschidda die Prinz-Mohammed-bin-Salman-Hochschule für Wirtschaft und Unternehmertum gegründet. Die Hochschule ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen der Misk-Stiftung und der King Abdullah Economic City mit dem Babson Global College und Lockheed Martin. Zur Hochschule gehört das Forschungs- und Entwicklungszentrum für Unternehmertum, das erste dieser Art im Königreich. Es ermöglicht Management- und Strategiestudien für die Entwicklung der Wirtschaft, da Studierende und Lernende die Chance bekommen, mit dem öffentlichen und privaten Sektor zu interagieren und intellektuelle Beiträge zu leisten.
Zu der Hochschule, an der mittlerweile mehr als 1.000 männliche und weibliche Studierende ihren Abschluss gemacht haben, gehören verschiedene akademische Forschungszentren, darunter das Babson Global Center of Entrepreneurial Leadership, das Business Lab, das Zentrum für Fallstudien sowie das Programm „Executive Master of Business Administration“. Die Strategie der Hochschule ist es dabei, die verborgenen Kompetenzen von Forschenden und Studierenden freizusetzen. Es wird darauf hingewiesen, dass 80 % der Absolventen eine Gehaltserhöhung erreicht haben, 72 % in eine höhere Position befördert wurde und 27 % eine Führungsposition erreicht haben.
Förderung saudischer Universitäten
Prinz Mohammed bin Salman hat immer wieder das Ziel des Königreichs betont, bis 2030 zwei saudische Universitäten unter die besten 100 Universitäten der Welt zu bringen. Um sein Engagement für die Förderung der staatlichen und privaten Universitäten in Saudi-Arabien zu verdeutlichen, erließ er am 25.07.2023 einen königlichen Erlass zur Gründung des Verwaltungsrats der König-Saud-Universität. Dieser Schritt folgte auf die Umwandlung der König-Saud-Universität in eine unabhängige, gemeinnützige Bildungseinrichtung unter dem Dach der Königlichen Kommission für die Stadt Riad (RCRC).
Konferenz zur Initiative zur Entwicklung menschlicher Fähigkeiten (HCI)
Prinz Mohammed bin Salman, Vorsitzender des Komitees für das Programm zur Entwicklung menschlicher Fähigkeiten war Gastgeber der Konferenz zur Initiative zur Entwicklung menschlicher Fähigkeiten (HCI), die am 28.02.2024 im King Abdulaziz International Conference Center in Riad stattfand.
Die HCI ist ein wichtiger Bestandteil der saudischen Vision 2030 und verfolgt das Ziel, die menschlichen Fähigkeiten, Kenntnisse, Kompetenzen und Fertigkeiten zu verbessern, um sich an Veränderungen in der Arbeitswelt anzupassen. Sie dient als globale Plattform für die Zusammenarbeit bei der Förderung der menschlichen Fähigkeiten. Schwerpunkte sind die Ermächtigung des Einzelnen und der Aufbau von widerstandsfähigen Volkswirtschaften für die Zukunft.
Die HCI unterstreicht den Einsatz des Königreichs für die Bereicherung des globalen Dialogs rund um die Entwicklung der menschlichen Fähigkeiten und fördert konkrete Strategien und Lösungen auf dem Weg zu echten Fortschritten. Die Konferenz brachte rund 200 globale Führungspersönlichkeiten und Experten zusammen, um Möglichkeiten zur vollen Entfaltung des Potenzials der menschlichen Fähigkeiten zu erörtern.
Korruptionsbekämpfung
„Ich bin fest davon überzeugt, dass diese Bedrohung das größte Hindernis für unseren Fortschritt und Wohlstand ist und verantwortlich dafür, dass zahlreiche bedeutende Chancen im Königreich ungenutzt bleiben.“ „Dieses Problem gehört nunmehr der Vergangenheit an und wird in keiner Weise zurückkehren, solange die daran beteiligten Personen, unabhängig von ihrem Alter oder ihrer Stellung, zuverlässig und konsequent zur Rechenschaft gezogen werden.“
Prinz Mohammed bin Salman hat seine Worte zu Richtlinien gemacht, indem er Kampagnen ins Leben gerufen sowie maßgebliche Beschlüsse gefasst hat, um die Korruption im Königreich zu bekämpfen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Die Aufsichts- und Antikorruptionsbehörde (Nazaha) hat in Zusammenarbeit mit staatlichen und privaten Einrichtungen sowie Einzelpersonen zahlreiche Korrputionsverfahren verschiedener Art eingeleitet, u. a. geht es um Bestechung, Missbrauch von Macht am Arbeitsplatz, Geldwäsche und Urkundenfälschung. Darüber hinaus hat die Behörde Tausende von Kontrollen im ganzen Königreich durchgeführt. Zudem hat sie einen elektronischen Dienst eingeführt, der das Melden von korrupten Handlungen für jede Person erleichtert, und das Programm „Unser Land ist Vertrauenssache“ ins Leben gerufen. Des Weiteren hat die Nazaha das erste Ministertreffen für die mit dem Kampf gegen Korruption befassten Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedstaaten der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIZ) organisiert. Dieses fand am 20. und 21.12.2022 unter der Schirmherrschaft des Kronprinzen statt. Bei dem Treffen waren Vertreter von für die mit dem Kampf gegen Korruption befassten Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedstaaten der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIZ) zugegen, ebenso wie die Leiter verschiedener internationaler Organisationen zur Bekämpfung von Korruption. Dazu gehörten u. a. das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, die Internationale kriminalpolizeiliche Organisation (Interpol), die Egmont Group of Financial Intelligence Units sowie zahlreiche auf Integritätsschutz und Korruptionsbekämpfung spezialisierte Experten aus dem In- und Ausland.
Prinz Mohammed bin Salman verkündete die Ergebnisse der ersten drei Jahre der Antikorruptionskampagne bis zum Jahr 2020. Demnach betrugen die Gesamterlöse aus Vergleichen bei Antikorruptionsfällen auf 247 Mrd. SAR, gleichbedeutend mit 20 % der nicht auf Öl basierenden Gesamteinnahmen. Hinzu kamen weitere Vermögenswerte mit einem Wert im zweistelligen Milliardenbereich, die an das Ministerium für Finanzen übertragen wurden.
Die Präsidentschaft der Staatssicherheit und die Aufsichts- und Antikorruptionsbehörde organisierten am 15.–16.05.2024 das Arabische Forum für Antikorruptionsbehörden und Finanzermittlungsstellen, das unter der Schirmherrschaft des Kronprinzen stattfand. Bei der Veranstaltung kamen rund 600 Experten und 75 Redner von verschiedenen Finanzermittlungstellen, Antikorruptionsbehörden, Regierungsstellen und internationalen Organisationen sowie lokale und internationale Experten, Institutionen und Akademiker zusammen. Bei dem Forum wurde ein klarer Rahmen für die Zusammenarbeit zwischen saudischen Reguierungsbehörden und ihren Pendants in regionalen und internationalen Organisationen abgesteckt. Dies stellt eine strategische Möglichkeit zur einheitlichen Ausrichtung der Bemühungen verschiedener Einrichtungen, die Herausforderungen im Kampf gegen Finanzvergehen zu bewältigen, dar.
Projekte, die seinen Namen tragen
Es wurden verschiedene Projekte ins Leben gerufen, die den Namen von Prinz Mohammed bin Salman tragen, darunter die folgenden:
– Das Mohammed-Bin-Salman-Projekt für die Entwicklung historischer Moscheen wurde 2018 bekannt gegeben und würdigte die große Bedeutung der historischen Moscheen für die islamische Religion. Diese Moscheen sind wichtige Wahrzeichen im Bereich des zivilisatorischen städtischen Kulturerbes und bewahren die Authentizität ihres architektonischen Charakters. Die in das Programm aufgenommenen Moscheen sind Belege für die historische, kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung und haben auf diese Weise Anteil an der Weiterentwicklung der Bauweise von modernen Moscheen.
– Die Mohammed-Bin-Salman-Stiftung (Misk) wurde 2011 gegründet, um das Lernen zu fördern, die Führungsqualitäten junger Menschen zu entwickeln, verschiedene Möglichkeiten zur Unterstützung von Talenten und kreativer Energie anzubieten, ein gesundes Umfeld für deren Wachstum zu schaffen und zur Verwandlung des Königreichs in eine wissensbasierte Wirtschaft beizutragen. Erfolgen soll dies durch eine Reihe von Programmen, darunter das „Elite“-Programm für die Betreuung und Unterstützung von Studierenden, das „Spark“-Programm zur Förderung von ambitionierten Unternehmern, die Initiative „Innovation Diwan“ zur Stärkung der Rolle von Jugendlichen als Innovations- und Inspirationskraft sowie das Programm „Leaders 2030“ für Personen, die in nationale Führungsrollen streben und auf höherer Ebene Einfluss ausüben möchten.
– Die Mohammed bin Salman Nonprofit City in Riad, eine integrierte und fußgängerfreundliche nachhaltige Stadt, die als Modell für den effizienten Einsatz von Ressourcen dienen und die höchsten Nachhaltigkeitsstandards erfüllen soll. Sie besteht aus mehreren miteinander verbundenen Bereichen, um die Lebensqualität zu verbessern und den fortschrittlichen zivilisatorischen Charakter hervorzuheben. Jeder Bereich, von Wohngebieten und Bildungseinrichtungen bis zu Logistikzentren und Gemeinschaftseinrichtungen, hat seine eigenen Besonderheiten und eine unverwechselbare Identität.
– Die Prinz-Mohammed-Bin-Salman-Park-Stiftung beaufsichtigt den Prinz-Mohammed-Bin-Salman-Park in der Nähe der King Abdullah International Gardens im Westen von Riad. Der Park hat eine Fläche von rund 22 Mio. m² und umfasst Wohn-, Gewerbe- und Unterhaltungseinrichtungen. Er trägt zu einer Verbesserung der Lebensqualität bei, was im Einklang mit den Zielen der saudischen Vision 2030 für eine lebendige und gesunde Gesellschaft steht, und verbessert zudem das globale Ranking von Riad.
– Die Prince Mohammed Bin Salman Road in Riad ist eine der größten Straßen in Riad und verbindet die King Khalid Road mit der al-Janadriyah Road, in der sich das Projekt „Sports Boulevard“ befindet.
– Die Prinz-Mohammed-bin-Salman-Hochschule für Wirtschaft und Unternehmertum wurde gegründet mit dem Ziel, eine neue Generation innovativer Führungspersönlichkeiten zu entwickeln, die sich durch eine mutige und kreative Denkweise auszeichnen. Dafür werden im Rahmen einer internationalen Partnerschaftsvereinbarung zwischen der Emaar Economic City, Babson Global und Lockheed Martin sowie unter der Schirmherrschaft des Programms für einen ausgeglichenen Staatshaushalt im Königreich und der Misk-Stiftung nach höchsten internationalen Standards Unternehmer ausgebildet, die für die Arbeit in verschiedenen Bereichen qualifiziert sind.
– Das Prince Mohammed Bin Salman Stadium, eines der Projekte der Qiddiya Investment Company, gilt als eines der besten Stadien weltweit. Es gehört auch zu den Stadien, die für die Austragung von Spielen im Rahmen der Fußball-WM 2034 nominiert sind, und soll als Zentrum für sportliche, kulturelle und künstlerische Events dienen. Das mitten in der Stadt Qiddiya gelegene und lediglich 40 Minuten von der Stadt Riad entfernte Stadion steht in 200 m Höhe auf einem der Gipfel des Tuwaiq-Gebirges. Mit seinem innovativen Design und hochmodernen Technologien ist es eine Attraktion für Touristen aus aller Welt.
Saudi-Arabien-Vision 2030
Am 25.04.2016 verkündete Prinz Mohammed bin Salman die saudische Vision 2030 als Fahrplan für eine historische Transformation des Königreichs über alle Sektoren hinweg. Er sagte: „Es ist mir ein Vergnügen, Ihnen die Zukunftsvision des Königreichs zu präsentieren. Es handelt sich um einen ehrgeizigen, aber realisierbaren Plan, der unsere langfristigen Ziele und Erwartungen zum Ausdruck bringt sowie die Stärken und Möglichkeiten unseres Landes widerspiegelt.“ Ziel der Vision ist es, sich die Stärken, die dem Königreich von Allah verliehen wurden, zunutze zu machen. Dazu gehören die einzigartige strategische Lage, eine unvergleichliche Investitionskraft sowie der arabische und islamische Tiefgang. Das übergeordnete Ziel ist es, zu den weltweit führenden Ländern zu gehören.
Die Vision stützt sich auf drei wesentliche Säulen: eine lebendige Gesellschaft, eine florierende Wirtschaft und eine aufstrebende Nation. Die Integration und Stimmigkeit dieser Säulen ist entscheidend dafür, dass die Ziele des Königreichs erreicht werden. Die Vision setzt auf die zentralen Stärken, insbesondere dass das Königreich das Land der beiden heiligen Stätten ist – ein für mehr als eine Milliarde Muslime heiliger Ort und die Qibla machen das Land zum Herzen der arabischen und islamischen Welt. Zudem hebt die Vision die Notwendigkeit hervor, dass das Königreich seine Investitionskraft für den Aufbau einer vielfältigeren und nachhaltigen Wirtschaft einsetzt. Sie unterstreicht zudem, wie wichtig es ist, dass das Land seine strategische Lage als Verbindungspunkt der drei Kontinente Afrika, Asien und Europa nutzt, um seine Position als wichtiger Motor des internationalen Handels zu verbessern.
Ziele der saudischen Vision 2030
Die Vision hat umfassende Ziele und Ambitionen festgelegt. Die erste Säule, „Dynamische Gesellschaft“, konzentriert sich auf die Förderung von islamischen Werten und nationaler Identität, das Betreuen von Pilgern, das Verbessern der Lebensqualität und Vorbereiten des Königreichs auf eine Positionierung als bevorzugtes und führendes globales Reiseziel. In diesem Rahmen wurden die folgenden Ziele formuliert: Erhöhen der Lebenserwartung von 74 auf 80 Jahre; Verbessern des Rankings im Social Capital Index vom 26. auf den 10. Platz im weltweiten Vergleich; Erhöhen des Anteils der Menschen, die mindestens einmal die Woche Sport treiben, von 13 % auf 40 %; Steigern der Haushaltsausgaben für Kultur- und Unterhaltungsangebote im Königreich von 2,6 % auf 6 %; Verdoppeln der Zahl der bei der UNESCO registrierten archäologischen Stätten; Ausbau der Kapazität für den Empfang von Pilgern von 8 Mio. auf 30 Mio. Omrah-Pilger pro Jahr.
Die Säule „Florierende Wirtschaft“ konzentriert sich auf folgendes: Eröffnen von Chancen für alle Menschen; Entwickeln eines auf den Arbeitsmarkt ausgerichteten Bildungssystems; Ausstatten der jungen Männer und Frauen im Königreich mit den für zukünftige Anforderungen erforderlichen Fähigkeiten; Eröffnen von wirtschaftlichen Möglichkeiten für Unternehmer, KMUs und Großunternehmen; Aufbau von zukunftsträchtigen und neuen Wirtschaftsbereichen; Diversifizieren der Wirtschaft; Schaffen von zusätzlichen Arbeitsplätzen. Für diese Säule wurden in der Vision ehrgeizige Ziele formuliert, darunter die folgenden: Steigern des erdölbereinigten Anteils am BIP von 18,7 % auf 50 %; Verbessern des Königreichs im Logistics Performance Index von Platz 49 auf Platz 25 weltweit sowie auf Platz 1 in der Region; Erhöhen des Anteils der ausländischen Direktinvestitionen am BIP von 3,8 % auf den globalen Durchschnitt von 5,7 %; Verbessern vom 25. Platz unter die besten zehn Länder im Global Competitive Index. Weitere Ziele der Vision: Steigern des Werts der PIF-Vermögenswerte von 600 Mrd. SAR auf über 7 Bio. SAR; Erhöhen des Anteils der lokalen Inhalte im Öl- und Gassektor von 40 % auf 75 %; Vergrößern der saudischen Wirtschaft von Platz 19 auf einen Platz unter die Top 15; Erreichen eines Beitrags des Privatsektors zum BIP von 40 % auf 65 %; Erhöhen des Anteils von Frauen in der Erwerbsbevölkerung von 22 % auf 30 %; Steigern des Beitrags von KMUs zum BIP von 20 % auf 35 %; Verringern der Arbeitslosenquote von 12,3 % auf 7 %.
Die Säule „Aufstrebende Nation“ legt den Schwerpunkt auf eine effiziente und transparente Regierung mit hoher Leistungsfähigkeit und fördert dadurch ein für alle Bürger förderliches Umfeld im öffentlichen, privaten und gemeinnützigen Sektor. Dazu gehören auch das Verbessern der Nachhaltigkeit, der Schutz der staatlichen Ressourcen sowie das Erhöhen des Beitrags des Non-Profit-Sektors zum BIP von unter 1 % auf 5 %. Zudem soll der Anteil der privaten Ersparnisse am Gesamteinkommen von 6 % auf 11 % gesteigert werden. Ein weiteres Ziel ist es, das Königreich im E-Government Development Index vom 36. Platz auf einen Platz in den Top 5 weltweit zu verbessern. Gleichzeitig konnte die anvisierte Verbesserung im Government Effectiveness Index erreicht und die Position von Rang 20 auf Rang 18 verbessert werden. Ein weiteres Ziel ist die Erhöhung der staatlichen Nicht-Öleinnahmen von 162 Mrd. SAR auf 1 Bio. SAR pro Jahr.
Programme für die Realisierung der Saudi-Arabien-Vision 2030
Für die Vision und die Realisierung der mit ihr verbundenen Ziele und Ambitionen wurden verschiedene Ausführungsprogramme erarbeitet. Es wurden verschiedene Programme gestartet, die als Pläne für die Umsetzung übernommen werden und sich an vorgegebenen Zielen und wichtigen Leistungsindikatoren orientieren. In den ersten Jahren nach Beginn der Version wurden einige Programme umgestaltet und an die Hoffnungen und Ambitionen angepasst. Dabei handelt es sich um die folgenden Programme:
Programm für Entwicklung des Finanzsektors
Seit dem Startschuss durch Prinz Mohammed bin Salman strebt die saudische Vision 2030 eine Umstrukturierung der nationalen Wirtschaft an. Der Start des Programms für Entwicklung des Finanzsektors im Jahr 2018 hat dazu beigetragen, die nationale Wirtschaft zu fördern und zu entwickeln, was dazu geführt hat, den saudischen Kapitalmarkt unter die global führenden Märkte zu führen sowie die Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Finanzsektors zu erhalten.
Das Programm hat für das Jahr 2025 verschiedene Ziele formuliert:
– Erhöhen des gesamten Vermögenswerte des Banksektors auf 3.515 Mrd. SAR
– Steigern des Marktwerts der Wertpapierbörse „Tadawul“ auf 80,8 % des BIP (Aramco ausgenommen)
– Fördern von 230 jungen Start-ups im Bereich Finanztechnologie
– Erhöhen des Anteils der KMU-Finanzierung durch Banken auf 11 %
– Erhöhen der gebuchten Bruttobeiträge am erdölbereinigten BIP auf 2,4 %
– Steigern der Digitalisierungsquote im Zahlungsverkehr auf 70 %, um die digitale Infrastruktur zu entwickeln
Erfolge:
– Fördern von Innovationen und Unternehmertum sowie Schaffen eines für deren Wachstum geeigneten regulatorischen Umfelds durch Bereitstellen von mehr als 2 Mrd. SAR an Initiativen für indirekte Kreditvergabe über 2.300 Unternehmen
– Lizenzieren von 18 Unternehmen im Bereich Finanztechnologie durch die Saudische Zentralbank im Jahr 2021
– Elektronische Zahlungen erreichen 57 % der gesamten Zahlungen und übertreffen damit erstmals die Barzahlungen im Königreich
Programm für finanzielle Nachhaltigkeit
Prinz Mohammed bin Salman war besonders daran gelegen, dass die saudische Vision 2030 die finanzielle Nachhaltigkeit sicherstellt. 2016 startete er das Programm für finanzielle Nachhaltigkeit, zunächst unter dem Namen „Erreichen eines ausgeglichenen Haushalts“. Später wurde das Programm umstrukturiert und an die Anforderungen der laufenden Phase angepasst. Durch die Einrichtung von wichtigen Stellen wie die Government Expenditure and Projects Efficiency Authority, das Nationale Zentrum für Schuldenmanagement und das Zentrum für die Entwicklung der nicht auf Öl basierenden Einnahmen hat das Programm dazu beigetragen, die Haushaltsdisziplin und die öffentliche Finanzlage zu verbessern.
Erfolge:
– Kontrolle der Höhe des gesamten Haushaltsdefizits des Staates
– Ausbau und Entwicklung der nicht auf Öl basierenden Einnahmen
– Höhere Effizienz bei den Kapital- und Betriebsausgaben des Staates
Transformationsprogramm für den Gesundheitssektor
Das von Prinz Mohammed bin Salman ins Leben gerufene Transformationsprogramm für den Gesundheitssektor gehört zu den Programmen für die Realisierung der saudischen Vision 2030. Im Zuge des Programms soll der Gesundheitssektor neu strukturiert und zu einem umfassenden, leistungsstarken und integrierten Gesundheitssystem entwickelt werden, das auf der Gesundheit des Einzelnen und der Gemeinschaft basiert und Bürger, Einwohner und Besucher einschließt. Dabei setzt es auf eine wertorientierte Versorgung, die Transparenz und finanzielle Nachhaltigkeit gewährleistet, indem die öffentliche Gesundheit sowie die Gesundheitsvorsorge gefördert werden.
Ziele des Programms:
– Erleichtern des Zugangs zu Gesundheitsdiensten
– Verbessern der Qualität und Effizienz der Gesundheitsdienste
– Verstärken des Schutzes vor Gesundheitsrisiken
– Erhöhen der Verkehrssicherheit
– Versorgen von 88 % aller Bevölkerungsgruppen im Königreich mit Gesundheitsdienstleistungen bis Ende 2025
– Sicherstellen, dass bis Ende 2025 100 % der Bevölkerung im Königreich in der vereinheitlichten digitalen Krankenakte erfasst sind
Erfolge:
– Medizinische Notfallversorgung innerhalb von vier Stunden nach der Ankunft in einer medizinischen Einrichtung für mehr als 90 % der Patienten
– Rückgang der Zahl der Verkehrstoten um 55 % innerhalb in fünf Jahren
– Eröffnung des weltweit größten virtuellen Krankenhauses mit mehr als 34 Fachbereichen, das mit moderner und innovativer Technologie ausgestattet ist
– Ausbildung von mehr als 345.000 Freiwilligen für Beiträge zur Unterstützung der Gesundheitsversorgung
– Erhöhung der Lebenserwartung saudischer Bürger von 74,8 Jahren auf 75,3 Jahre innerhalb von vier Jahren
Wohnungsbauprogramm
Das Wohnungsbauprogramm wurde 2018 vorgestellt und sollte helfen, eines der ehrgeizigsten Ziele der saudischen Vision 2030 zu erreichen. Es soll Lösungen für Wohnraum sowie Finanzierungsmöglichkeiten bereitstellen, die es saudischen Familien ermöglichen, Besitzer eines angemessenen Wohnraums zu werden, der ihren jeweiligen Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten entspricht. Die Initiative läuft parallel zu den Maßnahmen, das Angebot von Wohnraum zu erhöhen, und zwar mit einer hohen Qualität, zu bezahlbaren Preisen und innerhalb kürzerer Zeit.
Ziele:
– Erhöhen der Wohneigentumsrate der Bürger auf 70 % bis Ende 2030
– Bereitstellen von 40.000 entwicklungsbezogenen Wohneinheiten zur Unterstützung der bedürftigsten Familien bis Ende 2025
– Steigern der Zufriedenheit der Bürger mit den Dienstleistungen des Programms auf 80 % bis Ende 2025
– Unterzeichnen von 355.000 neuen Finanzierungsverträgen, um bis Ende 2025 die Kontinuität der subventionierten Immobilienfinanzierungsverträge zu verbessern
– Erreichen eines Beitrags zum BIP von 157 Mrd. SAR bis Ende 2025
– Schaffen von mehr als 38.000 direkten Arbeitsplätzen für saudische Staatsangehörige bis Ende 2025
Erfolge:
– Steigern der Wohneigentumsrate der Bürger von 47 % im Jahr 2016 auf 60 % im Jahr 2020
– Verkürzen der Wartezeit für Wohnraumförderung von 15 Jahren auf einen sofortigen Leistungsanspruch über die Plattform „Sakani“ sowie Bereitstellen von Wohnraum und Finanzierungslösungen für 834.000 Familien
– Bereitstellen angemessenen Wohnraums für die bedürftigsten Familien durch Bereitstellen von über 46.000 Wohneinheiten in den verschiedenen Regionen des Königreichs
Programm zur Entwicklung menschlicher Fähigkeiten
Das 2010 von Prinz Mohammed bin Salman ins Leben gerufene Programm zur Entwicklung menschlicher Fähigkeiten verfolgt das Ziel, die Bürger beim Erwerb von Fähigkeiten zu unterstützen, mit denen sie auf globaler Ebene wettbewerbsfähig sind, indem Werte gefördert, unentbehrliche und für die Zukunft wichtige Fähigkeiten vermittelt sowie das Wissen erweitert werden. Im Mittelpunkt steht dabei der Aufbau einer soliden Bildungsgrundlage, die dazu beiträgt, bereits ab jungen Jahren Werte zu vermitteln und die Bürger auf den lokalen und globalen Arbeitsmarkt der Zukunft vorzubereiten.
Zentrale Ziele bis Ende 2025:
– Steigern der Quote der Kindergartenanmeldungen auf 40 %
– Platzieren von sechs saudischen Universitäten unter den besten 200 Universitäten der Welt
– Erreichen des 45. Rangs für das Königreich unter den 157 Ländern im Human Capital Index der Weltbank
– Erhöhen der Lokalisierungsrate für hochqualifizierte Berufe um 40 %
Erfolge:
– Aufnahme der Industriestadt Yanbu in das UNESCO Global Network of Learning Cities
– Verbesserung des Königreichs im Global Knowledge Index 2021 auf den weltweit neunten Platz im Bereich der technischen und beruflichen Bildung und Ausbildung
– Entwickeln der Plattform für virtuelle Kindergärten und Veröffentlichen neuer Versionen, um altersangemessene Inhalte für jede Altersstufe zu ermitteln
– Erhöhen der Zahl der Nutzer von Distanzlernangeboten auf 9 Mio. Menschen im Königreich und Aktivieren der Übertragung von Bildungsinhalten auf 23 Sendern für das Satellitenfernsehen
– Bereitstellen von 3.700 beruflichen Entwicklungsprogrammen für über 420.000 Beschäftigte in pädagogischen Fachgebieten
– Steigerung der Publikation von wissenschaftlichen Forschungsarbeiten um 120 %
Nationales Programm für industrielle Entwicklung und Logistik
Das Nationale Programm für industrielle Entwicklung und Logistik realisiert die Ambitionen Prinz Mohammed bin Salmans und der saudischen Vision 2030, das Königreich zu einer führenden Industrienation und einer globalen Logistikplattform zu machen. Dafür soll die Wertschöpfung in den Bereichen Bergbau und Industrie maximiert und der Fokus auf zwei Achsen, heimische Inhalte und die Vierte industrielle Revolution, gelegt werden. Es wurde 2019 ins Leben gerufen.
Zentrale Ziele bis Ende 2025:
– Verringern der Dauer für die Ausstellung einer Bergbaulizenz auf unter 60 Tage
– Geologische Untersuchung von 50 % des Arabischen Schilds
– Erreichen einer Effizienz von 40,8 % bei der Stromerzeugung
– Erhöhen des Anteils lokaler Inhalte auf 70 % im Öl- und Gassektor
– Einrichten von acht verschiedenen Wirtschaftszonen im Königreich
– Übertreffen des Ergebnisses von 3,38 von 5 im Logistics Performance Index
– Erreichen einer betrieblichen Auslastung der Häfen von 70 % als Gegenleistung für die Kapazitätssteigerung
– Erhöhen des Anteils der pharmazeutischen Herstellung auf 30 % am gesamten Marktvolumen
– Erhöhen der Produktionskapazität im Aquakulturbereich auf 300.000 t pro Jahr
– Inbetriebnahme von fünf nationalen Kompetenzzentren für Technologien der vierten industriellen Revolution
– Erhöhen des Wertes lokaler Inhalte auf 1,24 Mrd. SAR im Nicht-Ölbereich
– Erreichen von 20 Logistikzentren, die über die notwendigen Verbindungen verfügen, um Re-Exporte zu ermöglichen
Erfolge:
– Erreichen von Einnahmen in Höhe von 1 Mrd. SAR im Bergbau, dem bisher höchsten Wert der Geschichte
– Erreichen von Gewinnen von über 18 Mrd. SAR sowie Start von mehr als 23.000 staatlichen Ausschreibungen bis 2020
– Start des Programms „Made in Saudi“ zum Aufbau einer einheitlichen Identität für saudische Produkte und Dienstleistungen
– Start des Programms für regionale geologische Untersuchungen, des größten dieser Art in der Region
– Einführung von fünf neuen Schifffahrtslinien, um regionale Märkte zu bedienen und die globale Anbindung der saudischen Häfen zu verbessern
– Start von Projekten für erneuerbare Energien und Betrieb des ersten Solarkraftwerks in Sakaka
Nationales Transformationsprogramm
Prinz Mohammed bin Salman hat das Nationale Transformationsprogramm, das 2016 als erstes Programm der saudischen Vision 2030 ins Leben gerufen wurde, als „Ausführungsprogramm zur Erreichung der Ziele der saudischen Vision 2030 in verschiedenen Sektoren, mit besonderem Fokus auf die Bereiche Dienstleistungen und Bedürfnisse von Bürgern“ beschrieben. Zu den Schwerpunkten des Programms gehören die folgenden: Aufwerten der Infrastruktur im öffentlichen, privaten und Non-Profit-Sektor; Fördern von herausragenden Regierungsleistungen; Unterstützen der digitalen Transformation; Fördern des Wachstums des Privatsektors; Fördern von Wirtschaftspartnerschaften; Vorantreiben der Gemeindeentwicklung; Gewährleisten der Nachhaltigkeit von lebenswichtigen Ressourcen.
Zentrale Ziele bis Ende 2025:
– Vergrößern der sanierten Flächen mit natürlichen Vegetationsdecken auf 86.982 ha
– Erreichen einer Zahl von 600.000 ehrenamtlich Tätigen im Königreich
– Erhöhen des Anteils der Digitalwirtschaft am BIP auf 19,2 %
– Erreichen einer Digitalisierungsrate von 92 % für zentrale Regierungsdienstleistungen
– Erhöhen der ausländischen Direktinvestitionen auf 95,4 Mrd. SAR
Erfolge:
– 1. Platz für das Königreich unter den fortschrittlichsten G20-Ländern in Bezug auf die digitale Wettbewerbsfähigkeit
– Erhöhung der Erwerbsquote saudischer Frauen auf 35,6 %
– Erhöhung der Anzahl der ehrenamtlichen Tätigen im Königreich um mehr als das 14-fache, von 34.000 im Jahr 2016 auf 484.000 im Jahr 2021
– Start der Initiative „Invest Saudi“ sowie Ausstellung von 1.278 Lizenzen für Auslandsinvestitionen
– Größte Nahrungsmittelvorräte im Nahen Osten im Königreich
– 2. Platz im Nahen Osten für das Königreich bei der Verfügbarkeit von 5G-Netzen im gesamten Nahen Osten, 3. Platz bei der 5G-Netzabdeckung sowie 4. Platz bezüglich der Upload-Geschwindigkeit laut Opensignal Global 5G Benchmark für das Jahr 2022
– Ausweisung von sieben königlichen Naturschutzgebieten, um die heimische Flora und Fauna sowie bedrohte Arten zu schützen
Pilger-Erlebnisprogramm
Das 2019 vom Diener der beiden Heiligen Stätten König Salman ibn abd al-Aziz in Anwesenheit von Prinz Mohammed bin Salman ins Leben gerufene Pilger-Erlebnisprogramm gewann enorm an Dynamik und verlieh der Rolle des Königreichs im Dienst für die beiden Heiligen Moscheen und deren Besuchern im Laufe der Jahrhunderte Ausdruck. Es bietet der größtmöglichen Zahl von Muslimen die Gelegenheit, die Hadsch- und Omrah-Rituale vollständig durchzuführen sowie ihre Erfahrung zu bereichern und zu vertiefen.
Ziele bis Ende 2025:
– Erhöhen der Kapazität auf 15 Mio. Omrah-Pilger pro Jahr
– Sanierung von 15 historischen und kulturellen Stätten
– Erhöhen der Zufriedenheit der Hadsch- und Omrah-Pilger mit den angebotenen Dienstleistungen auf 85 %
Erfolge:
– Einführung eines neuen Visums, das Bürgern von GCC-Staaten den Besuch im Königreich ermöglicht; Erhöhung der Besucherzahl auf 56.000 Besucher in einem Monat
– Einführung von elektronischen Visa für Hadsch- und Omrah-Pilger, wodurch die Bearbeitungszeit für Omrah-Visa von 14 Tagen auf lediglich 5 Minuten gesenkt werden konnte
– Reduzierung der Wartezeit der Pilger an Häfen auf 15 Minuten, da die Initiative „Route nach Mekka“ zur Erleichterung der Einreise beigetragen hat
– Einführung einer umfassenden Krankversicherung für Pilger
– Start eines Projekts für die Entwicklung von 40 historischen Moscheen und Stätten
– Einführung der Elektronischen Lernplattform Wifadah zur Qualifizierung und Schulung von Arbeitskräften zur Betreuung der Pilger
– Verbesserung der An- und Durchreise von Hadsch- und Omrah-Pilgern durch den Start der Hochgeschwindigkeitsstrecke Haramain Express
Privatisierungsprogramm
Durch das 2018 ins Leben gerufene Privatisierungsprogramm hat die saudische Vision 2030 dem Privatsektor eine Plattform zum Anbieten von Dienstleistungen sowie zum Steigern der Effizienz des Anlagenbetriebs im Allgemeinen gegeben. Ziele des Programms: Verbessern der Dienstleistungsqualität und Beitrag zur Kostensenkung; Fördern der wirtschaftlichen Entwicklung; Steigern der Wettbewerbsfähigkeit zur Bewältigung von Herausforderungen sowie des Wettbewerbs auf regionaler und internationaler Ebene; Gewinnen von ausländischen Direktinvestitionen; Verbessern der Zahlungsbilanz.
Ziele bis Ende 2025:
– Steigern staatlichen Einnahmen im Nicht-Ölbereich auf 143 Mrd. SAR
– Erhöhen des Investitionswerts der öffentlich-privaten Partnerschaften auf 62 Mrd. SAR
– Erreichen eines Gesamtwerts von 14 Mrd. SAR für die Effizienz im Bereich staatlicher Ausgaben durch Partnerschaften
Erfolge:
– Abschluss der Privatisierung der Müllereibranche, einschließlich der vollständigen Veräußerung von Anteilen an Müllereien an Investoren aus dem Privatsektor
– Abschluss des Vertrags für das Projekt für die unabhängige Wasserproduktionsanlage Jubail 3; Unterzeichnen des Vertrags für das Projekt für die unabhängige Wasserproduktionsanlage Yanbu 4 mit den siegreichen Kooperationen
– Vertragsabschluss und finanzieller Abschluss der ersten Gruppe der Initiative zum Gewinnen von privaten Investitionen, um den Bau von Lehrgebäuden zu finanzieren; Start eines Wettbewerbs für die zweite Gruppe
Public Investment Fund-Programm
Prinz Mohammed bin Salman war bestrebt, den Einfluss des Königreichs sowie dessen Rolle auf regionaler und globaler Ebene zu stärken, indem er persönlich die Leitung des Public Investment Fund Program übernahm. Das Programm zielt darauf ab, die Rolle des Fonds als Katalysator für die wirtschaftliche Diversifizierung zu stärken und zur Entwicklung von spezifischen strategischen Sektoren beizutragen, indem die Wirkung der Fondsinvestitionen maximiert und versucht wird, diesen als einen der weltweit größten Staatsfonds zu positionieren.
Zentrale Ziele bis Ende 2025:
– Steigern der vom Fonds verwalteten Vermögenswerte auf 4 Bio. SAR
– Investitionen von über 150 Mrd. SAR pro Jahr in neue nationale Projekte
– Erhöhen des Anteils der Vermögenswerte in neuen und vielversprechenden Sektoren auf 21 %
– Erhöhen des Anteils von Vermögenswerten in globalen Märkten auf 24 %
– Erreichen eines kumulativen Beitrags zum erdölbereinigten BIP in Höhe von 1,2 Bio. SAR
– Bereitstellen von insgesamt 1,8 Mio. direkten und indirekten Stellen
– Steigern des Beitrags des Fonds und seiner Portfoliounternehmen zu den lokalen Inhalten auf 60 %
– Erhöhen der nicht staatlichen Gesamteinnahmen auf 1,2 Bio. SAR
Erfolge:
– Steigern der Gesamtvermögenswerte von 5 % im Jahr 2016 auf 31 % im Jahr 2020; Verdreifachung des vom Fonds verwalteten Vermögens auf rund 1,5 Bio. SAR im selben Zeitraum
– Steigern der jährlichen Aktienrendite von 3 % im Zeitraum 2014–2016 auf 8 % im Zeitraum 2018–2020
– Startschuss für fünf Megaprojekte: NEOM, Qiddiya, Red Sea, Roshn und Diriyah Company
– Gründung von mehr als 30 Unternehmen in über 10 neuen Sektoren, darunter Unterhaltung, Tourismus, Rüstungsindustrie, erneuerbare Energie und Refinanzierung
– Humankapitalzuwachs durch Schaffen von mehr als 365.000 direkten und indirekten Arbeitsplätzen bis Ende 2020
Lebensqualitätsprogramm
Prinz Mohammed bin Salman räumt der Lebensqualität Priorität ein und macht sie zu einem erklärten Ziel der saudischen Vision 2030. Das unterstreicht das Engagement der Staatsführung für das Wohlergehen der Bürger. Im Einklang damit hat der CEDA im Jahr 2018 das Quality of Life-Programm ins Leben gerufen, um dynamische Optionen anzubieten, die positive Lebensweisen fördern, die Teilhabe von Bürgern, Bewohnern und Besuchern an Kultur-, Unterhaltungs-, Sport- und Tourismusaktivitäten stärken, die Entstehung von Arbeitsplätzen und die wirtschaftliche Diversifizierung fördern sowie die Position saudischer Städte in internationalen Rankings für die besten Städte weltweit verbessern.
Ziele bis Ende 2030:
– Platzieren von drei saudischen Städten unter den hundert besten Städten der Welt in puncto Lebensqualität
– Erhöhen der Zahl der Arbeitskräfte im saudischen Kulturbereich auf 143.746
– Erhöhen des Vertrauensniveaus in die Sicherheitsdienste auf 90 %
– Steigern des Anteils der Bevölkerung, der sich wöchentlich an sportlichen und körperlichen Aktivitäten beteiligt, auf 40 %
– Steigern der Zahl der Unterhaltungsstätten auf 613
– Beschäftigen von 1,6 Mio. direkten Angestellten im Tourismusbereich
Erfolge:
– Zuweisung von Zuschüssen in Höhe von über 1 Mio. SAR im Rahmen des „Game Founders“-Programms zur Förderung von Videospiel-Programmierern und -Entwicklern
– 3. Platz für das Königreich unter den arabischen Ländern im World Happiness Report 2022
– Einführung der einheitlichen Notrufnummer 911 in Riad, Mekka, und der Provinz Asch-Scharqiyya
– Organisation von 3.800 Unterhaltungsevents mit über 80 Mio. Teilnehmern aus aller Welt
– Aufnahme von sechs saudischen Stätten in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes
– Empfang von 67 Mio. Touristen im Jahr 2021
Projekte vom Prinz Mohammed bin Salman
NEOM
2017 gab Prinz Mohammed bin Salman den Startschuss für das Vorzeigeprojekt des PIF, NEOM, mit einfallsreichen Möglichkeiten und einer gewaltigen Investitionskapazität von über 500 Mrd. USD, gepaart mit einer einzigartigen Lage als Brücke zwischen drei Kontinenten. Es ist eine kühne und ambitionierte Vision für eine neue Zukunft und markiert den Beginn von transformativen Veränderungen, die die Zukunft der geschäftlichen Innovation, der Lebensweise und der Nachhaltigkeit umfassen.
Das Projekt setzt ausschließlich auf erneuerbare Energiequellen und steht für drei wesentliche Ziele: eine außergewöhnliche Lebensweise, ein florierendes wirtschaftliches Umfeld sowie die Neuerfindung des Konzepts der Nachhaltigkeit. Das Projekt NEOM umfasst fünf Regionen: Sindalah, The Line, Oxagon, Trojena und den Golf von Akaba.
Sindalah
Am 05.12.2022 kündigte Prinz Mohammed bin Salman die Entwicklung der Insel Sindalah im Roten Meer an, die sich über eine Fläche von ca. 840.000 m² erstreckt. Sie gilt als Hauptausgangspunkt für Kreuzfahrten im Roten Meer, stellt die erste Anlaufstelle für maritime Luxusreisen in NEOM dar und gehört zu einer Inselgruppe, deren Entwicklung im Rahmen von NEOM vorgesehen wurde.
The Line
Anfang 2021 startete Prinz Mohammed bin Salman das Projekt „The Line“, das seinem Engagement für das saudische Volk und dessen Wohlergehen Ausdruck verleihen sollte. In dieser intelligenten Stadt stehen die Menschen im Vordergrund. Das vorrangige Ziel ist es, die Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen, ohne der Umwelt zu schaden. Die 500 m über dem Meeresspiegel gelegene Stadt ist 170 km lang und 200 m breit. The Line bietet 9 Mio. Menschen Platz und erhält 95 % der natürlichen Umwelt in NEOM.
Bis 2030 soll The Line 380.000 Arbeitsplätze schaffen und 180 Mrd. SAR zum BIP beitragen. Sie setzt zu 100 % auf erneuerbare Energien, was The Line zu einem weltweit führenden Modell für Nachhaltigkeit, ideale Lebensbedingungen und ein Leben im Einklang mit der Natur macht.
Oxagon
Die schwimmende Industriestadt „Oxagon“ wurde am 16.11.2021 von NEOM vorgestellt. Sie stellt ein ganz neues Vorbild für zukünftige Produktionszentren dar und definiert die Art und Weise, wie die Menschheit in Zukunft leben und arbeiten wird, völlig neu.
Trojena
Am 03.03.2022 stellte Prinz Mohammed bin Salman „Trojena“ vor, ein globales Reiseziel für Bergtourismus. Das Projekt vereint natürliche und städtische Umgebungen und bietet für Bewohner wie Besucher auf Menschen zugeschnittene Erlebnisse an. In den sechs Bereichen verschmilzt die Realität mit technischen Innovationen und virtueller Architekturkunst, was Trojena einzigartig macht.
Trojena liegt etwa 50 km von der Küste des Golfs von Akaba entfernt in einem Gebiet mit Höhenlagen zwischen 1.500 und 2.600 m über dem Meeresspiegel.
Magna
Das Projekt „Magna“, ein Gebiet für Luxustourismus an der Küste von NEOM, liegt am Golf von Akaba und verfügt über zwölf Reiseziele für Touristen, darunter die folgenden:
Leyja
Am 15.10.2023 wurde die Entwicklung von „Leyja“ als neuem Tourismusziel bekannt gegeben. Leyja entsteht in einer natürlichen Oase zwischen Tälern und Bergen und wird über drei Hotels und exklusive Ausstattungsmerkmale verfügen. Hier sollen touristische und sportliche Erlebnisse, abenteuerliche Erkundungen sowie vielfältige Dienstleistungen angeboten werden. Leyja liegt in einem historisch bedeutenden Gebiet innerhalb von NEOM und erstreckt sich von der Küste am Golf von Akaba in Richtung Westen. Dabei durchläuft es das naturbelassene Gebiet, ein gewundenes, von 400 Meter hohen Bergen umgebenes Tal, das über mehrere tausend Jahre vom Wasser geformt wurde.
Epicon
Am 15.11.2023 wurde die Entwicklung von „Epicon“ angekündigt. Dabei handelt es sich um ein luxuriöses Touristenziel mit fünf unterschiedlichen Anlagen mit nachhaltigem und innovativem Design, die mit der natürlichen Umgebung am Golf von Akaba harmonieren. Die Einrichtung verfügt über zwei Türme mit einer Höhe von 225 m bzw. 275 m, in denen sich ein Ultra-Luxushotel mit 41 ultraluxuriösen Touristenapartments und Luxusresidenzen inklusive 14 Suiten und Wohnungen befinden. In der Nähe des Hotels befindet sich ein Resort mit 120 Zimmern und 45 Strandvillen.
Siranna
Am 29.11.2023 kündigte NEOM das Reiseziel „Siranna“ als modernes touristisches Reiseziel innerhalb von NEOM an. Siranna liegt an der Küste zum Golf von Akaba und dient als Modell für ein Luxusleben direkt am Strand, das gleichzeitig die Zusage NEOMs an die Grundsätze von Nachhaltigkeit und Naturschutz verkörpert.
Utamo
Am 13.12.2023 wurde die Entwicklung von „Utamo“ bekannt gegeben, einem Reiseziel, das ein breites Spektrum an Kunst- und Unterhaltungserlebnissen bieten und als idealer Ort für die Ausrichtung von innovativen Events und Aktivitäten sowie für die Unterbringung von internationalen Künstlern dienen soll. Dank der Berglage mit Blick auf die Küste zum Golf von Akaba wartet Utamo mit einer unvergleichlichen Umgebung auf, die es qualitativ von traditionellen Unterhaltungskonzepten abhebt.
Norlana
Am 27.12.2023 wurde der Start von „Norlana“ angekündigt. Dabei handelt es sich um eine nach den neuesten Stilelementen gestaltete Wohnanlage, in der Erholung und Gesundheit im Mittelpunkt stehen. Dank der Lage an der Küste zum Golf von Akaba verfügt der Norlana-Komplex, der 3.000 Bewohnern Platz bietet, über eine einzigartige Umgebung. Er ist mit den neuesten Technologien ausgestattet, um einen nachhaltigen und gesunden Lebensstil zu ermöglichen.
Reiseziel „Aquellum”
Bei dem am 10.01.2024 angekündigten Reiseziel „Aquellum” handelt es sich um eine vom Lebensstil der Zukunft inspirierte digitale Gemeinde unter der Erdoberfläche eines bis zu 450 m hohen Gebirgszugs.
Reiseziel „Zardun”
Am 24.01.2024 wurde das Reiseziel „Zardun” bekannt gegeben, ein Urlaubsort mit vier ultraluxuriösen Gebäuden, deren Design mit der umliegenden Landschaft harmonieren soll. Der Ort besticht als unvergleichliches Reiseziel, an dem Luxus und Natur nahtlos ineinander übergehen.
Reiseziel „Xaynor”
Das Reiseziel „Xaynor” wurde am 07.02.2024 angekündigt und soll Besucher auf der Suche nach einem ultraluxuriösen touristischen Erlebnis anlocken. Die einmalige Lage am Strand macht Xaynor zu einem außergewöhnlichen Reiseziel mit exklusiven und unvergleichlichen Erlebnissen.
Reiseziel Elanan
Das Reiseziel Elanan wurde am 21.02.2024 enthüllt. Es befindet sich in einer Umgebung, in der Berge auf das Meer treffen, die über einer grünen Oase thronen, gespeist von uralten natürlichen Quellen in der Gegend. Das Resort mit 80 Zimmern und Privatsuiten steht für einen luxuriösen Lebensstil.
Reiseziel „Gidori”
Das Reiseziel „Gidori”, ein speziell für Golffans konzipiertes und auf Unterhaltung ausgerichtetes Reiseziel an der Küste, wurde am 06.03.2024 vorgestellt. Es zeichnet sich durch eine hängende Struktur mit Blick auf den Strand aus, die architektonischen Einfallsreichtum demonstriert. Das Gebäude verfügt über 190 Apartments mit Meerblick und bietet verschiedene Erlebnisse für Touristen an.
Reiseziel „Treyam“
Das am 20.03.2024 angekündigte Reiseziel befindet sich am Schnittpunkt von Wüstenlandschaften und einem See mit türkisfarbenem Wasser an der Südspitze des Golfs von Akaba. Es verfügt über ein Resort mit innovativem Design, dessen Höhepunkt eine 450 m lange Brücke ist, die Süd- und Nordufer des Sees verbindet und aus der Höhe einen spektakulären Blick auf die umliegende Naturlandschaft bietet.
Reiseziel „Jaumur”
Das Reiseziel wurde am 08.05.2024 angekündigt und umfasst ein Zentrum für Meereswissenschaften und eine internationale Schule sowie Einrichtungen, die mit der umliegenden vielfältigen Naturlandschaft an der Küste des Golfs von Akaba harmonieren. Es bietet Platz für etwa sechstausend Bewohner und umfasst rund 500 Wohnungen mit Blick auf die Marina sowie ca. 700 Villen.
Projekt „New Murabba“
Am 16.02.2023 gab Prinz Mohammed bin Salman den Start des Projekts „New Murabba“, der weltweit größten Innenstadt im Herzen von Riad, bekannt. Das Projekt, das über ein innovatives Museum, eine auf Technologie und Design spezialisierte Universität, ein vielseitig verwendbares integriertes Theater sowie 80 Bereiche für Liveshows und Unterhaltungsangebote verfügt, soll die Lebensqualität verbessern.
Das Projekt erstreckt sich über eine Fläche von 19 km², bei einer Grundfläche von mehr als 25 Mio. m². Dieses PIF-Projekt verfügt zudem über 104.000 Wohneinheiten, 9.000 gastronomische Einrichtungen, über 980.000 m² an Gewerbeflächen, 1,4 Mio. m² an Büroflächen, 620.000 m² an Unterhaltungseinrichtungen sowie 1,8 Mio. m² für Gemeinschaftseinrichtungen.
Projekt „Soudah-Gipfel“
Am 25.09.2023 stellte Prinz Mohammed bin Salman das Gesamtkonzept für das als „Soudah-Gipfel“ bekannte Entwicklungsprojekt in Al-Soudah und Teilen des Gouvernements Rijal Almaa vor. Ziel ist die Entwicklung eines luxuriösen Reiseziels für Bergtourismus auf dem mit 3.015 m über dem Meeresspiegel höchsten Berg im Königreich. Es befindet sich inmitten der natürlich und kulturell einzigartigen Umgebung der Provinz Asir im Südwesten des Königreichs. Das Projekt steht im Einklang mit den Bemühungen des PIF, aussichtsreiche und wichtige Branchen zu fördern und die Entwicklungsstrategie für die Provinz Asir, bekannt als „Qimam wa Shyam“, zu unterstützen.
Das Projekt „Soudah-Gipfel“ soll gehobene Gastronomie für zwei Mio. Besucher anbieten. Das Gesamtkonzept für das Projekt fußt auf der lokalen urbanen Identität und verfügt über sechs verschiedene strategisch positionierte Bereiche: Tahlal, Sahab, Sabrah, Jireen, Rijal und Red Rock. Zu den verschiedenen Anlagen gehören Hotels, Luxus-Bergresorts, Paläste, Wohnanlagen mit malerischer Aussicht und edle Einzelhandelsgeschäfte. Darüber gibt es verschiedene Unterhaltungs-, Sport- und Kulturangebote. Bis 2033 sollen für das Projekt 2.700 Hotelzimmer, 1.336 Wohneinheiten sowie 80.000 m² an Gewerbeflächen entstehen. „Soudah-Gipfel“ besteht aus drei Hauptphasen, die erste Phase soll 2027 abgeschlossen sein.
Projekt „Rotes Meer“
Prinz Mohammed bin Salman misst der Tourismusbranche großen Wert bei. Das Projekt „Rotes Meer“ entsteht deshalb als bedeutendes und unverwechselbares internationales Tourismusprojekt. Das am 31.07.2017 gestartete Projekt erstreckt sich über 28.000 km² unberührte Landschaften und Seen und wartet mit den spektakulärsten und vielfältigsten Landschaften zwischen den Städten Umluj und Al-Wadschh auf. Das Projekt umfasst eine Inselgruppe mit über 90 Inseln sowie Hotels, Wohneinheiten, historische, kulturhistorische und kulturelle Wahrzeichen sowie Unterhaltungsprojekte.
Das Projekt befindet sich in der Nähe von einem der Naturschutzgebiete im Königreich und beinhaltet die archäologische Stätte Hegra (Mada'in Salih), die für ihre urbane Schönheit und historische Bedeutung bekannt ist. Zu den verschiedenen Elementen des Projekts zählen außerdem der Red Sea International Airport, eine landwirtschaftliche Gärtnerei, ein Zentrum für Entsorgungswirtschaft für Feststoffabfälle, Hotels sowie das zentrale Gesundheitszentrum.
Amaala
Die Vision von Prinz Mohammed bin Salman stellt die Stärken des Königreichs in den Mittelpunkt. Bei dem am 26.09.2018 vom PIF ins Leben gerufenen Projekt „Amaala“ handelt es sich um ein ultraluxuriöses Touristenziel an der Küste zum Roten Meer.
Amaala bietet außergewöhnliche Erfahrungen, bei denen Kunst, Kultur und körperliche Gesundheit miteinander verschmelzen. Es verfügt über 900 Residenzen und 3.000 Hotelzimmer und strebt eine Besucherzahl von 500.000 Gästen pro Jahr an.
Projekt ROSHN
Einen Schwerpunkt bilden für Prinz Mohammed bin Salman die strategischen Partnerschaften mit dem Privatsektor und Investoren. Am 19.08.2020 gründete der PIF die Immobiliengesellschaft ROSHN, die auf die Entwicklung von Stadtvierteln spezialisiert ist und hochwertige Wohnviertel entwickeln soll, die den Ambitionen der saudischen Gesellschaft gerecht werden. Dafür nutzt sie die am Immobilienmarkt verfügbaren Möglichkeiten und trägt durch das Steigern der Wohneigentumsquote unter den saudischen Bürgern auf 70 % zum Erreichen der Ziele der saudischen Vision 2030 bei. Die Projekte von ROSHN erstrecken sich über 200 Mio. m² im ganzen Königreich.
Qiddiya
Die saudische Vision 2030 bringt zahlreiche Sektoren voran, indem sie bereichernde Erfahrungen und Chancen bietet, die das Leben in jeder Hinsicht verbessern. Mit dem Start des vom PIF geleiteten Qiddiya-Projekts am 07.04.2017 hat insbesondere die Unterhaltungsbranche einen bedeutenden Wandel vollzogen. Das Projekt umfasst Six Flags Qiddiya, den Jack-Nicklaus-Meisterschaftsgolfplatz, ein Multi-Sport-Stadion, einen Wasserthemenpark und die Speedpark-Rennstrecke.
Das Qiddiya-Projekt erstreckt sich über die enorme Fläche von 367 km² und hat in seinen Anfangszeiten mehr als 500 Arbeitsplätze für männliche und weibliche Jugendliche im Königreich geschaffen. In Zusammenarbeit mit der Misk-Stiftung hat das Projekt zwei kooperative Trainingsprogramme ins Leben gerufen. Darüber hinaus haben sich mehr als 50 männliche und weibliche Studierende für das in Zusammenarbeit mit der Allgemeinen Unterhaltungsbehörde durchgeführte Qiddiya-Programm für internationale Stipendien angemeldet.
Am 07.12.2023 stellte Prinz Mohammed bin Salman die Stadtplanung für die Stadt Qiddiya sowie deren globale Marke vor. Die Stadt Qiddiya soll eine Fülle von wunderbaren Erfahrungen bieten. Die 360 km² große Stadt soll 60.000 Gebäude umfassen, ca. 600.000 Bewohnern Platz bieten und rund 325.000 hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Sie soll zum BIP beitragen und diesen um ca. 135 Mrd. SAR erhöhen. Ziel der Stadt ist eine Besucherzahl von 48 Mio. pro Jahr.
Prinz-Mohammed-bin-Salman-Projekt für die Entwicklung historischer Moscheen
Angesichts des hohen Stellenwerts der historischen Moscheen in der Geschichte des Islam misst Prinz Mohammed bin Salman diesen große Bedeutung bei. Im November 2018 startete er ein ambitioniertes Projekt für die Sanierung und den Wiederaufbau von 130 Moscheen in verschiedenen Regionen des Königreichs. In der ersten Phase wurden 30 Moscheen saniert. Die insgesamt 50 Mio. SAR teuren Arbeiten wurden von heimischen, auf die Arbeit an kulturhistorischen Gebäuden spezialisierten Unternehmen durchgeführt und von lokalen Ingenieuren überwacht, um die authentische urbane Identität der einzelnen Moscheen zu bewahren und die zivilisatorische Dimension des Königreichs zu unterstreichen.
Mohammed bin Salman Nonprofit-Stadt
Mit der Einweihung der ersten Non-Profit-Stadt der Welt am 14.11.2021 hat Prinz Mohammed bin Salman ein inspirierendes Modell für die Entwicklung des globalen Non-Profit-Sektors vorgestellt. Sie bietet lokalen und internationalen Jugendgruppen, ehrenamtlich Tätigen und Non-Profit-Einrichtungen Platz. Darüber hinaus bietet sie Möglichkeiten, Schulungsprogramme sowie eine Vielzahl von Dienstleistungen an und schafft auf diese Weise ein attraktives Umfeld für die Nutznießer der Aktivitäten der Stadt.
Die Prince Mohammed Bin Salman NonProfit City ist die weltweit erste Einrichtung dieser Art und beherbergt verschiedene Akademien, Hochschulen und Misk-Schulen. Sie verfügt zudem über ein Konferenzzentrum, ein wissenschaftliches Museum und ein Kreativzentrum. Hier können Innovatoren mit fortschrittlichen Systemen wie künstlicher Intelligenz, Internet der Dinge und Robotik ihre wissenschaftlichen und technischen Ziele verwirklichen. Darüber hinaus sind ein Kunstinstitut, Ausstellungen, Theater, ein Gaming-Bereich, ein Institut für Kochkünste sowie eine integrierte Wohnanlage vorhanden.
Mit der saudischen Vision 2030 verschrieb sich Prinz Mohammed bin Salman dem Erhalt und Schutz des natürlichen und menschlichen Erbes. Zudem zeigte er Interesse daran, das größte lebende Museum der Welt zu eröffnen, als er die Designvision für das Gesamtkonzept von „Reise durch die Zeit” als Teil des Entwicklungsprogramms für Al-Ula vorstellte. Das ist Ausdruck seines großen und fortwährenden Interesses, der ganzen Welt die Kultur des Königreichs zu präsentieren.
Das Designkonzept für den Masterplan „Journey Through Time“ beinhaltete die größte Initiative zur nachhaltigen Wiederbelebung und Wiederherstellung natürlicher und kultureller Oasen in der Welt. Im Rahmen dieses Plans wollte das Königreich der Welt das einzigartige, 200.000 Jahre alte menschliche und natürliche Erbe von Al-Ula präsentieren. Der Plan umfasste fünf verschiedene Stadtentwicklungszentren, 15 Kultureinrichtungen, fünf archäologischen Stätten sowie mehr als 5.000 Hotelzimmer. Die Kulturoase Al-Ula erstreckt sich über 9 km.
Masterplan „Zeitreise“
Saudi Downtown
Im Einklang mit den Bemühungen von Prinz Mohammed bin Salman, die verschiedenen Regionen des Königreichs zu entwickeln und dabei auf den komparativen und kompetitiven Vorteilen der einzelnen Regionen aufzubauen, gab der Prinz am 03.10.2022 die Gründung des Unternehmens Saudi Downtown bekannt, das Stadtzentren sowie verschiedene Reiseziele in zwölf Städten aufbauen und entwickeln soll. Dadurch sollen die Infrastruktur der Städte entwickelt sowie die strategischen Partnerschaften mit dem Privatsektor und Investoren gestärkt werden, indem zahlreiche neue Investitionsmöglichkeiten im Bereich von Wirtschaft, Einzelhandel, Tourismus, Unterhaltung und Wohnungsbau entstehen.
Das Unternehmen entwickelt mehr als 10 Mio. m² in zwölf Städten: Medina, Al-Chubar, Al-ahsa, Buraida, Nadschran, Dschāzān, Ha'il, Al-Baha, Ar'ar, Ta'if, Dumat Al-Dschandal und Tabuk. Dabei wendet es die neuesten Standards an und folgt einem modernen Stil, der vom Geist, der Kultur und dem lokalen Stadtgefüge der verschiedenen Regionen des Königreichs inspiriert ist.
Wirtschaftliche Sonderzonen
Prinz Mohammed bin Salman hat wiederholt sein Engagement für die Entwicklung und Diversifizierung der saudischen Wirtschaft sowie eine Verbesserung des Investitionsklimas bekräftigt. Am 13.04.2023 gab er die Einrichtung von vier wirtschaftlichen Sonderzonen in Riad, Dschāzān, Ras al-Khair und der King Abdullah Economic City im Norden von Dschidda bekannt. Diese Zonen nutzen die Wettbewerbsvorteile der jeweiligen Region, um wichtige und aussichtsreiche Sektoren wie die Logistik, die Industrie, die Technologie sowie andere vorrangige Sektoren zu fördern.
Die vier Zonen verfügen über integrierte Logistik- und Industrieplattformen, was außergewöhnliche Investitionschancen eröffnet und die Position des Königreichs als Tor zwischen Nahost und Afrika sowie als Bindeglied zwischen den östlichen und westlichen Märkten festigt. Die neuen Zonen eröffnen gewaltige Chancen für das Wachstum der heimischen Wirtschaft sowie für das Schaffen von Arbeitsplätzen, den Transfer von Technologie, das Lokalisieren von Branchen sowie das Entwickeln der saudischen Gesellschaft und sorgen für eine fruchtbare Basis für das Erreichen der Ziele der saudischen Vision 2030.
Bekämpfung vom Extremismus und Terrorismus
Am 15.12.2015 gab Prinz Mohammed bin Salman die Gründung der Islamischen Militärkoalition bekannt. Dieses sollte die militärischen, politischen, wirtschaftlichen, und intellektuellen Aktivitäten sowie die Medienarbeit bündeln, um allen Formen von Extremismus und Terrorismus entgegenzutreten. Das beinhaltet auch die internationalen Anstrengungen zur Wahrung von Frieden und Sicherheit, für den Aufbau einer Datenbank von Programmen zur Terrorismusbekämpfung sowie für die Ermittlung des optimalen Vorgehens von globalen Organisationen und Mitgliedstaaten. Der Islamischen Militärkoalition gehören 41 Länder an.
Prinz Mohammed bin Salman ist Vorsitzender des Kuratoriums des Ideological War Center, das am 30.04.2017 eröffnet wurde und an das Verteidigungsministerium angebunden ist. Ziel des Zentrums ist es, von Extremisten und Terroristen propagierte falsche Behauptungen und irreführende Methoden aufzudecken, junge Menschen durch präventive und eindämmende Programme unempfänglich für extremistische Ideologien zu machen, die Rekrutierungsmethoden von Terroristen zu zerlegen, das wahre Bild des Islam im In- und Ausland zu veranschaulichen sowie einen gemäßigten Islam zu fördern.
Führende Gipfeltreffen und historischen Initiativen
Im Rahmen seiner Führungsrolle hat Kronprinz Mohammed bin Salman Gipfeltreffen vorgesessen und historische Initiativen auf den Weg gebracht, die den Interessen des Königreichs, der Region und der Welt dienen. Seine Königliche Hoheit hat bei Initiativen und Gipfeltreffen in verschiedenen Bereichen den Vorsitz geführt. Besonders hervorzuheben sind die Future Investment Initiative (FII), der Gipfel des Golfkooperationsrats (2021), der Gipfel der Grünen Initiative für den Nahen Osten, das Gipfeltreffen für Sicherheit und Entwicklung Dschidda sowie das Gipfeltreffen der Arabischen Liga (2023).
Initiative Investitionszukunft
Die Future Investment Initiative wurde auch als „Davos in der Wüste“ bezeichnet. Der PIF veranstaltet das Treffen jedes Jahr in Riad, um über die Chancen und Herausforderungen für die Weltwirtschaft sowie das Investitionsumfeld der nächsten Jahrzehnte zu diskutieren.
Kronprinz Mohammed bin Salman rief die Future Investment Initiative am 24.10.2017 ins Leben. Die Initiative, die zunächst als jährliches Forum, das Personen mit Interesse an vielversprechenden Lösungen zusammenbringen sollte, ins Leben gerufen wurde, wurde am 28.10.2019 durch einen königlichen Erlass in eine Zivilgesellschaft und eine globale Non-Profit-Organsation mit Investmentarm umgewandelt. Schwerpunktmäßig befasst sich die Organisation mit den Folgen für die Menschheit, insbesondere in den fünf zentralen Bereichen Bildung, künstliche Intelligenz, Robotik, Gesundheitsversorgung und Nachhaltigkeit, sowie der Verpflichtung zu den Grundsätzen von Environmental, Social and Governance (ESG). Das FII Institute hat an der Entwicklung von Projekten und Initiativen mitgewirkt, internationale Plattformen organisiert und Berichte veröffentlicht, die allesamt das Ziel verfolgen, eine nachhaltige Zukunft für die Menschheit sicherzustellen.
Gipfel des Golfkooperationsrats 2021 (Gipfel von Al-Ula)
Prinz Mohammed bin Salman führte beim Gipfel des Golfkooperationsrats 2021 den Vorsitz. Dieses 41. Gipfeltreffen wurde am 05.01.2021 im Gouvernement Al-Ula im Königreich vom Golf-Kooperationsrat veranstaltet und wird daher auch als Gipfel von Al-Ula bezeichnet. Eine weitere Bezeichnung ist „Sultan Qaboos and Sheikh Sabah Summit“, die vom Diener der beiden heiligen Stätten König Salman ibn Abd al-Aziz zur Würdigung des Einsatzes der beiden verstorbenen Führungspersönlichkeiten für den Rat gewählt wurde.
Beim Gipfel des Golfkooperationsrats 2021 entstand auch das Abkommen von Al-Ula, in dem die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs einige Punkte bekräftigten. Die wichtigsten davon sind Folgende: Sicherung der Stabilität im Golf, der arabischen Welt und der islamischen Welt; Stärkung der regionalen und internationalen Rolle des Rates durch Vereinheitlichen der politischen Positionen; Stärken der brüderlichen Bande zwischen den Ländern und ihren Völkern; Überwinden von Hindernissen für gemeinsames Handeln; Verwirklichen der Hoffnungen und Wünsche der Bürger der Golfstaaten.
Gipfel der Initiative für den grünen Nahost
Prinz Mohammed bin Salman rief die Initiative für den grünen Nahost ins Leben und schmiedete damit die erste Umweltallianz für den Nahen Osten und Nordafrika. Er legte einen klaren Plan vor, um dem Klimawandel zu begegnen, durch Investitionsmöglichkeiten die Bereiche für den Klimaschutz auszuweiten sowie die regionale Zusammenarbeit zu stärken, um die globalen Klimaziele zu erreichen. Seine Königliche Hoheit war Gastgeber des ersten Gipfels der Grünen Initiative für den Mittleren Osten am 25.10.2021 in der saudischen Hauptstadt Riad, bei dem die teilnehmenden Staatsoberhäupter die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit sowie zur Abstimmung der Maßnahmen im Kampf gegen die Erderwärmung unterstrichen. Seit Bekanntgabe der saudischen Vision 2030 hat sich Seine Königliche Hoheit darauf konzentriert, die ökologische Nachhaltigkeit mit erneuerbaren Energiequellen zu verknüpfen, um die Entwicklung zu beschleunigen und eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.
Gipfeltreffen für Sicherheit und Entwicklung Dschidda
Prinz Mohammed bin Salman eröffnete das Gipfeltreffen für Sicherheit und Entwicklung Dschidda und führte den Vorsitz. Zentrale Themen des Gipfels waren die globalen Herausforderungen für die Welt, die Bedeutung der Suche nach gemeinsamen Lösungen, das Bekräftigen des Respekts für die Souverenität der Nationen sowie das Verhindern von Einmischungen in deren innere Angelegenheiten. Ziele der internationalen Zusammenarbeit waren das Erreichen von Sicherheit im Bereich von Nahrungsmittelversorgung und Gesundheit sowie die Erholung der Weltwirtschaft. Bekräftigt wurden die Wichtigkeit der Erreichung von Energiesicherheit und die Stabilität der Energiemärkte.
Das Gipfeltreffen für Sicherheit und Entwicklung Dschidda fiel zeitlich mit dem ersten Besuch von US-Präsident Joseph Biden im Königreich zusammen. Am Gipfeltreffen nahmen die Oberhäupter der Länder des Golf-Kooperationsrats, der Arabischen Republik Ägypten, der Republik Irak, des Haschemitischen Königreichs Jordanien und der Vereinigten Staaten von Amerika teil.
Das Gipfeltreffen fand am 16.07.2022 im Gouvernement Dschidda im Königreich statt.
Gipfeltreffen der Arabischen Liga (2023)
Mit dem Ziel, die laufenden Gespräche fortzuführen und die Standpunkte zu gemeinsamen Angelegenheiten und Themen abzustimmen sowie um die Kommunikation mit den Oberhäuptern der arabischen Staaten aufrechtzuerhalten, führte Prinz Mohammed bin Salman den Vorsitz bei der 32. ordentlichen Sitzung des Gipfels der Arabischen Liga. Das Gipfeltreffen, an dem die Oberhäupter der arabischen Staaten sowie die Leiter der Delegationen der Arabischen Liga teilnahmen, fand am 19.05.2023 in Dschidda statt. Erstmals seit Ausbruch des Bürgerkriegs nahm Syrien wieder seinen Sitz in der Arabischen Liga wahr. Bei dem Gipfel wurden zentrale Themen behandelt, darunter die folgenden: Betonen der Solidarität und des Konsens zum Schutz der Sicherheit und Stabilität der Region; Hervorheben der Bedeutung einer Zusammenarbeit arabischer Staaten; Nutzen der Besonderheiten der menschlichen und natürlichen Merkmale der Region; Bewältigen von Herausforderungen; Nutzen von Chancen bei gleichzeitigem Ausbau der länderübergreifenden Partnerschaften.
Gipfeltreffen in Riad zwischen den Ländern des Golf-Kooperationsrats und dem Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN)
Am 20.10.2023 saß Prinz Mohammed bin Salman im Namen des Hüters der beiden heiligen Stätten König Salman ibn Abd al-Aziz dem Gipfeltreffen zwischen den Ländern des Golf-Kooperationsrats und des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) in Riad vor. Ebenfalls bei dem Gipfel zugegen waren der indonesische Präsident Joko Widodo sowie die Staatsoberhäupter der Länder des Golf-Kooperationsrats, Führungspersönlichkeiten des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN), der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats und der Generalsekretär von ASEAN.
Nach dem Gipfeltreffen wurde eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der die Staatsoberhäupter ihre Zustimmung zum Beitritt aller Länder im Golf-Kooperationsrat zum Vertrag für Freundschaft und Kooperation mit dem Verband Südostasiatischer Nationen ausdrückten. In Anerkennung der gemeinsamen Interessen und engen historischen Verbindungen zwischen beiden Seiten tauschten sich die Oberhäupter über gegenseitige Bedenken auf regionaler und internationaler Ebene aus. Dabei erörterten sie Wege zur Verbesserung und Förderung der Partnerschaft mit dem Ziel, die Wachstumschancen, die sich durch die Zusammenarbeit dieser dynamischen Regionen ergeben, entsprechend den gemeinsamen Visionen für die Zukunft der Partnerschaft und den in der Charta der Vereinten Nationen festgelegten Werten zu nutzen.
Arabisch-islamischer Sondergipfel
Am 11.11.2023 eröffnete Prinz Mohammed bin Salman als Vorsitzender im Namen des Dieners der beiden heiligen Stätten König Salman ibn Abd al-Aziz den Arabisch-islamischen Sondergipfel in Riad. Am 11.11.2023 eröffnete Prinz Mohammed bin Salman als Vorsitzender im Namen des Dieners der beiden heiligen Stätten König Salman ibn Abd al-Aziz den Arabisch-islamischen Sondergipfel in Riad.
Nach Abschluss des Gipfels wurde eine kollektive Erklärung abgegeben, in der die Oberhäupter der Nationen und Regierungen in der Organisation für Islamische Zusammenarbeit und der Liga der Arabischen Staaten die israelischen Aggressionen im Gazastreifen und im Westjordanland, einschließlich Jerusalem (Al-Quds al-Sharif), verurteilten. Sie unterstrichen zudem ihre Entschlossenheit, der Situation entgegenzuwirken und die daraus entstandene humanitäre Krise zu bewältigen. Darüber hinaus bekräftigten die Staatsoberhäupter ihre Bemühungen, alle unrechtmäßigen israelischen Praktiken, die die Rechte des palästinensischen Volkes verletzen, insbesondere sein Recht auf Freiheit und die Gründung eines unabhängigen, souveränen Staates, zu beenden und zu unterbinden.
One Water-Gipfel
Bei dem am 03.12.2024 in Riad abgehaltenen internationalen Gipfeltreffen standen ökologische Herausforderungen, insbesondere die Wasserknappheit und Dürren, im Mittelpunkt. Die Veranstaltung fiel zeitlich mit der 16. Konferenz der Parteien des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (COP16) zusammen, die ebenfalls in der Stadt Riad stattfand.
Das Gipfeltreffen wurde von Kronprinz Mohammed bin Salman eröffnet und unter dem gemeinsamen Vorsitz von Seiner Königlichen Hoheit, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, dem kasachischen Präsidenten Qassym-Schomart Toqajew und dem Präsidenten der Weltbank, Ajay Banga, abgehalten.
In seiner Rede gab der Kronprinz die Gründung einer globalen Wasserorganisation mit Sitz in Riad bekannt. Diese soll die Zusammenarbeit fördern und die Bemühungen der Länder und Organisationen bündeln, um den wasserbezogenen Herausforderungen umfassend zu begegnen.
Soziales und wohltätiges Engagement vom Prinz Mohammed bin Salman
Prinz Mohammed bin Salman hat zahlreiche Non-Profit- und Hilfsorganisationen gegründet, darunter die Prinz-Mohammed-Bin-Salman-Stiftung „Misk“, die den Aufbau einer wissensbasierten Gesellschaft anstrebt. Die Stiftung nahm ihre Tätigkeit im Jahr 2011 auf. Seitdem stärkt sie die Jugend im Königreich, insbesondere im Bereich von Bildung und Unternehmertum, und bietet Förderungen im wissenschaftlichen und technologischen Bereich an. Sie legt den Schwerpunkt auf die Entwicklung von Führungsqualitäten und animiert die Jugendlichen zum Lernen, um ihrem Land bessere Zukunftschancen zu eröffnen. Außerdem arbeitet die Stiftung daran, verschiedene Formen der Förderung für die Entwicklung von Talenten und kreativer Energie anzubieten, durch Erarbeiten von Programmen ein für deren Wachstum förderliches Umfeld zu schaffen sowie Partnerschaften mit lokalen und internationalen Organisationen aufzubauen. Im November 2021 kündigte Seine Königliche Hoheit die Gründung der Prince Mohammed Bin Salman Nonprofit City an, die zum Erreichen der Ziele der Mohammed-Bin-Salman-Stiftung „Misk“ beitragen sollte. Diese Stadt wird die weltweit erste Non-Profit-Stadt sein und damit als Modell zur Verbesserung des Non-Profit-Sektors dienen sowie auf lokaler und internationaler Ebene als Inkubator für ehrenamtlich Tätige, Jugendliche sowie Non-Profit-Organisationen fungieren. Ziel ist es, Investoren für Beiträge zur Gemeinschaft sowie für Risikokapitalbeiträge zu gewinnen. Mehr als 44 % der Gesamtfläche sind für Grünflächen vorgesehen, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.
Prinz Mohammed bin Salman ist Vorsitzender verschiedener wohltätiger Einrichtungen vor, darunter des Kuratoriums des König-Salman-Jugendzentrums sowie des Verwaltungsrats von Riyadh Non-Profit Schools. Darüber hinaus ist er Vizepräsident der King Salman Charity Housing Association, Mitglied im Koordinierungsrat für in Riad tätige Wohltätigkeitsorganisationen, Mitglied des Verwaltungsrats des Gemeinnützigen Vereins für das Auswendiglernen des Heiligen Koran sowie Mitglied des Verwaltungsrats der Al-Bir-Gesellschaft in der Stadt Riad. Außerdem gehört er zu den Gründern der gemeinnützigen Ibn-Baz-Stiftung, die Hochzeiten fördert und Familien unterstützt. Das SNAD-Programm, das von Seiner Königlichen Hoheit unterstützt wird und Heiratswilligen hilft, gilt als eines der einflussreichsten Sozialprogramme im Königreich.
Medieninterviews vom Prinz Mohammed bin Salman
Prinz Mohammed bin Salman war in Interviews zu sehen, die im In- und Ausland vielfach ausgestrahlt wurden und in denen er die Ziele, Programme und Erfolge der saudischen Vision 2030 klar ansprach. Diese Gespräche waren äußerst transparent und verwiesen auf wirtschaftliche Zahlen und statistische Daten, die die Vorgaben und Projekte der saudischen Vision 2030 stützen.
Medieninterview vom Prinz Mohammed bin Salman auf Al Arabia (2016)
Parallel zur Vorstellung der saudischen Vision 2030 gab Prinz Mohammed bin Salman in seiner damaligen Funktion als stellvertretender Kronprinz dem Journalisten Turki al-Dakhil vom Sender Al Arabiya am 25.04.2016 ein Interview, das im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Das Gespräch bot Einblicke in die saudische Vision 2030 sowie verschiedene wichtige Themen. Insbesondere wurden die Stärken des Königreichs deutlich gemacht und die Gründe für die Ausgabe von Aktien der Saudi Arabian Oil Company (Aramco) zur öffentlichen Zeichnung dargelegt. Außerdem sprach er über die touristischen Möglichkeiten im Königreich, kündigte die Gründung einer Holding in der Rüstungsindustrie an und erwähnte, dass das Königreich in Bezug auf die Militärausgaben weltweit auf Platz 3 stehe.
Interview vom Prinz Mohammed bin Salman auf dem Sender Al-Saudiya (2017)
Ein Jahr nach dem Start der saudischen Vision 2030 wurde das Fernsehinterview von Prinz Mohammed bin Salman mit dem Medienstar Dawood al-Shirian im Jahr 2017 auf dem Sender Al-Saudiya und auf MBC Networks übertragen. In dem Interview erläuterte Seine Königliche Hoheit die Programme der saudischen Vision 2030 sowie deren Umsetzung in drei Phasen. Die erste Phase dauert von Beginn der Vision bis 2020, die zweite bis 2025 und schließlich die dritte bis zum Jahr 2030. Bei dem Treffen wurden mehrere Themen behandelt, u. a. das Nationale Transformationsprogramm, Arbeitslosenquoten, die Diversifizierung der nicht ölbasierten Einnahmen des Königreichs, die Zukunft des PIF, Möglichkeiten für die Lokalisierung der Automobilindustrie, die Entwicklung von Häfen und der König-Salman-Brücke, die Privatisierung von Sektoren sowie die Rolle der Aufsichts- und Antikorruptionsbehörde. Außerdem äußerte er sich zur politischen Lage, zum Krieg mit den Huthis und zu den Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Iran.
Interview vom Prinz Mohammed bin Salman auf dem Sender Al-Saudiya (2021)
Am 28.04.2021 wurde das Interview zwischen Prinz Mohammed bin Salman und dem saudischen Journalisten Abdullah al-Mudaifer auf dem Sender Al-Saudiya und mehreren anderen arabischen Fernsehsendern ausgestrahlt. Das Interview fand am 5. Jahrestag des Starts der saudischen Vision 2030 statt. Darin ging es um die Erfolge der Vision bei der Diversifizierung der nicht auf Öl basierenden Einkommensquellen, der Fähigkeit der Vision zur Bewältigung von strukturellen Herausforderungen in den vergangenen fünf Jahren, dem Aufbau von Infrastruktur, dem Schaffen von institutionellen und rechtlichen Rahmenwerken, dem Festlegen von öffentlichen Richtlinien sowie dem Fördern von Initiativen. Die nächste Phase befasst sich mit der Überwachung der Umsetzung, einer stärkeren Einbindung des Privatsektors und die Erhöhung der Bürgerbeteiligung für die weitere Entwicklung.
Dokumentation: The Line (2023)
Am 26.06.2023 präsentierte der amerikanische Sender Discovery Channel die Dokumentation „The Line“, die sich mit Konzeption neuer Städte sowie deren künftigem Entwicklungspotenzial befasst. In der Dokumentation wurde das Stadtprojekt „The Line“ vorgestellt. Auch Prinz Mohammed bin Salman war zu sehen und sprach über das mit dem Bau der neuen Stadt verfolgte Ziel sowie deren tiefgreifende Folgen für das Königreich und die ganze Welt.
In der Dokumentation sprach Prinz Mohammed bin Salman auch über die Ambition des Königreichs, die Rolle der Städte im 21. Jahrhundert neu zu definieren und eine innovative Gesellschaft der Zukunft zu formen. Er äußerte sich zu dem Gedanken, nicht entwickelte Gebiete im Königreich zu nutzen, die Konzeption der Stadt „The Line“ und das Ziel, darin 10 Mio. Menschen unterzubringen. Außerdem sprach er über die Schritte, die bis zur Fertigstellung des Designs von „The Line“ genommen wurden, und die Anregung für andere Länder, denselben Weg zu beschreiten, um eine bessere Zukunft für die Menschen und den Planeten zu gestalten.
Interview mit Prinz Mohammed bin Salman auf dem Sender Fox News (2023)
Am 21.09.2023 war der Kronprinz in einem Fernsehinterview mit dem Journalisten Bret Baier zu sehen. Das in der Stadt NEOM geführte Interview wurde vom Sender Fox News übertragen. In dem Interview ging es u. a. um die Zukunft des Königreichs, die saudisch-amerikanischen Beziehungen sowie um regionale und globale Entwicklungen.
Zudem sprach Prinz Mohammed bin Salman über die Ambitionen und Ziele der saudischen Vision 2030 und hob den Erfolg des Königreichs hervor, zwei Jahre hintereinander das größte BIP-Wachstum aller G20-Länder vorweisen zu können. Er sprach außerdem die Fortschritte in den Beziehungen zu Iran, das Projekt für den Korridor Indien-Europa, die Verhandlungen mit den USA in der Palästinafrage sowie die Beziehungen zu Israel an. Seine Königliche Hoheit bekräftigte, dass die vorgesehenen Vereinbarungen sowohl für die beiden Länder als auch für die Sicherheit der Region und der ganzen Welt von Vorteil sein werden.
Orden und Ehrungen für Prinz Mohammed bin Salman
Orden
Prinz Mohammed bin Salman wurden zahlreiche Orden verliehen, u. a. erhielt er vom König von Bahrain, Scheich Hamad bin Isa Al Chalifa, im Jahr 2018 den Orden von Scheich Isa bin Salman Al Chalifa der Sonderklasse. Damit wurde er für seinen Einsatz zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Bahrain geehrt.
2018 verlieh ihm der ehemalige Präsident der Tunesischen Republik, Beji Caid el Sebsi, den höchsten Rang des Ordens der Republik, um ihn für seinen Einsatz für die Verbesserung der Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und Tunesien zu ehren.
2019 erhielt der Kronprinz vom pakistanischen Präsidenten den höchsten zivilen Orden Pakistans. 2021 wurde ihm von Sultan Haitham bin Tariq Al Said von Oman der zivile Order of Oman (1. Klasse) verliehen, in Anerkennung der starken brüderlichen Bande, der hervorragenden Beziehungen und der konstruktiven Kooperation. Der Orden gehört zu den höchsten Auszeichnungen des Oman und wird nur Königen, Staatsoberhäuptern, Kronprinzen und Regierungschefs verliehen. Der Kronprinz von Abu Dhabi verlieh Prinz Mohammed bin Salman im Namen des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate den Order of Zayed (1. Klasse) und betonte den Stolz auf die tiefen verwurzelten internationalen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Im selben Jahr verlieh der Emir von Kuwait dem Kronprinzen den Order of Kuwait sowie den Order of Mubarak the Great, in Anerkennung seines Einsatzes dafür, die brüderlichen Bande zwischen beiden Ländern zu stärken.
Am 21.06.2022 wurde Prinz Mohammed bin Salman von König Abdullah II. von Jordanien mit dem Order of Hussein Bin Ali, der höchsten zivilen Auszeichnung des Haschemitischen Königreichs Jordanien, geehrt, um an die langjährigen Beziehungen zwischen beiden Nationen zu erinnern. Am 19.11.2022 erhielt er von der Kasetsart-Universität in Thailand die Ehrendoktorwürde für seine Beiträge im Bereich Landwissen für nachhaltige Entwicklung.
2024 erhielt der Kronprinz vom Sprecher des Arabischen Parlaments (AP), Adel Bin Abdulrahman al-Asoumi, die Medaille für „Führungspersönlichkeiten“, als Zeichen der Wertschätzung des arabischen Volkes für seine zentrale Rolle bei der Verteidigung arabischer Anliegen und der Förderung gemeinsamer arabischer Initiativen.
Ehrungen
Kronprinz Mohammed bin Salman wurde bei verschiedenen internationalen Veranstaltungen mit Auszeichnungen und Ehrungen bedacht, darunter die Auszeichnung „Leadership Personality of the Year“ zur Unterstützung von Unternehmern für das Jahr 2013 von Forbes Middle East. Die Ehrung erhielt er für die Förderung junger Unternehmer in seiner Rolle als Vorsitzender des Kuratoriums des König-Salman-Jugendzentrums. 2015 nahm ihn das amerikanische Nachrichtenmagazin Foreign Policy als eine der einflussreichsten Führungspersönlichkeiten der Welt in seine jährliche Liste der 100 wichtigsten internationalen Vordenker für das Jahr 2015 auf. Leserpreis „Person des Jahres“ 2017 der Zeitschrift Time 406 2017 wählte ihn die Zeitschrift Forbes in ihre Liste „Global Game Changers“ für das Jahr 2017.
Bekannte Aussagen vom Prinz Mohammed bin Salman
Ein einer Dialogsitzung im Rahmen der Future Investment Initiative wurde Prinz Mohammed bin Salman vom Moderator der Sitzung zur Zukunft des Nahen Ostens befragt. Seine Antwort bezog sich auf die Golfstaaten, ihre Pläne für die Zukunft und die Fortschritte, die sie bereits gemacht hatten. Außerdem sprach er brüderlich verbundene Länder wie das Haschemitische Königreich Jordanien, die Arabische Republik und die Libanesische Republik an. Zu dem Zeitpunkt machte Seine Königliche Hoheit verschiedene Aussagen, die später bei den Saudis großen Anklang fanden und weite Verbreitung in den Medien fanden. Dazu gehören die folgenden Aussagen:
„Der Nahe Osten ist das neue Europa.“
„Das ist ein Krieg der Saudis. Das ist mein Krieg. Ich möchte diese Erde nicht verlassen, solange der Nahe Osten nicht die Weltspitze übernommen hat.“
„Die Saudis sind so stark wie das Tuwaiq-Gebirge, unverwüstlich, außer dieser Berg wird dem Erdboden gleichgemacht.“
Quellen
Saudi Vision 2030Saudi Press Agency (SPA), offizielle Nachrichtenagentur des Königreichs Saudi-ArabienUnified National PlatformMohammed-Bin-Salman-StiftungPIF